Aufstieg verpasst: Lüner SV scheitert in der Relegation

Volleyball

Die Volleyball-Herren des Lüner SV haben im zweiten Jahr in Folge den Sprung in die Verbandsliga verpasst. Wie im Vorjahr scheiterte der Lüner Landesligist in der Aufstiegsrelegation. Ausschlaggebend war eine knappe Heimniederlage gegen VV Humann Essen.

LÜNEN

24.04.2016, 19:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vorbeigeschrammt am Aufstieg sind die Volleyballer des Lüner SV um Philipp Zurwieden in der Relegation. Gegen Essen und in Brilon setzte es Niederlagen für die Rot-Weißen.

Vorbeigeschrammt am Aufstieg sind die Volleyballer des Lüner SV um Philipp Zurwieden in der Relegation. Gegen Essen und in Brilon setzte es Niederlagen für die Rot-Weißen.

Verbandsliga-Relegation Lüner SV - VV Humann Essen IV 2:3 (18:25, 25:20, 13:25, 25:20, 9:15)

Vor fast hundert Zuschauern hatte der Verbandsligist aus Essen das glückliche Ende für sich, weil er sich in kritischen Momenten immer noch steigern konnte. Zunächst schien das gar nicht nötig zu sein. Zwar griff die Keenan-Crew im ersten Satz beherzt an und punktete über die Außen Daniel Holterbork und Dennis Röckmann, machte aber zu viele leichte Fehler und verschlug sechs Angaben.

Auch im zweiten Durchgang lag der LSV rasch 0:4 hinten, doch der Ausgleich zum 4:4 rüttelten Team und Halle wach. Nun kämpften die Löwen um jeden Ball, die junge Gäste-Equipe wurde allmählich nervös und der LSV glich verdient aus. Doch wer glaubte, die Partie würde kippen, wurde rasch eines besseren belehrt. Die Humann-Vierte ist eigentlich die U18 des Zweitligisten und als solche Westdeutscher Meister – und genau so spielte sie nun auch: Egal was der LSV unternahm, Essens Block und Abwehr brachten einfach alles zurück. 

Kein Durchkommen in der Mitte

Erneut kämpften sich die Löwen ins Spiel zurück: Sie standen einen prachtvollen Block, drehten einen 9:12-Rückstand im vierten Satz auf 16:13 und brachten den Satz ungefährdet nach Hause. Martin Minorowicz erzielte in dieser Phase die meisten Punkte für den LSV.

Die Halle tobte, die Gäste schienen K.o. Doch im Tiebreak übernahm Essen die Initiative und setzte den LSV so sehr unter Druck, dass der Keenan-Crew kaum noch eine vernünftige Aktion gelang. Die wenigen Lüner Angriffsschläge landeten im Aus, weil in der Mitte kein Durchkommen mehr war – so auch der letzte Lüner Angriff von Daniel Holterbork. LSV-Coach Rebecca Keenan sah es nüchtern: „Wir haben zu inkonstant gespielt, da kann sich keiner rausnehmen.“ Minorowicz bedauerte, dass sie „den Schwung aus dem vierten Satz“ nicht mitnahmen.

TV Brilon - Lüner LSV 3:1

Da Essen am Tag drauf auch das Heimspiel gegen Brilon gewann, ging es im Duell der Verlierer um nichts mehr. Auch in Bestwig hatte der LSV das Nachsehen, diesmal jedoch deutlicher als noch am Freitag. „Brilons Aufschlag kam hervorragend, sodass wir von Anfang bis Ende große Annahme-Probleme hatten“, so LSV-Coach Rebecca Keenan. „Ein Sonderlob geht an Marc Scheffler, der die meisten Punkte über die Mitte setzte.“ Jens Mumm als Zuspieler war ebenfalls gut. Keenan: „Diesen beiden und Jonathan Kühlmann haben wir es zu verdanken, dass wir zumindest einen Satz geholt haben.“

TEAM LSV: Zurwieden, Lehnhoff, Minorowicz, Holterbork, Schmidt, Röckmann, Espeter, Lelgemann, Kohlbrecher, Kühlmann, Scheffler, Mumm

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