Allrounder mit langer Brambaueraner Vergangenheit verlässt Klub erneut

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Fußball-Bezirksligist BV Brambauer muss für die nächste Saison ohne einen flexibel einsetzbaren Routinier planen. Der ehemalige Westfalenliga-Akteur wechselt zu einem Top-Team der Liga.

Brambauer

, 21.04.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Er ist mit dem BV Brambauer Lüner Hallenstadtmeister und Kreispokalsieger geworden, auch den Klassenerhalt in der Westfalenliga schaffte er mit dem Klub. Er hatte den BVB verlassen, war nach Jahren zurückgekehrt zu seinen alten Kollegen, doch nun verlässt er den Verein erneut.

Marvin Mainoo-Boakye wechselt zur neuen Saison vom Lüner Bezirksligisten zum Dortmunder Ligakonkurrenten DJK TuS Körne. Der Transfer des 32-Jährigen erfolgt aus privaten Gründen. „Ich bin umgezogen“, erklärt Mainoo-Boakye, der in seinem Job als Techniktrainer für alle Jugendmannschaften Borussia Dortmunds zuständig ist. Nun wohnt er nur noch rund „vier Minuten mit dem Fahrrad“ vom Platz der Körner entfernt.

Marvin Mainoo-Boakye (r.), hier bei den Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaften für den BV Brambauer im Einsatz, wechselt zum DJK TuS Körne.

Marvin Mainoo-Boakye (r.), hier bei den Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaften für den BV Brambauer im Einsatz, wechselt zum DJK TuS Körne. © Stephan Schuetze

„Ich wollte mir die Fahrten nach Brambauer sparen, da geht viel Zeit verloren. Ich fahre pro Strecke knapp 15 Kilometer hin und nochmal zurück“, erklärt er. Nach seiner Arbeit in Dortmund müsse er oft zum Training hetzen. „Ich wollte das ein bisschen entspannter angehen lassen und Fahrstrecken reduzieren.“

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Nachdem er wegen Studium und Arbeit die Fußballschuhe nach seinem Wechsel aus Brambauer zum SV Brackel bereits an den Nagel gehangen hatte, wollte Mainoo-Boakye noch einmal an alter Wirkungsstätte kicken. „Ich kannte ja die Jungs in Brambauer und wollte mit meinen alten Kumpels zusammenzocken, aber jetzt merke ich, dass ich mir auf Dauer die Fahrerei zeitlich nicht leisten kann“, erklärt er. Deshalb schließt er sich nun Körne an. „Das ist der ausschlaggebende Punkt. Für mich war es wichtig, Zeit zu sparen und für einen ambitionierten Verein zu spielen.“

Nicht nur Körne hat Interesse an Marvin Mainoo-Boakye

Neben dem aktuellen Tabellenzweiten aus Körne hatten noch weitere Klubs Interesse an Marvin Mainoo-Boakye, unter anderen der TuS Eichlinghofen. Aber: „Körne hat mich überzeugt, durch die Arbeit von (Trainer, Anm. d. Red.) Dominik Grobe und die räumliche Nähe. Die ersten Gespräche, die ich mit denen geführt habe, klangen für mich sehr ehrlich und authentisch. Ich habe mir auch ein bisschen was vom Training angeguckt und hatte ein gutes Gefühl dabei.“

Auf dem Platz fühlt sich Mainoo-Boakye mittlerweile auf vielen Positionen wohl. „Ich war früher Außenverteidiger, auch mal auf der offensiven Außenbahn, inzwischen bin ich auf der Sechs gelandet“, berichtet er. „In Brambauer habe ich da gespielt, wo Not am Mann war.“ In einem Testspiel sogar mal in der Innenverteidigung. Seine eigenen Erfahrungen als Trainer kommen dem 32-Jährigen bei seiner Flexibilität zugute.

Lüner Hallenstadtmeister mit Dirk Bördeling als Trainer

Seine schönsten Momente mit dem BV Brambauer? „Wir sind damals mit Dirk Bördeling Lüner Hallenstadtmeister geworden, waren Kreispokalsieger und haben in der Westfalenliga den Klassenerhalt geschafft“, zählt Mainoo-Boakye auf. Doch es waren nicht nur die sportlichen Erfolge, die die Zeit zu einer besonderen werden ließen. „Es hat einfach richtig Spaß gemacht mit den Jungs, das war alles sehr kollegial. Brambauer lebt von der Gemeinschaft und dem Zusammenhalt. Sowas ähnliches habe ich auch in Körne gemerkt“, sagt er.

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Auch ohne die Zwangspause der Fußballsaison wegen der Corona-Pandemie könnte Marvin Mainoo-Boakye derzeit nicht vor den Ball treten. Er absolviert ein Reha-Programm, nachdem er sich vor neun Wochen das Syndesmoseband gerissen hatte. „Jetzt darf ich den Fuß wieder belasten und bin auf einem guten Weg“, sagt er. Und auch, wenn er sich darauf freut, nach seiner Verletzung wieder Fußball spielen zu können: „Wir müssen erstmal gucken, wie die Lage ist, und, dass alle gesund bleiben.“

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