Andre Schwedler ärgert sich über Gegner Kinderhaus

Handball in Lünen, Brambauer und Oberaden

Die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer stehen vor einer großen Herausforderung und sind von ihrem Gegner enttäuscht. Auch der SuS Oberaden und der Lüner SV sind im Einsatz.

Lünen, Brambauer

, 14.02.2019, 14:07 Uhr / Lesedauer: 5 min
Andre Schwedler ärgert sich über Gegner Kinderhaus

Brambauers Trainer Andre Schwedler blickt einer enorm schwierigen Aufgabe entgegen. © Foto: Goldstein

Frauen-Verbandsliga 2

VfL Brambauer – SC Westfalia Kinderhaus

Der SC Westfalia Kinderhaus ist am Samstag zu Gast in der Sporthalle Brambauer. Anwurf im Duell mit den Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer ist um 18 Uhr (Diesterwegstraße 7a, Lünen).

Eine deutliche Niederlage zuletzt gegen Aufsteiger PSV Recklinghausen II und die Situation wird nicht besser: Beim Frauenhandball-Verbandsligisten VfL Brambauer sieht es personell nicht gut aus. Nachdem Sonja Plotek und Amelie Neumann verletzungsbedingt längerfristig fehlen, kommen nun auch die beiden Urlauber Karen Jaschewski und Sarah Bauer hinzu. Diese beiden Ausfälle treffen die VfL-Frauen besonders hart. „Wir haben seit Anfang Dezember versucht, das Spiel zu verlegen“, sagt Trainer Andre Schwedler und legt nach: „Doch Kinderhaus war nicht bereit dazu. Das ärgert mich schon sehr, weil wir im Hinspiel einer Verlegung zugestimmt haben. So etwas ist einfach unsportlich. Ich habe erwartet, dass nachdem wir im Hinspiel darauf eingegangen sind, auch jetzt etwas zurückkommt. Wir haben Kinderhaus viele Termine vorgeschlagen, worauf es nicht eingegangen ist.“ Darüber herrscht nicht nur beim Trainer Ärgernis. Auch die VfL-Spielerinnen sind verärgert.

„Eine Herkulesaufgabe“

„Wir wollen aber versuchen, diesen Frust auf die Platte zu bringen“, sagt Schwedler. Der Coach wird nur acht Spielerinnen aus dem eigenen Kader zur Verfügung haben. Aus der Bezirksliga-Zweiten sollen vier Spielerinnen hochgezogen werden. „Wir wissen, dass die Aufgabe unter den Umständen gegen Kinderhaus sehr schwierig wird. Es ist für uns sogar eine Herkulesaufgabe“, so Schwedler.

Seine Mannschaft spielte bisher eine starke Saison, war zwischendurch sogar Tabellenführer. Nach der Niederlage zuletzt bei der PSV II, wo der VfL ebenfalls personell schon stark gebeutelt war, rutschte Brambauer von der Spitze ab. „Wir hoffen trotzdem, dass die Saison weiter gut verläuft. Wir müssen jetzt gegen Kinderhaus eine gute Deckung stellen. Das ist uns gegen Lünen und Wettringen gut gelungen. Das wird die Basis für uns sein“, so Schwedler. Wenn die VfL-Frauen es schaffen, in der Defensive gut zu stehen, dann ist vieles möglich – auch unter den erschwerten Bedingungen.

Frauen-Verbandsliga 2

Lüner SV – PSV Recklinghausen II

Für Handball-Verbandsliga-Aufsteiger Lüner SV steht ein wichtiges Spiel bevor. Am Sonntag, 17. Februar, empfängt der LSV die PSV Recklinghausen II, ebenfalls Aufsteiger (18 Uhr, Kurt-Schumacher-Straße 41-49, Lünen).

„Wir benötigen einen Sieg, um uns weiter von unten abzusetzen“, sagt LSV-Trainer Marcel Mai. Seine Mannschaft hat derzeit fünf Punkte Vorsprung auf Recklinghausen II. „Im Idealfall sollen es nach Sonntag sieben werden“, so Mai weiter.

Doch so einfach wie die Aufgabe im Hinspiel war – dort gelang dem LSV ein 32:27-Erfolg – wird es nicht. Denn die PSV II wird aller Voraussicht in Bestbesetzung antreten. Im Hinspiel hatte da noch Spielmacherin Stefanie Willebrandt gefehlt. Dass Recklinghausen II derzeit gut drauf ist, zeigen die letzten Ergebnisse. Zuletzt wurde Spitzenreiter VfL Brambauer deutlich geschlagen. Der LSV muss sich besonders auf die Rückraumspielerinnen Kathrin Hellwig, Willebrandt und Annika Fricke einstellen. Alle drei sind stets torgefährlich und haben jede Menge Erfahrung. Das Zusammenspiel mit dem Kreis funktioniert bei der PSV II bestens. „Wir müssen uns definitiv strecken, um da etwas Zählbares mitzunehmen“, fordert Mai.

Personell wird Celina Schmidt länger ausfallen. Sie laboriert an einer komplizierten Knie-Verletzung, die aus Überlastungserscheinungen stammt. Fraglich ist noch der Einsatz von Michelle Schröder, die nach ihrer Grippe weiter angeschlagen ist. Ansonsten dürfte Mai alle Spielerinnen zur Verfügung haben. Mai hofft, dass sein Team an die gute Leistung zuletzt – trotz 21:25-Niederlage bei Wettringen – anknüpfen kann. „Da haben wir ein gutes Spiel gezeigt, haben es aber in der zweiten Halbzeit versäumt, unsere Chancen zu nutzen und haben zugleich in der Defensive doofe Fehler gemacht. Das muss jetzt definitiv besser werden. In Wettringen war viel mehr drin“, so Mai.

