Wie die Liga des Holzwickeder SC in Zukunft aussehen wird, entscheidet sich am Donnerstag. © Neumann
Fußball

Zweigleisige Oberliga? HSC-Sportchef Tim Harbott hat dazu eine eigene, charmante Idee

Gibt es in der kommenden Saison eine zweigleisige Oberliga? Am Donnerstag will sich der FLVW dazu beraten. HSC-Sportchef Harbott findet ein Modell besonders charmant.

Kommt die zweigleisige Oberliga zur Saison 2021/22? Dieser Frage wird sich der Verbands-Fußball-Ausschuss des Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) am Donnerstag (10. Juni) widmen. Gut möglich, dass der Verband mit einer „ausgedünnten“ Liga auf die annullierte Saison 2020/21 reagiert.

Tim Harbott, der Sportliche Leiter des Fußball-Oberligisten Holzwickeder SC, hat dazu eine klare Meinung: „Ich will doch stark hoffen, dass das passiert. Wir warten schon seit ein paar Tagen auf ein Update vom Verband, der ja erst einmal abwarten wollte, ob es einen Regionalliga-Absteiger aus Westfalen gibt.“

„Spiel gegen Ahlen oder Lippstadt wäre für uns ein absolutes Highlight gewesen“

Somit wäre die Oberliga Westfalen auf 22 Teams angewachsen. Einen westfälischen Absteiger gab es am Ende aber nicht: Nur der SV Bergisch Gladbach muss aus der Regionalliga West den Gang in die fünfte Liga antreten.

Für Rot Weiss Ahlen und den SV Lippstadt, die beide noch lange in der Verlosung um den möglichen Abstieg mitgespielt haben, freut sich Harbott, dass sie die Klasse gehalten haben. „Für uns ist es aber schon fast ärgerlich. Ein Spiel gegen Ahlen oder Lippstadt wäre für uns ein absolutes Highlight gewesen“, so Holzwickedes Sportchef.

Tim Harbott sieht in einer zweigleisigen Oberliga ausschließlich Vorteile

Harbott sieht in einer möglichen zweigleisigen Oberliga ausschließlich Vorteile: „So hätten wir weniger Spiele. Unsere Spieler sind keine Profis. Wir können nicht jeden Tag acht bis zehn Stunden arbeiten und dann abends noch quer durch NRW fahren, um auf 40 Ligaspiele zu kommen.“

Tim Harbott, Sportlicher Leiter des Holzwickeder SC, rechtfertigt seine Transferpolitik. © HSC © HSC

Dazu kämen noch weitere Spiele im Kreis- und Westfalenpokal. „Diese Anzahl an Spielen ist für unsere Jungs auch körperlich überhaupt nicht machbar“, sagt Harbott.

Komplette Hinrunde plus Auf- und Abstiegsrunde – ein charmantes Szenario

Wie eine zweigleisige Oberliga aussehen könnte, da hat Harbott auch schon eine Idee. „Es wurde vom Verband ja auch schon mal angedeutet, dass ihnen mehrere Modelle vorschweben.“ Er persönlich findet folgendes Szenario am besten: „Ich wäre dafür, es wird eine komplette Hinrunde gespielt – mit allen 21 Mannschaften. So müsste man die Liga nicht aufteilen und jede Mannschaft hätte mindestens einmal gegen jeden gespielt. Am Ende könnte dann eine Auf- und eine Abstiegsrunde gespielt werden. Das fände ich sehr charmant.“

So könnte der Verband auch eine geografische oder per Los erfolgte Einteilung in zwei Oberliga-Staffeln vermeiden – für Harbott die fairste Lösung. Ob es so kommt, oder die 21 Mannschaften in zwei Staffeln aufgeteilt werden, oder ob am Ende doch alles beim Alten bleibt und die Oberliga wieder einen Mega-Spielplan mit 40 Spieltagen bekommt – der Verbands-Fußball-Ausschuss des FLVW wird am Donnerstag entscheiden.

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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Marcel Schürmann

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