Der TSC Kamen II bleibt weiterhin vom Pech verfolgt. © Palschinski
Fußball

„Dreckigster Sieg der Laufbahn“: Langschede mit Dreierpack in Unterzahl – TSC II hat Pech am Fuß

Der SV Langschede dreht ein kurioses Spiel gegen den VfL Kamen II. Der TSC Kamen II hat weiterhin das Pech gepachtet. Und der SSV Mühlhausen II präsentiert sich desolat.

Der SV Langschede hat in einem ausgeglichenen Spiel auf kuriose Art und Weise gegen den VfL Kamen II gewonnen. Der TSC Kamen II bleibt weiter vom Pech verfolgt und verspielt kurz vor Schluss den ersten Punkt der Saison. Und der SSV Mühlhausen II beendet das Spiel in Wethmar mit nur acht Feldspielern – und geht schweren Zeiten entgegen.

Kreisliga A2: VfL Kamen II – SV Langschede 1:3 (1:0)

„Das war der wohl dreckigste Sieg in meiner Laufbahn als Seniorentrainer. Wir hätten uns nicht über ein Unentschieden beschweren dürfen“, musste Langschede-Coach Stefan Kortmann nach Abpfiff zugeben. Ähnlich sah es sein Gegenüber Alexander Hennig: „Wir haben uns für ein richtig gutes Spiel nicht belohnt.“

Das Kuriose: In Minute 82 stand es noch 1:0 für den VfL – und Langschedes Dominik Essmann wurde mit Rot vom Platz geschickt, weil er nach einem nicht gegebenen Freistoß laut gefluchte hatte. Doch statt das Spiel abzuwinken, drehte Langschede fortan auf und erzielte noch drei Tore.

„Die Rote Karte hat uns eher Räume geöffnet. Kamen hat wohl am Ende voll auf Sieg gespielt“, so Kortmann. Hennig hingegen ärgerte sich: „Man hat nicht gemerkt, dass Langschede ein Mann weniger war. Wir haben die Riesenmöglichkeit zum 2:1, kassieren aber im Gegenzug das 1:2. Wir haben unsere Kontermöglichkeiten zu arrogant verdaddelt.“

Matchwinner aufseiten des SVL waren die beiden eingewechselten Gunnal Chandikok (ein Tor, zwei Vorlagen) und Christian Radzko (zwei Tore).

VfL Kamen II: Fuhrich, Diallo, Pirpir, Schmelzer, Schacknat (77. Ehlenberger), Heil, Luft (86. Durmaz), Freyermuth, Hirsch (90.+2 Ohsmann), Schemmer (60. Mamaladze), Milk

SV Langschede: Sander, Jordan, Görler (46. Chandikok), Emde, Krupka, Kirstein (90.+5 Pestke), Henning (46.), Mai, Seeling, Essmann, Schorsch

Tore: 1:0 Luft (6.), 1:1 Radzko (84.), 1:2 Chandikok (90. + 5), 1:3 Radzko (90. + 6)

Bes. Vorkommnis: Rote Karte gegen Essmann (82.) wegen Fluchens

Kreisliga A2: TSC Kamen II – SV Frömern 2:3 (0:1)

„Das ist natürlich eine ärgerliche Niederlage. Wir müssen zusehen, dass wir jetzt bald mal das Pech vom Fuß bekommen“, lautet das Fazit von Spielertrainer Altan Bayar nach der knappen 2:3-Schlappe gegen den SV Frömern.

Mit der einzigen Gäste-Chance in Hälfte eins brachte Filipe Ribeiro Peixoto Frömern in Führung (35.), Julius Meierjohann erhöhte nach dem Wechsel gar auf 2:0 (55.). Doch der TSC II zeigte Moral und Leidenschaft. Erst verkürzte Sezer Cengiz per Foulelfmeter (65.), zwei Minuten später glich Gökhan Karatas sogar aus.

Als schließlich alles schon nach einem Punktgewinn aussah, fing sich der TSC einen Konter – und Max-Ferdinand Schwermer besorgte den Dreier für die Gäste. land

TSC Kamen II: Oeztürk, Bostanci, Duman, Domurcuk (42. Dündar), Genc, Cengiz, Kirchner, Celik, Bayar, Acar, Aksoy (46. Karatas, 69. Ponten)

SV Frömern: Goliasch, Frischemeyer, F. Peixoto, Rose, Meierjohann, Bartling (67. El Osman), Döring (55. Manusch), Ruzok, Höttler, Wilke (46. Schwermer), S. Peixoto (55. Homann)

Tore: 0:1 F. Peixoto (35.), 0:2 Meierjohann (55.), 1:2 Cengiz (65., FE), 2:2 Karatas (67.), 2:3 Schwermer (89.)

Kreisliga A2: Westfalia Wethmar II – SSV Mühlhausen II 5:2 (3:1)

„Man kann es knapp zusammenfassen: Das war katastrophal und nicht Kreisliga-A-tauglich. Sowohl personell als auch qualitativ sind wir zu dünn besetzt, das hat das Spiel heute gezeigt“, lautete das harte Fazit des hörbar bedienten SSV-Coaches Marco Slupek.

Bereits nach fünf Minuten lag seine Elf zurück. „Wir haben den Start mal wieder verpennt“, so Slupek. Alekseews Ausgleich per Abstauber (8.) währte nicht lange, mit 1:3 ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel verkürzte Yannick Massmann gar auf 2:3 (47.). Doch Wethmar wurde immer überlegener. „Das hätte auch locker zweistellig ausgehen können“, so Slupek.

Zu allem Überfluss verletzten sich Hüssein Akmann und Daniel Galwas sodass der SSV am Ende nur acht Feldspieler auf dem Platz hatte. „Wir müssen uns jetzt irgendwie in die Winterpause retten“, so Slupek.

SSV Mühlhausen II: Hoffmann, Thiel, Alekseew, Cramm, Maßmann, Galwas, Gräfe (45. Dauber), Schmidt (46.), Gerhards (46. Michels), Ljevar (46.), Cirak

Tore: 1:0 (5.), 1:1 Alekseew (8.), 2:1 (28.), 3:1 (33.), 3:2 Massmann (47.), 4:2 (66.). 5:2 (90.)

Über den Autor
2014 als Praktikant in der Sportredaktion erstmals für Lensing Media aufgelaufen – und als Redaktionsassistent Spielpraxis gesammelt. Im Oktober 2017 ablösefrei ins Volontariat gewechselt und im Anschluss als Stammspieler in die Mantel-Redaktion transferiert. 2021 dann das Comeback im Sport, bespielt hauptsächlich den Kreis Unna.
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