Aus Kreispokal ausgeschieden: 15 Minuten lassen erahnen, was der SV Preußen Lünen kann

Fußball: Kreispokal

A-Ligist SV Preußen hat die Generalprobe verloren. Die Horstmarer schieden am Sonntag gegen Eving Selimiye Spor aus dem Kreispokal aus. Eine starke Anfangsphase macht aber Hoffnung.

Horstmar

, 04.08.2019, 21:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Aus Kreispokal ausgeschieden: 15 Minuten lassen erahnen, was der SV Preußen Lünen kann

Binnen weniger Minuten war Evings Nummer 10, Anil Can Mert (M.), gleich mehrmals Nutznießer von Preußen-Defensivfehlern. Nicht immer konnte Keeper Marcel Möller (l.) wie in dieser Szene das Gegentor verhindern. goldstein © Günther Goldstein


Zwei Generalproben zuhause und zweimal verloren. Eine Woche vor dem Start in die Kreisliga A2 Dortmund mussten sich die Fußballer des SV Preußen am Samstag und Sonntag den Ligakonkurrenten SG Gahmen im kleinen Finale beim eigenen Brinkhoff‘s Cup (1:2) und Eving Selimiye Spor in der ersten Runde des Dortmunder Kreispokals (3:6) geschlagen geben. Die beiden Partien offenbarten noch Baustellen im Horstmarer Team, zeigten aber auch, welch Potenzial in dem jungen Preußen-Kader steckt.

Im Kreispokalspiel am Sonntag zum Beispiel lieferte die Mannschaft von Trainer Stefan Urban eine starke Anfangsviertelstunde ab. Nach von Minuten netzte Neuzugang Fabian Vom Hofe ein, nachdem Laurin Stauch und Luca Frenzel im Zusammenspiel über links den Angriff eingeleitet hatten.

Weitere gute Gelegenheiten – unter anderem scheiterte Vom Hofe freistehend aus kurzer Distanz (13.) – ließen die Horstmarer ungenutzt. „Wir hätten nach 15 Minuten 3:0 führen müssen“, so Urban, der seine Spieler vor Anpfiff in der Kabine ordentlich eingeheizt hatte. Der SVP wirkte zu diesem Zeitpunkt eingespielt, trat souverän auf und hatte das Spiel aber im Griff.

Mit dem plötzlichen Ausgleich – per Kopf nach einer Ecke (16.) – fand die starke Phase der Horstmarer jedoch ein jähes Ende. Haarsträubende Passfehler der Gastgeber nutzte Eving binnen weniger Minuten, um das Ergebnis auf 1:3 zu stellen. „Das waren Geschenke. Wir spielen da dem Gegner den Ball in den Fuß.“ Danach war das Preußen-Spiel geprägt von vielen Fehlern. Eine richtige Erklärung fand Urban dafür nicht nach dem Abpfiff.

Auch tags zuvor über weite Strecken gut

„Die Passqualität hat nicht gestimmt. Der letzte Wille hat gefehlt. Sie können es. Doch dann gelingen zwei oder drei Sachen nicht und es läuft nicht mehr“, so Urban. „Das liegt nicht so sehr am jungen Alter der Spieler, sondern an der ganzen Einstellung. Wenn etwas nicht gelingt, muss man sich da selbst rauspushen und versuchen es besser zu machen.“ Das gelang den Preußen auch in der zweiten Hälfte, in der angesichts des 2:3-Pausenstands noch eigentlich einiges möglich gewesen wäre, nicht mehr richtig. 3:6 hieß es am Ende.

Nicht schlecht spielte der SV Preußen phasenweise auch in den 60 Minuten gegen die SG Gahmen am Tag zuvor. „Wir haben auch da gut angefangen“, so Urban. „In der ersten Halbzeit waren wir aber zu ruhig und zu schüchtern. Gahmen hat viel Tempo nach vorne gemacht. Wir haben nicht diszipliniert genug die Positionen eingehalten.“

Höhen und Tiefen

Das spiegele die gesamte Vorbereitung der SV Preußen wieder – Höhen mit Tiefen. Urban bleibt trotz misslungener Generalproben und harten Auftaktspielen in der Liga optimistisch: „Wenn die Generalprobe nicht gelingt, wird der Saisonstart umso besser. Wir sehen was wir können, aber auch, was nicht funktioniert.

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