Martin Herbort (r.) brachte den BSV am Freitag auf die Siegerstraße. © Neumann (A)
Fußball

BSV Heeren zieht mit Rumpeltruppe ins Finale: „Ich weiß selber nicht, wie wir das geschafft haben“

Der Fußball-A-Ligist BSV Heeren steht im Finale des Vereinsturniers in Hilbeck. Der Coach der Heerener war davon überrascht. In der Personalnot musste er sich sogar selbst einwechseln.

Das ist schon eine dicke Überraschung: Der Fußball-A-Ligist BSV Heeren hat das Halbfinalspiel des Vereinsturniers in Hilbeck gegen den TuS Uentrop mit 2:1 (2:0) gewonnen. „Ich weiß selber nicht, wie wir das geschafft haben. Damit habe ich nicht gerechnet“, meinte nach Abpfiff ein glücklicher BSV-Coach Christoph Golombek.

Mit einem bunt zusammengewürfelten Kader war der A-Ligist am Freitag angereist, gespickt mit Spielern der Reservemannschaft und der Alten Herren.

„Es fehlten bei uns 15 Spieler. Bei uns hat alles gespielt, was einen Spielerpass hat. Wir hatten am Ende sogar drei Torhüter auf dem Feld“, so Golombek weiter.

Reservespieler erzielt das 2:0 – Coach Golombek vergibt Großchance

Doch das reichte offenbar für den A-Ligisten aus der Parallelstaffel TuS Uentrop.

Martin Herbort traf nach 22 gespielten Minuten vom Punkt zum 1:0, nachdem er zuvor selbst im Sechzehner gefoult wurde. Nach einer Uentrop-Ecke legte der BSV nach: Per Konter landete der Ball bei Reservespieler Paul Brenner. Der brauchte nur noch abzustauben und erhöhte auf 2:0 (33.)

In der zweiten Halbzeit stand der BSV auch weiterhin gut in der Defensive und hatte einige Konter. „Die haben wir leider nicht gut zu Ende gespielt. Auch ich hatte in der 90. Minute das 3:1 auf dem Schlappen. Den muss ich eigentlich machen“, sagt Golombek mit einem Lachen. Der Trainer hatte sich wegen der personellen Sorgen selbst eingewechselt. In der 80. Minute schoss Uentrop den Anschlusstreffer zum zwischenzeitlichen 2:1.

„In der Konstellation werden wir nie wieder zusammen spielen“

„Das war eine Mega-Leistung. In der Konstellation haben wir noch nie zusammen gespielt – und werden es wohl auch nie wieder tun.“ Auch die Reservespieler Jan Potthoff, Pascal Brackelmann und Paul Brenner haben überzeugt. Golombek: „Die haben sich in den Fokus gespielt.“ Sonntag trifft Heeren im Finale auf den BV Bad Sassendorf. Anstoß ist um 15 Uhr.

BSV Heeren: Eike, Böcker, Brackelmann, Rautenberg, Herbort, Feldmann, Sarisoy, Heberlein, Potthoff, Titt, Brenner – Solty, Wrdarczyk, Golombek

Tore: 0:1 Herbort (23.), 0:2 Brenner (33.), 1:2 (80.)

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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Marcel Schürmann

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