Beim BV Lünen ist Optimismus zurückgekehrt

Fußball: Aufschwung

Der BV Lünen 05 ist der älteste Fußballklub der Stadt. Doch hinter dem Verein aus der Geist liegen schwierige Jahre. Die erste Mannschaft verabschiedete sich aus der Kreisliga A, die Jugendabteilung war sportlich chancenlos, ein Abschied vom Ascheplatz schien in weiter Ferne. Seit August dieses Jahres liegt das Kunstgrün in der Geist aber. Das hat Kräfte freigesetzt.

LÜNEN

, 26.12.2016, 15:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Asche ist verschwunden, in der Geist liegt Kunstrasen. Mit neuen Gesichtern im Vorstand und in der Sportlichen Leitung soll es weiter bergauf gehen beim BV Lünen 05.

Die Asche ist verschwunden, in der Geist liegt Kunstrasen. Mit neuen Gesichtern im Vorstand und in der Sportlichen Leitung soll es weiter bergauf gehen beim BV Lünen 05.

„So eine Einheit“, sagt der BV-Vorsitzende Erich Tremblau, „hatten wir schon sehr lange nicht mehr“. Der Vorstand um Tremblau hat sich neu und jünger aufgestellt. Zum Beispiel mit Geschäftsführer Florian Dellbrügge. Ihm hat der Verein eine deutlich verbesserte Außendarstellung auf seiner Homepage und in Sozialen Netzwerken zu verdanken.

Oder mit den Sportlichen Leitern Marc Stommer, Thorsten Nitsch und Mike Bauckmann. Sie haben in Dennis Gerleve nicht nur einen Spielertrainer für die erste Mannschaft installiert. Sie haben sich im Sommer auch um insgesamt 48 Neuzugänge gekümmert.

Vergangene Saison mussten noch zwei von drei BV-Teams abgemeldet werden. Nur dank der Hilfe der Altherren-Abteilung konnte die erste Mannschaft die Saison zu Ende bringen. Zuvor hatte es kaum ein Wochenende gegeben, an dem nicht mehrere Spieler negativ aufgefallen waren. Die neuen Gesichter in den BV-Trikots haben sich im Griff.

„Die erste Mannschaft belegt Platz vier der Fairnesstabelle, die zweite Mannschaft Platz acht. Und die dritte Mannschaft ist das fairste Team“, sagt Dellbrügge. „Es ist wieder eine Gemeinschaft zu spüren“, sagt Tremblau. 70 Spieler trafen sich vergangenen Freitag zur Weihnachtsfeier. Die im Sommer gegründete Damenmannschaft um Coach Wolfgang Rinke habe sich gut integriert. Sportlich peilt sie die direkten Aufstieg in die Kreisliga A an.

Das möchte Marc Stommer „mittelfristig“ auch mit der ersten Mannschaft schaffen. „Das muss das Ziel sein“, sagt er. Gerleve mache einen „guten Job“, mit dem sechsten Platz ist Stommer zufrieden. „Wir wollen uns aber von Halbserie zu Halbserie verbessern“, sagt der Sportliche Leiter. Dafür soll es bereits im Winter ein bis zwei weitere Neuzugänge geben.

„Die Spieler“, so Tremblau, „kommen wieder gerne zum Training“. Dem neuen Untergrund sei Dank. „Wir sind alle ein bisschen verliebt in diesen Kunstrasenplatz“, sagt Dellbrügge. Die Jugendabteilung habe sich seit dem Sommer „gefühlt verdoppelt“, erklärt der Geschäftsführer. Auch sportlich kann der Nachwuchs mit der städtischen Konkurrenz mithalten. „Vor drei Jahren haben wir bei den Hallenstadtmeisterschaften kein einziges Tor geschossen“, erinnert Dellbrügge.

Auch neben dem Platz waren die Geister fleißig. Eine neue Pflasterung, sanierte Kabinen. „Ein Riesenkompliment dafür, wie alle mit angepackt haben“, sagt Stommer. „Wir haben den Standort-Nachteil ausgemerzt“, ergänzt Dellbrügge. Der Optimismus ist zurückgekehrt in die Geist.

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