Auch wenn der LSV vor einem wichtigen Spiel steht, muss er sich noch keinen großen Druck machen. Denn einen kleinen Puffer auf die Teams von unten hat Lünen bekanntlich.

Oberliga

SuS Oberaden – HTV Hemer

Für Handball-Aufsteiger SuS Oberaden ist nahezu jedes kommende Oberliga-Spiel ein Endspiel. Die Cobras stecken mitten im Abstiegskampf und wollen nach den Niederlagen zuletzt wieder ein Erfolgserlebnis einfahren. Am Samstag, 16. Februar, gastiert der HTV Hemer um 19.45 Uhr in der Römerberg-Sporthalle (Legionärstraße, Bergkamen).

Es kommt somit ein Team, das punktetechnisch gar nicht so weit vom SuS entfernt ist. Beide Mannschaften trennen nur fünf Zähler. Ein Punktgewinn wäre für den SuS mit Blick auf die Konkurrenz enorm wichtig. Denn nachdem die TSG Harsewinkel und der TuS Möllbergen zuletzt punkteten, stehen alle drei Mannschaften nun punktgleich im Keller. „Die sportliche Brisanz hat natürlich dadurch zugenommen“, sagt Kapitän Mats-Yannick Roth. Dadurch steige der Druck für den SuS Oberaden. Nun trifft er auf einen altbekannten Gegner, der in dieser Saison einen überragenden Moritz Frenzel in seinen Reihen hat. Ebenfalls stark sind die Klein-Cousins Max und Christian, die beide im Rückraum zu finden sind. „Im Hinspiel haben wir in der zweiten Halbzeit viel Lehrgeld gezahlt. Ich sehe uns zuhause aber durchaus mit Chancen“, sagt Roth. Doch personell muss Spielertrainer Alex Katsigiannis improvisieren. Fabian Lauber (privat) und Pascal Stennei (Oberschenkel) fallen aus. Somit fehlen die beiden Haupttorschützen.

Landesliga 3

RSV Altenbögge – VfL Brambauer

Die Landesliga-Handballer des VfL Brambauer gastieren am Sonntag, 17. Februar, um 18 Uhr beim RSV Altenbögge-Bönen (Pestalozzistraße, Bönen). Es ist erneut ein Spiel, in dem sich beide Mannschaften auf Augenhöhe befinden.

Die Landesliga 3 ist in dieser Saison sehr ausgeglichen. Von Platz 8 bis Rang 13 sind alle Teams punktgleich. Bis zum Fünften RSV Altenbögge sind es nur zwei Punkte für den VfL Brambauer. Die Situation bleibt also weiter angespannt.

Die VfL-Herren müssen wieder punkten, um nicht in den Tabellenkeller zu geraten. Jetzt wartet auf das Team von Trainer Nadim Karsifi ein emotionsgeladenes Spiel. „Das war in der Vergangenheit immer so. Ich gehe stark davon aus, dass es jetzt wieder so sein wird“, so Karsifi. Er denkt, dass diese Partie auch durch Emotionen entschieden wird.

Erschwerte Bedingungen hat der VfL Brambauer, da Sebastian Pohl und Rafael Pape fehlen. Rückraum-Routinier Pohl ist gesperrt, Kreisläufer Pape weiter verletzt. „Da müssen wir schauen wie wir uns da rausboxen“, so Karsifi. Dennoch geht der Coach optimistisch ins Spiel und will in Bönen unbedingt etwas mitnehmen.

„Die Jungs sind positiv gestimmt. Wir kennen unsere Situation und versuchen mit allen Mitteln, in Bönen Punkte mitzunehmen“, sagt Karsifi, der sich wieder eine starke kämpferische Einstellung wünscht. Zuletzt gegen den ASC zeigte der VfL nur in der zweiten Halbzeit diese nötige Einstellung. „Das wünsche ich mir jetzt von Beginn an“, so Karsifi.

Auf den VfL Brambauer wartet jetzt eine aggressive und harte Deckung. „Mir gefällt am RSV, dass er immer seinen Streifen herunter spielt und nur wenige Fehler macht“, so Karsifi. Dennoch will der VfL dem Gastgeber das Leben schwermachen und ihn vor großen Herausforderungen stellen.

Tabellarisch wäre ein Sieg wichtig. Dann würde der VfL mit dem RSV gleichziehen und wieder Plätze nach oben gut machen. Karsifi fordert neben der kämpferischen Einstellung auch die Grundtugenden: gute Deckung, einen übersichtlichen Angriff und im Idealfall einfache Tore über den Gegenstoß.

Bezirksliga Hellweg

Lüner SV - HC Heeren

Die Bezirksliga-Handballer des Lüner SV empfangen am Samstag, 16. Februar, um 18.30 Uhr den HC Heeren-Werve (Kurt-Schumacher-Str. 41-49, Lünen). Der Punktgewinn zuletzt beim Unentschieden gegen den TuS Jahn Dellwig war für den LSV wichtig, zumal der ärgste Konkurrent im Abstiegskampf, die Ahlener SG III, knapp mit 27:26 siegte. Der LSV, der derzeit Vorletzter ist, ist mit Schlusslicht Ahlen III nun punktgleich. Der HC Heeren-Werve weist zwar mehr Punkte auf, dennoch ist er in Reichweite. Der LSV will mit einer konzentrierten Leistung so lange wie möglich im Spiel bleiben.

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