Blau-Weiß Alstedde entwickelt sich im Derby gegen den Lüner SV zu einem Mentalitätsmonster

mlzFußball-Kreisliga A

Die Spieler des SV BW Alstedde haben sich am Wochenende einen neuen Spitznamen verdient: Mentalitätsmonster. BWA bezwang Aufstiegsaspirant Lüner SV II in letzter Sekunde.

Alstedde

, 25.03.2019, 14:05 Uhr / Lesedauer: 1 min

Björn Kadlubowski atmete nach dem Schlusspfiff einmal kräftig durch. Der Verteidiger des Fußball-A-Ligisten war ausgepumpt. Trotz der über 90-minütigen Derbyschlacht seiner Alstedder gegen die Reserve des Lüner SV übernahm er nach Schlusspfiff das Kommando und heizte seine Spieler noch einmal für die „Humba“ ein. Ein Ritual, das Mannschaften nach erfolgreichen Spielen begehen. In klassischer Call-and-Response-Manier (Ein musikalisches Muster, das auf dem Ruf (Call) eines Vorsängers und der darauf folgenden Antwort (Response) des Chors basiert, Anm. d. Red.) wiederholten die Alstedder die kratzigen Worte Kadlubowskis. Der war danach im Interview überglücklich. „Heute haben wir echt überragend gespielt. Wir sind als Mannschaft aufgetreten, jeder hat für jeden gekämpft. Die ganze Mannschaft hat sich gegenseitig hochgepusht“, sagte der Alstedder.

Beherzter Auftritt

Die Blau-Weißen zeigten gegen den Rivalen aus Schwansbell einen beherzten und engagierten Auftritt. Von den mut- und ideenlosen Eindrücken, die Alstedde eine Woche zuvor bei den Preußen präsentierte, waren die Kicker vom Heikenberg dieses Mal weit entfernt. BW Alstedde zeigte Moral – und belohnte sich mit dem Last-Second-Sieg. „Wir haben nach dem Preußen-Spiel eine Reaktion gezeigt, haben das Spiel über die Aggressivität und Mentalität angenommen“, sagte BWA-Trainer Tim Hermes, der dieses Mal mit einer sehr defensiven Formation – nämlich einer Fünferkette – spielen ließ. „Wir wollten hinten natürlich dichtmachen und über das Umschaltspiel kommen. Das haben wir super gemacht“, so Hermes weiter.

Für Björn Kadlubowski ist der Sieg gegen den Rivalen übrigens deutlich mehr wert als drei Punkte. „Der LSV galt als klarer Favorit. Für mich fühlt sich der Sieg fast wie eine Meisterschaft an. Gefühlt haben wir nicht nur drei Punkte gewonnen, sondern neun“, so Kadlubowski weiter, der mit BWA am kommenden Sonntag auswärts beim BSV Schüren II antritt.

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