44 Jahre Handball waren genug für Ingo Nagel

mlzWas macht eigentlich...?

Im Sommer 2017 hat Ingo Nagel seine Trainerkarriere beendet. 44 Jahre lang war er aktiv im Handballsport. Unsere Serie „Was macht eigentlich“ widmet sich dem Ex-Trainer des VfL Brambauer.

von Niklas Dvorak, Timo Janisch

Lünen, Werne, Selm

, 06.02.2019, 11:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

44 Jahre sind eine lange Zeit. Ingo Nagel stand so lange auf dem Hallenparkett, als Spieler oder als Trainer. Der 55-jährige Borker hat eine lange Trainerkarriere hinter sich, sammelte dabei viele Erfolge. Als Trainer vom VfL Brambauer stieg er 2012/13 in die Bezirksliga auf und verpasste in der darauffolgenden Saison in der Relegation den Aufstieg in die Landesliga nur äußert knapp. Auch in der Spielzeit darauf verpassten Nagel und der VfL den nächsten Aufstieg nur knapp.

2015 zog es Nagel dann zum TV Werne, mit dem er ebenfalls einen Aufstieg feiern durfte und anschließend die Klasse in der Bezirksliga hielt. Nach zwei Jahren in Werne hörte Nagel jedoch auf. Seitdem ist er ohne Verein, hat sich aus dem Trainergeschäft zurückgezogen.

„Nach 44 Jahren habe ich endgültig einen Schlussstrich gemacht. Es war einfach genug und ich habe mit meiner aktiven Laufbahn abgeschlossen, aber ich bin mit dem Sport weiterhin verbunden“, sagte Nagel, der sich am Wochenende einige Handballspiele anschaut. „Wenn es zeitlich passt, dann fahre ich am Wochenende zu ein paar Spielen im Umkreis. Es ist schön, dass ich selber entscheiden kann, wann und wo ich hinfahren kann und nicht mehr an Tagen gebunden bin“, so Nagel. Auch in der Halle des VfL Brambauer sieht man Nagel noch regelmäßig bei den Spielen seiner ehemaligen Schützlinge.

Das ist auch der Grund, weswegen er es nicht vermisst, als Trainer an der Linie zu stehen: „Ich fühle mich wohl und es ist schön, als Zuschauer sich einige Spiele ansehen zu können. Ich habe keine fixen Termine und muss nicht mehr unter der Woche zweimal für das Training in die Halle. An den Tagen liege ich jetzt auf der Couch und mache es mir gemütlich. Meine zwei Hunde muss ich auch noch beschäftigen. Meine Frau ist auch ganz froh, dass ich jetzt mehr Zeit für sie habe“, sagt der 55-Jährige.

Unter der Woche lässt es Nagel ruhig angehen: „Ich lebe mein Leben. Das ist das schöne. Man hat das Glück, sich die freie Zeit richtig gut einzuplanen“, so Nagel, der sich momentan mit keiner neuen Herausforderung beschäftigt, abschließend.

Lesen Sie jetzt