Alstedde vor Aufstieg? Das bedeuten die Entwicklungen der FLVW-Konferenz

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Für die Aufstiegsregelung der Kreisligen sind bei der Videokonferenz des Fußball- und Leichtathletik-Verbands Westfalen mit den Bezirksliga-Vereinen neue Überlegungen bekannt geworden.

Alstedde

, 29.04.2020, 15:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei der Video-Konferenz des Fußball- und Leichtathletik-Verbands Westfalen (FLVW) mit den Bezirksliga-Klubs sind neue Entwicklungen bekanntgeworden - die auch BW Alstedde, Tabellenführer der Kreisliga A2 Dortmund, betreffen. Es geht um die Regelung des Aufstiegs.

So soll die Zahl der Aufsteiger aus den Kreisligen bei einem Saisonabbruch aufgerundet werden. Statt 2,5 Aufstiegsplätzen stünden dem Fußballkreis Dortmund damit drei Plätze zur Verfügung - jeweils einer für den Tabellenführer der Kreisliga A1 und A2, plus ein weiterer. Wie der vergeben werden soll, ist noch unklar. Auf Nachfrage bestätigte dies auch Jürgen Grondziewski, der Vorsitzende des Fußballkreises Dortmund.

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BWA, das mit acht Punkten Vorsprung auf die SG Gahmen die Tabelle der Kreisliga A2 Dortmund anführt, hätte den Aufstieg somit in sicheren Tüchern. Echte Freude kommt bei Alsteddes Sportlichem Leiter Benedikt Kuhne ob der stetig neuen Entwicklungen allerdings noch nicht auf. „Man hofft darauf, aber freuen können wir uns glaube ich erst, wenn es offiziell ist“, sagt Kuhne. „Wir wollen jetzt noch keine Korken knallen lassen und am Ende in die Röhre gucken.“

FLVW wartet Rechtsgutachten ab

Denn: Auch wenn alle Entwicklungen der letzten Tage daraufhin deuten, dass BWA für die Bezirksliga planen kann, steht der Aufstieg für das Team von Trainer Tim Hermes noch nicht fest. Der FLVW wartet auf die Fertigstellung eines in Auftrag gegebenen Rechtsgutachtens und kann endgültige Beschlüsse wohl erst bei einem geplanten Verbandstag treffen, der für Mitte bis Ende Juni anvisiert wird.

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Dennoch: Die diskutierten Szenarien geben den Alsteddern allen Grund zur Hoffnung. Von den diskutierten Optionen zur Abwicklung der Saison würde nur eine Annullierung der Spielzeit wohl nicht in einem Aufstieg für den Klub enden.

Vereine und Verband haben gegen Annullierung gestimmt

Nach der Befragung der Vereine ist das aber ohnehin nicht die bevorzugte Lösung des Verbands. „Eine deutliche Mehrheit der Vereine stimmte gegen eine Annullierung. Daher spielt diese Option erstmal keine Rolle mehr in unseren Überlegungen“, hatte Alfred Link, Staffelleiter der Westfalenliga Staffel 2 dieser Zeitung gesagt. Auch für eine Fortführung der Saison stimmten nur 11,6% der Vereine und damit die Minderheit.

Die anderen Antwortmöglichkeiten bei der Vereinsbefragung durch den Verband (Wertung der Saison nach Tabellenstand der Hinrunde, Wertung der Saison nach aktuellem Stand) hätten eins gemeinsam: BW Alstedde steigt auf.

„Wenn wir jetzt nach den Szenarien gehen, die jetzt so in der Presse stehen, würden wir ja in jedem Fall hochgehen“, sagt Kuhne. „Daran sieht man, dass es auch am Ende verdient wäre. Wir spielen eine überragende Serie und hatten zwischendurch zwölf oder 14 Punkte Vorsprung. Dass wir ein paar Spiele verloren haben, so ein Einbruch kommt irgendwann mal. Aber ich glaube, keine andere Mannschaft der Liga hat den Aufstieg mehr verdient als Alstedde.“

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Doch bis ein offizieller Entschluss feststeht, üben sich die Alstedder in Geduld. „Wir wissen, dass das alles nicht einfach ist und man von jetzt auf gleich keine Entscheidung treffen kann“, sagt Kuhne. „Wir lassen das auf uns zukommen. Wenn es irgendwie hochgeht, glaube ich, dass wir auf jeden Fall dabei sind. Uns würde nur eine Annulierung weh tun.“

Zusätzliche Bezirksligen in der nächsten Saison?

Sollte BWA in der nächsten Saison in der Bezirksliga antreten, könnte es dort möglicherweise weniger Spiele geben, denn in der Videokonferenz der Bezirksligisten wurde auch bekannt: „Es gibt Überlegungen, eine neue Landesliga und zwei neue Bezirksligen zu errichten, das hat Reinhold Spohn [Vorsitzender des Verbandsfußballausschuss] angedeutet. Da man noch nicht weiß, wann die Saison beginnt, könnte der Spielplan bei der aktuellen Anzahl an Teams pro Liga zu voll werden“, so Jürgen Grondziewski.

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