Kamens Nachwuchs-Sportler dürfen seit Montag wieder auf die städtischen Sportanlagen, müssen sich aber weiterhin an Regeln halten. © dpa
Fußball

Kamens Sportler dürfen wieder auf die Plätze, aber „ein Training sieht anders aus“

Seit Montag dürfen die Kamener Sportler wieder auf die Plätze. Fast alle Fußballvereine nutzen das. Aber auch die anderen Sportarten reagieren darauf.

Seit Montag ist es wieder erlaubt: Die Kamener Sportvereine dürfen wieder auf städtischen Sportanlagen, die zwischenzeitlich komplett dicht waren. Bürgermeisterin Elke Kappen und die Klubs haben sich nun aber darauf geeinigt, die jungen Sportler bis 14 Jahren wieder auf die Plätze zu lassen. Aber: Ein Training sieht anders aus.

Denn: Die Vereine müssen sich nach der Bundes-Notbremse nach wie vor an die Corona-Vorgaben halten. Übungseinheiten sind auf den Sportplätzen kontaktlos in Fünfer-Gruppen mit einem Übungsleiter möglich. Besucher oder Eltern sind auf der Anlage aber nicht zulässig.

Alle Fußballvereine bieten wieder ein Kindertraining an

Der VfL Kamen, der SuS Kaiserau und der Kamener SC bieten schon wieder erste Übungseinheiten an, der BSV Heeren will noch in dieser Woche mit ersten Einheiten für Kinder bis 14 Jahre folgen. Vorsitzender Ulrich Eckei: „Wir haben erst noch eine Orga-Sitzung, dann aber soll es wieder losgehen.“

Kamens Stadtsprecher Peter Büttner freut sich über die enge und problemlose Zusammenarbeit der Kamener Vereine.

„Von einem echten Training kann allerdings keine Rede sein, das ist eher eine Beschäftigungsmaßnahme für die Kinder“, sagt Oliver Bartosch vom Kamener SC, der gleichzeitig die Fachschaft Fußball verritt. Und er ergänzt ausdrücklich: „Für den Nachwuchs ist das wichtig und deshalb bieten wir es auch an – auch wenn es eine logistische Herausforderung ist.“

Absprache innerhalb der Abteilungen des VfL Kamen

Der Fußball-Nachwuchs bewegt sich also wieder, aber wie sieht es mit den anderen Sportarten aus? „Bislang gibt es keine Anfragen an die Sportverwaltung der Stadt Kamen direkt“, heißt es aus der Pressestelle. Und weiter: „Auf dem Gelände des Jahnstadions, das durch den VfL Kamen genutzt wird, waren bereits vor der Sperrung auch die Badminton- und Turnabteilung des Vereins aktiv sowie die Fußballer und Leichtathleten.“ Das werde so auch wieder fortgesetzt, der VfL habe ein entsprechendes Konzept.

Auch die Handballer des TVG Kaiserau und die Frisbee-Truppe des TV Südkamen trainierten vor der Sperrung in Absprache mit dem SuS Kaiserau auf dem Sportplatz Heimstraße. Beide hätten aber bislang noch keinen Antrag auf Nutzung gestellt. Anders sei es bei den Leichtathleten der TG Heeren-Werve, die sich den Sportplatz mit dem BSV teilen und bereits neue Zeiten zur Verfügung gestellt bekommen haben.

Bislang keine Lockerungen für geimpfte Sportler in Sicht

Stadtsprecher Peter Büttner: „Es freut mich, dass das alles so problemlos unter den Verein geregelt wird. Nur so kann das in diesen schweren Zeiten auch klappen.“ Ob es für geimpfte Sportler bald schon Lockerungen gibt, konnte er nicht bestätigen: „Laut Infektionsschutzgesetz und Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen ist das nicht vorgesehen.“

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Redaktion Lokalsport
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Thorsten Teimann
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