Handball

Ex-TuRaner treffen sieben Mal für den ASV Hamm, aber Corona spielt nicht mit

Handball-Zweitligist ASV Hamm hat beim TuS Nettelstedt mit 20:22 verloren. Dabei treffen zwei Ex-TuRaner sieben Mal - doch Corona spielte am Ende nicht mit.
Jan Brosch (Mitte) und der ASV Hamm Westfalen verloren ihr Match beim TuS Nettelstedt-Lübbecke mit 20:22. © Henning Wegener

Mit nur neun Feldspielern hat der ASV Hamm-Westfalen den Aufstiegskandidaten TuS Nettelstedt-Lübbecke am Samstagabend an den Rand einer Niederlage gebracht. Fünf torlose Minuten in der Schlussphase kosteten die Gäste am Ende aber den möglichen Sieg gegen den haushohen Favoriten.

Nicht einmal lag der ASV, bei dem Florian Schöße aus Kamen drei Treffer und Jan Brosch vier Tore markierten, in der Partie beim Tabellenzweiten in Führung. Spätestens nach der furiosen Aufholjagd von 19:15 auf 19:19 zwischen der 46. und 52. Spielminute war dennoch klar, dass auch die Mannschaft von Michael Lerscht trotz denkbar schlechter Voraussetzungen Zählbares mitnehmen könnte.

ASV Hamm trat mit gerade einmal neun Feldspielern an

Im zweiten Spiel nach der dreieinhalbwöchigen Corona-Zwangspause fehlten dem ASV erwartungsgemäß wie am Mittwoch gegen Dormagen zahlreichen Stammkräfte. So traten am Ende nur neun Feldspieler die rund 85 Kilometer kurze Anreise zur Merkur Arena an. Aus der zweiten Mannschaft waren wieder Fabio Runkel und Matthias Zimny dabei, im Tor wie am Mittwoch Mathis Stecken neben Jan Wesemann.

Florian Schösse hofft am Mittwoch gegen den HSV Hamburg auf seinen nächsten Einsatz im Trikot des ASV Hamm Westfalen. © Lars Gummich © Lars Gummich

„Ich ziehe den Hut vor meinem Jungs. Trotz der Niederlage. Das ist selten, nach einem verlorenen Spiel stolz auf sein Team sein zu dürfen“, betonte ASV-Coach Michael Lerscht. „Trotz der personell sehr angespannten Situation haben wir viel Spaß am Spiel gezeigt – über die gesamten 60 Minuten. Es gibt also überhaupt keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Diszipliniertes Auftreten, alles gegeben: Ich bin – berechtigterweise – bei bester Laune.“

Weiter geht es für die Westfalen nun am Samstag um 19:15 Uhr, dann ist der TV Hüttenberg im Nachholspiel in Hamm zu Gast. Personell könnte die Lage dann beim ASV wieder deutliche entspannter aussehen. Die aus Vorsichtsgründen von der medizinischen Abteilung noch nicht freigegeben Akteure könnten im Laufe der Woche nach und nach zurückkehren. Bisher seien alle Test in Bezug auf Lunge und Herz-Kreislauf-System erfolgreich gewesen: „Alle Werte waren in Ordnung“, bestätigte Geschäftsführer Thomas Lammers.

TuS Nettelstedt-Lübbecke – ASV Hamm-Westfalen 22:20 (11:9)

ASV Hamm-Westfalen: Wesemann (10 Paraden), Stecken (3) – Genz (2), Huesmann (4/2), Brosch (4), Runkel, Zimny, Rubiño Fernandez (1), Schwabe (1), Krings (5), Schöße (3).

Zeitstrafen: TuS 4 min, ASV 6 min