Bei Saisonabsage durch das Coronavirus: Hat Westfalia Wethmar doch Glück im Unglück?

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Wie alle anderen Vereine auch, müssen sich auch die Fußballer von Westfalia Wethmar darüber Gedanken machen, was passiert, wenn das Coronavirus die Saison endgültig beendet.

von Nico Ebmeier

Wethmar

, 24.03.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Infizierten-Zahlen mit dem Coronavirus nehmen täglich zu, die Hoffnung auf eine schnelle Wiederaufnahme des Fußballspielbetriebs nimmt parallel dazu ab. Auch die Lüner Vereine müssen langsam planen, was bei einem Saisonabbruch passiert. Westfalia Wethmar steht mit den ersten beiden Mannschaften auf einem Abstiegsplatz. Der Sportliche Leiter Rolf Nehling gibt Einblicke.

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„Natürlich machen wir uns darüber Gedanken und ich denke, dass wir einen guten Plan für die Zukunft haben“, sagt der Wethmarer. Kurz zur Ausgangsposition: Die erste Mannschaft des TuS ist Tabellenvorletzter der Bezirksliga 8. Nur die LSV-Reserve war in den ersten 20 Spieltagen noch schwächer. Sechs Punkte und ein um 12 Tore schlechteres Torverhältnis trennt Wethmar vom rettenden Ufer.

Bei der Zweiten sieht es sogar noch schlechter aus.

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Nur drei Punkte holte die Wethmar-Reserve bisher und ist damit klarer Ligaletzter. Wie es nun im Amateurbereich weitergeht, ist aktuell ungewiss. Der Westfälische Basketball-Verband war in der vergangenen Woche Vorreiter und beendete alle Ligen vorzeitig. Die Tabellenführer konnten per „Wildcard“ in die höhere Liga aufsteigen, die Tabellenletzten so die Liga halten. Wie würde Wethmar in einem solchen Fall entscheiden?

„Wir würden für beide Mannschaften Wildcards beantragen. Das ist sicher“, gibt Rolf Nehling die klare Antwort. „Wir hatten zuletzt einen großen Umbruch und sahen uns in einer guten Position aufzuholen.“ Was auf den ersten Blick überraschend klingt, ist beim genaueren Blick auf die Tabelle durchaus begründet.

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Wethmars Reserve holte in den letzten beiden Spielen vor der Corona-Pause zwar keine Punkte, verkaufte sich aber speziell gegen das Spitzenteam vom TSC Kamen beim 3:4 sehr teuer. „Da hätten wir im Leben nicht gedacht, dass wir da eine Chance haben. Aber das zeigte, dass wir auf einem guten Weg sind.“ Und auch die Bezirksligatruppe zeigte zuletzt wieder das bessere Gesicht. Mit 8:3 schlug Wethmar den Rivalen vom Lüner SV.

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„Sollte die Saison tatsächlich abgebrochen werden und es würde so eine Wildcard-Regelung geben, wär es natürlich für uns Glück im Unglück. Wir würden dies aber dankend annehmen“, sagt der Sportliche Leiter. Stand jetzt glaubt er allerdings, dass der Verband versucht, die Saison noch zu Ende zu bringen.

Dabei käme das nächste Problem auf den TuS zu: „Wir hätten gar nicht die Kapazitäten, die ganzen Spieler unter der Woche auszutragen. Dafür haben wir zu viele Mannschaften. Für uns wäre es dann am Besten, wenn nur die Seniorenligen ihre Saison sportlich zu Ende bringen.“

TuS Westfalia Wethmar sieht sich gut aufgestellt

Eine gute Nachricht gibt es aber in der großen Corona-Krise jetzt schon. Während man sich beispielsweise beim BV Lünen wegen der fehlenden Einnahmen existenzielle Sorgen macht, sieht sich der TuS Westfalia Wethmar bestens gerüstet. „Natürlich würden uns auch ein paar Einnahmen fehlen, aber generell sind wir sehr gut aufgestellt und können die Situation wohl meistern.“

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