Patrick Linnemann spricht im Interview über seine Zeit in Kaiserau. © SuS
Fußball

Patrick Linnemann: „Das waren die coolsten vier Jahre, die man als Trainer haben kann“

Der Coach der Kaiserauer Reserve wechselt im Sommer den Verein. Als das Angebot kam, spürte Patrick Linnemann einen Mix aus Verunsicherung und Freude. Der Zeitpunkt ist für ihn aber der Richtige.

Am Donnerstag hat Patrick Linnemann, derzeit noch Trainer der A-Liga-Mannschaft des SuS Kaiserau, den Vereinsverantwortlichen mitgeteilt, dass er den Verein im Sommer verlassen wird. Der Kamener Klub machte die Entscheidung am Freitagabend öffentlich. Im Interview spricht der scheidende Trainer über die vergangenen vier Jahre beim SuS, seine Zukunft und über die Tatsache, dass er in der Landesliga noch ungeschlagen ist.

Herr Linnemann, Sie hören im Sommer beim SuS auf. Dabei haben Sie vor zwei Monaten noch für die kommende Saison verlängert. Wie kam es jetzt zu dem Entschluss?

Ich habe während meiner gesamten Zeit beim SuS immer offen mit Ecki (Eckart Stender, Vorsitzender des SuS, Anm. d. Red.) über meine Wünsche und Pläne gesprochen. Es war immer klar, dass für mich eines Tages eine überkreisliche erste Mannschaft interessant sein wird. Wir haben vereinbart, dass wir sofort sprechen werden, sollte es ein entsprechendes Angebot für mich geben – egal in welcher Situation wir stecken.

Und dieses Angebot kam jetzt…

Genau. Ecki und ich waren dann beide der Meinung, dass ich die Gespräche mit dem Verein führen sollte. Das habe ich dann getan und die Sache ist auch schon fix. Wohin es für mich geht, kann ich allerdings noch nicht sagen, da der neue Verein erst seine Mannschaft informieren möchte. Auch die Ligazugehörigkeit möchte ich noch nicht verraten. Nur so viel kann ich sagen: Von der DNA ist es ein genauso familiärer Verein wie der SuS Kaiserau. Das war mir immer wichtig.

Landesliga-Erfahrung haben Sie ja schon. Da sind Sie ja noch ungeschlagen…

(lacht) Das stimmt. Nach dem Aufstieg der ersten Mannschaft von Kaiserau habe ich vor dem Saisonstart zwei Wochen die Mannschaft betreut und im ersten Spiel gegen Hombruch am Seitenrand Marc Woller vertreten, der zu dem Zeitpunkt noch im Urlaub war. Da war eine Mega-Stimmung – nicht nur weil wir gewonnen haben, sondern auch, weil es das erste Landesliga-Spiel war.

Patrick Linnemann verlässt den SuS Kaiserau und schließt sich zur neuen Saison dem SuS Olfen an.
Patrick Linnemann verlässt den SuS Kaiserau und schließt sich zur neuen Saison dem SuS Olfen an. © SuS Kaiserau © SuS Kaiserau

Wie war es für Sie, als das Angebot von Ihrem künftigen Klub kam?

Ich habe mich wahnsinnig gefreut, klar. Es ist ja eine Wertschätzung, wenn ein überkreislich spielender Verein Interesse zeigt. Aber ich war auch ein wenig verunsichert. Trotzdem glaube ich, jetzt zu wechseln, ist genau der richtige Zeitpunkt. Wir haben ein Jahr lang nicht richtig Fußball gespielt, deshalb bin ich jetzt vielleicht auch nicht ganz so emotional. Wenn die Saison normal verlaufen wäre, weiß ich nicht, wie es dann für mich gewesen wäre.

Wie fällt ihr Fazit für Ihre Zeit in Kaiserau aus?

Es waren überragende vier Jahre. Die coolsten, die man als Trainer haben kann. Ich habe das 100-jährige Vereinsbestehen erlebt – auch wenn wir es nicht wirklich feiern konnten. Ich bin mit der zweiten Mannschaft aufgestiegen. Als Trainer kann man kaum eine bessere Mannschaft haben.

Was trauen Sie der Zweiten in Zukunft zu?

Die Truppe hat ein Riesen-Potenzial. In der neuen Saison werden sie so gar nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Im Gegenteil: Die Jungs werden die Liga ganz schön aufmischen.

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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Marcel Schürmann

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