Ärger um den Wechsel von Kadir Koc: „Jetzt verstehe ich, wieso jeder den LSV hasst“

mlzFußball

Die Spielberechtigung für Gahmens Neuzugang Kadir Koc scheitert noch an der Ablöseforderung des Lüner SV. Der Spieler selbst findet jetzt ganz harte Worte für seinen Ex-Verein.

Gahmen, Lünen

, 08.08.2019, 11:02 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ex-Trainer Kadir Kaya wünschte artig viel Glück, Semistan Tikici beschreibt seinen neuen Schützling als „eine Verstärkung“. Doch nicht überall ruft der Wechsel von Fußballer Kadir Koc vom Lüner SV zur SG Gahmen solch entspannten Reaktionen hervor. Vor allem beim Spieler selbst herrscht großer Unmut - und zwar über das Verhalten des abgebenden Vereins Lüner SV.

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Drei Mal sei er mit der LSV-Reserve aufgestiegen, hinzu kommt ein Triumph bei den Lüner Hallenstadtmeisterschaften. Wohlgefühlt habe sich Koc zuletzt aber trotzdem nicht mehr bei den Rot-Weißen. „Ich habe mich nicht so wertgeschätzt gefühlt. Deshalb brauche ich jetzt einen Tapetenwechsel“, sagt Koc.

Ein Tapetenwechsel, der sich hinzieht. Denn noch ist Kadir Koc für die SG Gahmen nicht spielberechtigt, der Lüner SV verlangt eine Ablöse, obwohl Koc behauptet, sich fristgerecht zum 30. Juni abgemeldet zu haben.

Deshalb hat Koc ordentlich Wut im Bauch. Der Verein würde ihm Steine in den Weg legen, sagt der Abwehrhühne. Steine, die ihm entgegen einer Abmachung den Vereinswechsel erschweren würden. „Als ich vom TuS Eving-Lindenhorst ablösefrei zum LSV kam, hatten wir uns geeinigt, dass ich auch ablösefrei gehe, und jetzt stellen die sich quer“, sagt Koc.

Anrufe zur Klärung der Ablösemodalitäten würden nicht entgegengenommen, Nachrichten nicht beantwortet, so der wechselwillige Verteidiger. Und Koc findet noch deutlichere Worte für seinen Ex-Verein: „Ich denke, ich habe genug für den Klub getan und das ist der Dank. Jetzt verstehe ich, wieso jeder den LSV hasst. Deswegen verlässt jeder den LSV.“

Beim Lüner SV hat man wenig Verständnis dafür, dass Koc von der geforderten Ablösesumme überrascht ist. Solche Summen seien schließlich vom DFB festgesetzt, so Peter Marx, 2. Vorsitzender des LSV. „Das liegt ja nicht an uns“, sagt Marx.

Diese Summe - Marx und Koc sprechen von einem niedrigen vierstelligen Betrag - sei nun der SG Gahmen übermittelt worden, jetzt lege es an der SGG, den geforderten Betrag zu akzeptieren. „Wenn sie nicht zahlen, muss der Spieler bis zum 1. November pausieren“, so Marx. Ob er abseits der Ablösestreitigkeiten verwundert sei vom Weggang Kocs? „Uns überrascht von Gahmen nichts mehr.“

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