Der Starkregen hat den Boden einer Sporthalle beschädigt. Jetzt muss ein kompletter Handballverein umziehen. © dpa
Trocknungs-Aktion

Wasserschaden nach Starkregen: Handballverein muss umziehen

Der Saisonstart der Handballer ist nicht mehr fern, da muss sich ein Klub nach einem Wasserschaden in der Sporthalle nach neuen Trainingsmöglichkeiten umsehen.

Die überkreislichen Handballerinnen und Handballer stehen in den Startlöchern. Schon in zwei Wochen ertönt der Anpfiff für die neue Meisterschafts-Saison. Ein Wasserschaden in der Sporthalle kommt da so kurz vor dem Start mehr als ungelegen.

Was der Starkregen am 15. Juli in Teilen Nordrhein-Westfalens und in Rheinland-Pfalz angerichtet hat, ist niemandem verborgen geblieben. Auch in der Sesekestadt Kamen standen die Keller unter Wasser. Wie jetzt bekannt wurde drang dabei auch Wasser in die Friedrich-Ebert-Sporthalle – Heimstätte des TuS Westfalia Kamen – ein.

Wasser drang durch zwei Notausgangstüren in die Halle

„Durch zwei Notausgangstüren ist das Wasser in die Halle eingedrungen und hat sich den Weg in die Unterkonstruktion des Bodens gesucht“, erklärt Kamens Stadtsprecher Peter Büttner. Jetzt gehe es darum, zunächst das Ausmaß des Schadens zu ermitteln, um dann die Regulierung in Angriff zu nehmen. Eigens deshalb ist ein Sachverständiger eingeschaltet. Über die Höhe des Schadens kann verständlicherweise zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts gesagt werden.

Die Friedrich-Ebert-Sporthalle ist die nächsten drei Wochen wegen eines Wasserschadens geschlossen.
Die Friedrich-Ebert-Sporthalle in Kamen ist die nächsten drei Wochen wegen eines Wasserschadens geschlossen. © Thorsten Teimann © Thorsten Teimann

Eine Firma wird in dieser Woche Löcher in den Hallenboden bohren und schließt jeweils Luftsauger an. Die messen zum einen den Grad der Feuchtigkeit und trocknen auf der anderen Seite den Boden und die Konstruktion aus. Der gesamte Vorgang dauert vorerst drei Wochen. Büttner: „Erst dann ist abzusehen, ob die Maßnahme Wirkung zeigt und ausreicht oder ob der Boden ersetzt werden muss.“

Westfalia Kamen erhält Trainingszeiten in anderen Sporthallen

Und was ist mit Westfalia Kamen? Der komplette Verein muss in den nächsten drei Wochen umziehen und auf andere Hallen im Stadtgebiet ausweichen. Eigens deshalb hat es am Donnerstag eine Sitzung gegeben, in der die neuen Trainingsstätten bekanntgegeben wurden. „Das ist noch kein großes Problem“, sagt Peter Büttner von der Stadt. „Freie Kapazitäten kann die Westfalia gerne nutzen.“

Während die Handballer auf Kreisebene – hier spielen die Herren der Westfalia – nach Beschluss des Handballkreises erst im Oktober den Spielbetrieb aufnehmen, sind allerdings die Landesliga-Handballerinnen einen Monat eher gefordert. Für sie startet bereits Anfang September auswärts bei der HSG Paderborn-Elsen die Saison. Der restliche Spielplan wird nun den Hallen-Gegebenheiten in Kamen angepasst.

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Redaktion Lokalsport
67er Jahrgang aus dem Herzen Westfalens. Lokaljournalist durch und durch, seit über 25 Jahren mit dem geschärften Blick auf das Sportgeschehen zwischen Lippe und Ruhr.
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Thorsten Teimann

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