Christopher Simon (M.) erzielt hier das 1:0. Am Ende siegte der SSV mit 9:0 beim TSC Kamen © Berkemeyer
Fußball

Blamage für den TSC Kamen: SSV-Mühlhausen-Express überrollt den TSC mit 9:0

Tore, Tore und nochmals Tore hagelte es im Bezirksliga-Derby zwischen Kamen und Mühlhausen. Allerdings waren es nicht die Hausherren, die bei diesem Spektakel die Hauptrolle spielten.

Sommerliche Temperaturen, viele Zuschauer und zwei Mannschaften, die den Offensiv-Fußball lieben. Eigentlich war im Vorfeld des Derbys zwischen dem TSC Kamen und dem SSV Mühlhausen alles angerichtet für ein richtiges Fußballfest.

Für eine der beiden Mannschaften wurde es auch genau das, für die andere endete es in einem bösen Debakel.

SSV-Offensive erteilt dem Gegner eine Lehrstunde

0:9 hieß es am Ende der Partie aus Sicht der bemitleidenswerten Gastgeber, die vom SSV eine mächtige Lektion zu lernen bekamen. Dabei war es vor allem die Mühlhausener Offensive, die dem komplett überforderten TSC mindestens einen Knoten zu viel in die Beine spielte.

Leo Mayka, Ibrahima Camara und Christopher Simon hießen die Protagonisten, die den ganz in mintgrün aufgelaufenen Hausherren im ersten Spielabschnitt auch genau jene Farbe ins Gesicht zauberten.

Fünf Treffer in der ersten Halbzeit

Gleich fünf Mal schlug es binnen 45 Minuten im Kasten des TSC ein. Neben Doppelpacker Camara (19, 32.), Simon (6.) und Mayka (24.) durfte sich auch noch Alexander Schröder (23.) in die Torschützenliste eintragen.

„Der TSC wird nach einer bestimmt lauten Pausenansprache nochmal ordentlich Dampf machen“, warnte Coach René Johannes seine Mannschaft in der Halbzeit. „Passt also auf.“ Genau das tat der SSV Mühlhausen dann auch. Zudem hatte man Glück, dass der Referee schon in der 47. Minute auf den Elfmeterpunkt zeigte, nachdem erneut Mayka nicht zu halten gewesen war.

SSV-Joker trifft mit erstem Ballkontakt

Mit seinem ersten Ballkontakt überhaupt blieb es Jona Deifuß vorbehalten, die Kugel zum 6:0 in die Maschen zu jagen und damit die Moral des TSC frühzeitig zu brechen. In der Folge fielen weitere drei Treffer binnen fünf Minuten, die das Ergebnis auf schwindelerregende Höhen von 9:0 schraubten.

Danach wurden an der Gutenbergstraße bereits erste Wetten abgeschlossen, ob es denn jetzt noch zweistellig werden würde, oder nicht. Der TSC raffte sich in der Schlussphase aber nochmal auf und konnte zumindest das verhindern.

„So darf man nicht verlieren“

„Trotzdem war es für uns ein absolut gebrauchter Tag“, haderte Coach Nail Kocapinar. „Man kann gegen Mühlhausen verlieren, aber nicht so.“ Klingt nach einer intensiven Trainingswoche für den bemitleidenswerten Gastgeber.

TSC: Y. Aydeniz – Gür, F. Aydeniz, Civak, Cengiz (75. Kirchner), Kanar (60. Yavuz), Yilmaz (46. Kaya), Erdur, M. Morsel (25. Crescente), Türkkan, Akdogan.

SSV: Keil – Mayka, Simon, Camara (46. Deifuß), Pfeffer, Braun, Pfaff, Prothmann, Akdeniz, Schröder, Moussa (75. Weiß).

Tore: 0:1 (6.) Simon, 0:2 (19.) Camara, 0:3 (23.) Schröder, 0:4 (24.) Mayka, 0:5 (32.) Camara, 0:6 (47., Foulelfmeter) Deifuß, 0:7 (64.) Akdeniz, 0:8 (67.) Mayka, 0:9 (69.) Deifuß.

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