Ricardo Nagler musste am Sonntag gestützt von seinen Teamkollegen frühzeitig das Spielfeld verlassen. © Thorsten Teimann
Fußball

VfL-Verteidiger nach Verletzung: „Ab jetzt wird nur noch Multinocke getragen“

Gerade einmal zehn Minuten hat der Verteidiger des VfL Kamen gegen den Königsborner SV gespielt, da musste er schon wieder verletzt vom Feld. Das Material war nicht optimal.

Dem Testspiel am vergangenen Wochenende gegen den Königsborner SV hat auch Kamens Ricardo Nagler entgegengefiebert. Dass es am Ende so bitter mit 1:9 endete, hätte sich der Verteidiger auch nicht erträumt. Ebenfalls schlimm: Der 23-Jährige musste bereits nach 10 Minuten vom Feld – verletzungsbedingt.

Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 1:0 für die Gäste aus Königsborn durch den ersten Treffer von Val-Leander Wettklo, der einen aus Kamener Sicht unglücklichen Umstand nutzte. Kurz zuvor hatte sich Nagler nämlich bei einer Aktion verletzt und war umgeknickt. Der Defensivmann konnte nicht weiterspielen, für ihn kam Carlo Berlandieri.

Ricardo Nagler blieb mit dem Schuh im Kunstrasen hängen

„Das war eine echt unglücklich Situation“, ärgerte sich der Kamener über seine Verletzung in der Halbzeitpause und begründete: „Du kannst mit Nocken nicht auf diesem Kunstrasen spielen. Das sind die falschen Schuhe.“ Und mit denen war er im trockenen Geläuf stecken geblieben und gleich umgeknickt. „Den Schuh habe ich erst gar nicht ausgezogen, damit der Fuß nicht anschwillt.“

Mit dem rechten Fuß knickte Ricardo Nagler im Match gegen den Königsborner SV um und verfolgte das Spiel von der Auswechselbank aus.
Mit dem rechten Fuß knickte Ricardo Nagler im Match gegen den Königsborner SV um und verfolgte das Spiel von der Auswechselbank aus. © Thorsten Teimann © Thorsten Teimann

Die Sorge war groß, dass sich der VfL-Neuzugang einen Bänderriss zugezogen hat. „Ich hatte am rechten Fuß auch schon das Syndesmoseband gerissen, da war der Schock im ersten Augenblick groß“, erklärt der Fußballer, der schon für die U19-Junioren des FSV Zwickau in der Regionalliga gespielt hat.

Entwarnung: Kein Bänderriss – „nur“ eine Bänderdehnung

Am Dienstag gab es dann die Entwarnung: Kein Bänderriss, nur eine Bänderdehnung. Nagler erleichtert: „Das ist halb so wild.“ Er fällt nicht lange aus, wird behutsam wieder das Training aufnehmen. „Ich setze die Woche aus und gehe in den Kraftraum, um mich dort ein wenig fit zu halten“, erklärt er. „Zudem bin ich ja bei unserem Physio in Behandlung, sodass ich passend zum Pokalspiel wieder dabei sein kann.“

Eines ist für den 23-Jährigen indes klar: „Ich werde nunmehr auf dem Kamener Kunstrasen nur noch mit Multinocken spielen und kein Risiko eingehen.“

Nicht nur die Blessur, sondern vielmehr die 1:9-Pleite habe gesessen. „Das darf einer Mannschaft nicht passieren, auch wenn wir ein Spieler weniger sind“, weiß er. „Königsborn war keine Über-Mannschaft, das werden wir aufarbeiten.“

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Redaktion Lokalsport
67er Jahrgang aus dem Herzen Westfalens. Lokaljournalist durch und durch, seit über 25 Jahren mit dem geschärften Blick auf das Sportgeschehen zwischen Lippe und Ruhr.
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Thorsten Teimann

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