Bau des Alstedder Kleinfeldes droht zu platzen

Kunstrasen-Projekt

Der Bau eines Kunstrasen-Kleinspielfeldes beim SV Blau-Weiß Alstedde ist gefährdet. Das Projekt droht aus finanziellen Gründen zu scheitern. Das teilte BWA-Jugendleiter Marco Mowinkel am Sonntagmorgen beim Neujahrsempfang im Vereinsheim am Heikenberg den Gästen mit.

ALSTEDDE

, 19.01.2016, 05:28 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mowinkel las aus einem Schreiben des verhinderten BWA-Vorsitzenden Manfred Ungethüm vor. Mündlich zugesagte Zuwendungen von Unternehmen würden aktuell überdacht. "Wir stehen seit Beginn des Flüchtlingsstroms in Konkurrenz zu Migrationsprojekten", so Ungethüm. Die Bitten an Unternehmen in diesem Bereich würden enorm ansteigen. "Da haben wir keine Handhabe", weiß auch Hans-Jürgen Kahl, 2. BWA-Kassierer und treibende Kraft bei den Alstedder Bemühungen. "Die Zusagen lagen nicht schriftlich vor", so Ungethüm.

Die Planungen in Alstedde, die seit Ende 2014 bekannt sind, sehen den Bau eines 39x59 Meter großen eingezäunten Kunstrasenfeldes vor, welches quer hinter dem Tor des Großfeldes auf Höhe des Vereinsheims errichtet werden soll. Dort könnten Teams bis zur E-Jugend auch Wettkampfspiele austragen. Für ausreichende Beleuchtung soll ein weiterer Flutlichtmast errichtet werden. Aktuell haben die Blau-Weißen nur einen kleinen Rasenplatz neben dem eigentlichen Kunstrasen als Ausweichfläche. Dieser ist ohne Beleuchtung und kann witterungsbedingt nur selten in den Wintermonaten genutzt werden.

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Als Baubeginn für das Kunstrasen-Kleinfeld war ursprünglich bereits die erste Jahreshälfte 2015 ins Auge gefasst worden. Die Kosten wurden mit über 200000 Euro geschätzt. Unter anderem mit der Unterstützung von Ex-Kanzleramts-Chef Ronald Pofalla hatte es BW Alstedde bereits geschafft, 150.000 Euro von Sponsoren aufzutreiben. Der Ausschuss für Bildung und Sport hatte zudem im Mai letzten Jahres zugestimmt, das Projekt mit rund 37.000 Euro aus der Sportpauschale der Stadt Lünen zu fördern.

"Scheitert das Projekt, werden wir die bereits vorliegenden Mittel an die Unterstützer zurückführen", sagte Kahl am Sonntag. Noch besteht aber die Hoffnung am Heikenberg, das Projekt verwirklich zu können. Aufgrund steigender Mitgliedzahlen im Juniorenbereich sei es von enormer Bedeutung, zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. "Bis Mitte März erhoffen wir uns eine endgültige Entscheidung", so Kahl.

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