Beim VfL Kamen herrscht Gesprächsbedarf, da ist sich die Sportliche Leitung mit Olaf Haeseler (rechts) und den beiden Trainern Emre Aktas und Sebastian Laub sicher. © Dirk Berkemeyer
Fußball

VfL-Trainer Emre Aktas stinksauer: „Das war ein hochnäsiger Auftritt“

Der A-Kreisligist VfL Kamen hat sein Match verloren und Trainer Emre Aktas ist stinksauer.

Testspiele: VfL Kamen – TuS Hannibal 0:5 (0:1). Der VfL Kamen hat sein Testspiel gegen den Bezirksligisten TuS Hannibal verloren. Mit 0:5 unterlag der ansonsten stets souverän auftretende A-Kreisligist. Am Sonntag herrschte aber verkehrte Welt im Jahnstadion. „Ich hätte hier auch gerne 15 Treffer kassieren können, vielmehr ärgert mich die Art und Weise, wie meine Mannschaft heute verloren hat.“

„Die sollten sich und ihre Leistung jetzt einmal selbst hinterfragen.“

Emre Aktas, VfL Kamen

Emre Aktas, erfolgreicher und analytischer Trainer des VfL Kamen, war auch eine Stunde nach Abpfiff noch stinksauer. „Meine Mannschaft war nicht wiederzuerkennen. Das war halbherzig, was die Jungs geboten haben. Das war ein hochnäsiger Auftritt“, fand er harte Worte für die Vorstellung.

Sein Team zeigte kaum Laufbereitschaft gegen den Bezirksligisten, der laut Aktas eine „überschaubare Leistung“ bot. „Das ist inakzeptabel“, sagte der Trainer, der sich vor allem über die Spieler ärgerte, die ihre Chance bekommen haben, sich zu zeigen, diese aber nicht nutzten. Aktas: „Die sollten sich und ihre Leistung jetzt einmal selbst hinterfragen.“

Viel hatte der VfL am Sonntag nun wirklich nicht zu bieten. Björn Scharfe hatte bis zur 25. Minute die einzigen beiden Tormöglichkeiten, musste dann allerdings verletzt vom Feld. Anschließend schaltete und waltete nur noch der TuS Hannibal, der am Ende recht deutlich den Sieg mit nach Dortmund nahm. In Kamen indes wird es in dieser Woche einige Gespräche geben, wenngleich es bis zum Saisonstart noch einige Wochen sind.

VfL Kamen: Kiranyaz – Born, Rudolf, M. Maier, Kisa, Scharfe, Gül, Losaj, Ellerkmann, Dikmen, Nagler (Hellebrandt, Öztürk, Bahcekapili, Hennig, Straszok, Büyükdere, Losaj, Helaci, Naijh)

Tore: 0:1 (23.) Najdi, 0:2 (56.) Najdi, 0:3 (83.) Ljatifi, 0:4 (85.) Ucar, 0:5 (87.) Ljatifi

TSC Kamen II – TSC Hamm II 2:2 (1:2). „Es war heute sehr schwierig, bei den sommerlichen Temperaturen den richtigen Spielfluss zu finden. Außerdem mussten wir viele Stammspieler urlaubsbedingt ersetzen. Demzufolge sind wir mit dem Remis gegen den B-Kreisligisten durchaus zufrieden“, befand TSC-Übungsleiter Altan Bayar. Nach dem 1:2-Pausenrückstand übernahmen die Hausherren eindeutig das Kommando. Es dauerte aber bis zur 87. Minute, ehe das Team für diese Bemühungen mit dem Ausgleich belohnt wurde.

TSC Kamen II: Sakaoglu, Bostanci (80. Colakbas), Nadir Kocapinar, Bayar, Karatas(46. Akcaköse), Yavuz, Genc, Taslik, Celik (70. Erdogan), Aydeniz, Gökce

Tore: 0:1 (12.), 1:1 (20.) Taslik, 1:2 (40.), 2:2 (87.) Akcaköse

BSV Heeren – TuS Niederaden 1:1 (1:0). Einen recht guten Eindruck hinterließ der B-Kreisligist beim Gastspiel in Heeren. Die Hausherren erzielten zwar durch Herbort das 1:0, doch im weiteren Verlauf fehlte nach vorne die Durchschlagskraft. Glück für den BSV, als Torhüter Solty kurz vor dem Seitenwechsel seine Farben mit zwei Glanzparaden vor dem möglichen Ausgleich bewahrte. Die Szene der Begegnung sahen die Zuschauer dann in der 65. Minute, als Heerens Abwehrakteur Nils Hilbk-Kortenbruck die Lederkugel mit einem sehenswerten Flugkopfball von der Torlinie kratzte. Zehn Minuten vor dem Abpfiff schaffte der TuS durch Schmidt das verdiente 1:1. ue

BSV Heeren: Solty, Felix Ernst, Titt, Hilbk-Kortenbruck, Kissing, Rautenberg, Böhmfeldt, Schäfer, Feldmann, Heberlein, Herbort, Volkmer, Brech, Kaul, Eike, Becker

TuS Niederaden: Goldhahn, Kösling, Hilgert, Gastmeister, Schmidt, Florian Hans, Goetz, Dominik Hans, Schulze Beckinghausen, Müller, Williamson, Diesner, Gruhle, Orfanidis, Althoff, Linz, Adam

Tore: 1:0 (30.) Herbort, 1:1 (80.) Schmidt

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67er Jahrgang aus dem Herzen Westfalens. Lokaljournalist durch und durch, seit über 25 Jahren mit dem geschärften Blick auf das Sportgeschehen zwischen Lippe und Ruhr.
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