Brambauer hat Platz drei im Blick, VfB beim Ersten

Fußball: Bezirksliga

Der BV Brambauer-Lünen will am Samstagnachmittag im Heimspiel gegen den Werner SC den Anschluss an den Tabellendritten aus Werne herstellen. Westfalia Wethmar tritt einen Tag später beim TuS Hannibal an und trifft dort auf drei alte Bekannte, der VfB muss derweil beim Tabellenführer VfL Senden ran.

WETHMAR

, 26.02.2016, 15:20 Uhr / Lesedauer: 3 min
WSC1-Brambauer, hier Wernes Marvin Bruland, Foto: Tina Nitsche

WSC1-Brambauer, hier Wernes Marvin Bruland, Foto: Tina Nitsche

Fußball-Bezirksliga 8, 18. Spieltag

BV Brambauer-Lünen – Werner SC (Sa, 15.30 Uhr, Glückauf-Arena, Am Freibad, 44536 Lünen)

Der BV Brambauer-Lünen ist – neben dem souveränen Tabellenführer VfL Senden – die Mannschaft der Stunde der Fußball-Bezirksliga 8. Aus den vergangenen fünf Partien sammelte das Team 13 Punkte. Am Samstag kann der BVB den Anschluss zum Tabellendritten Werner SC herstellen. Vier Punkte liegt Brambauer vor dem direkten Duell in der Glückauf-Arena hinter den Wernern.

„Erst einmal wollen wir aber unseren fünften Platz absichern“, sagt Brambauers Coach Dirk Bördeling. „Den hatten wir uns vor der Saison als Ziel gesetzt. Da sind wir auf einem guten Weg.“ Die letzten Spiele seiner Mannschaft seien „in Ordnung“ gewesen, sagt Bördeling. „Wir spielen uns deutlich mehr Chancen raus. Das war in manchen Phasen der Saison nicht der Fall.“ 

LIVETICKER
Wir berichten am Samstagnachmittag in einem Liveticker vom Heimspiel des BVB gegen Werne.

Den Werner SC zählt Bördeling zu den Top-Teams der Liga. „Vor der Saison waren sie für mich mit Senden und Wethmar der Favorit“, so Brambauers Trainer. Tatsächlich hat das Team des Ex-Profis Kurtulus Öztürk erst zwei Partien verloren, aufgrund von sieben Unentschieden aber dennoch keinen Anschluss mehr zu Spitzenreiter Senden. Bördeling warnt besonders vor der Offensive des WSC mit Erkan Baslarli, Chris Thannheiser, Daniel Durkalic und Julian Rohlmann.

Defensiv muss Wernes Trainer Öztürk aber kräftig umbauen. Seine Sechser Marvin Bruland und Joel Simon stehen nicht zur Verfügung, zudem fallen in Daniel Rafalski und Tim Zurstraßen beide Keeper aus. Sebastian Vorwick aus der A-Liga-Reserve rückt ins Tor. Beim BVB ist der Einsatz von Timo Kollakowski (Leiste) fraglich, Ahmed Ersoy (Platzwunde) wird ausfallen. Jascha Keller kehrt zurück.

TuS Hannibal 2001 – TuS Westfalia Wethmar  (So, 13 Uhr, Lortzingplatz, Carl-Holtschneider-Straße, 44147 Dortmund)

Samir Zulfic stürmt seit Saisonbeginn für den TuS Hannibal. Im Winter verstärkte sich der Tabellenvierte mit Mohamed Camara und Frank Enoh. Die Gemeinsamkeit: Sie alle spielten zuvor für den Tabellensechsten Westfalia Wethmar. Am Sonntag kommt es also zum Wiedersehen.

Hannibal ist ein Gegner, der Wethmar nicht liegt. Zwei der bisherigen drei Duelle endeten unentschieden, das Hinspiel dieser Saison verlor Wethmar trotz Führung durch zwei späte Gegentore. „Die Niederlage hat uns zugesetzt“, sagt Wethmars Sportlicher Leiter Rolf Nehling.

LIVETICKER
Wir berichten am Sonntag ab 13 Uhr in einem Liveticker von der Partie des TuS Westfalia Wethmar beim TuS Hannibal.

Nach dem Umbruch im Winter sicherte sich das Team von Alexander Lüggert am Dienstag beim 1:0 gegen Eintracht Dortmund aber nach langer Zeit drei Punkte. „Kämpferisch war das in Ordnung“, sagt Lüggert. „Spielerisch aber noch sehr ausbaufähig.“ Das Pressing der Eintracht bekam Wethmar nicht. „Dabei war das Ballbesitz-Spiel eigentlich immer unsere Stärke“, so Lüggert. Dennoch: „Die Partie war ein deutlicher Fortschritt zur Vorbereitung.“

Hannibal sei ein völlig anderer Gegner. „Sie sind technisch versiert. Ich denke nicht, dass sie uns anlaufen werden“, sagt Wethmars Trainer, der mit drei motivierten Ex-Spielern rechnet: „Wie das halt so ist gegen den alten Klub.“

Auf Wethmarer Seite stellt sich die Systemfrage. Cody de Grood kam gegen Eintracht als einzige Spitze kaum zum Zug. „Wir haben nicht viele Alternativen“, sagt Lüggert. Zumal in Julian Helmus (Oberschenkel) eine Offensivkraft auszufallen droht. Denkbar wäre, dass Lüggert ohne echten Angreifer spielen lässt. 

VfL Senden – VfB Lünen (So, 15 Uhr, Bulderner Straße 15, 48308 Senden)

Punktgleich mit dem SC Dorstfeld, der als Tabellen-13. den ersten Nichtabstiegsplatz belegt, geht der Tabellen-14. VfB Lünen in die letzten zwölf Partien. Der Sprung auf den Nichtabstiegsplatz ist für den VfB am Sonntag allerdings noch nicht zu erwarten. Denn die Lüner sind zu Gast beim souveränen Tabellenführer VfL Senden, der mit acht Punkten Vorsprung die Liga anführt.

„Ein reines Bonusspiel“, sagt VfB-Coach Steven Koch, der vergangene Woche beim 2:1 gegen Kamen einen gelungenen Einstand gefeiert hat. Die wirklich wichtigen Partien würden im Anschluss folgen: Erst das direkte Duell gegen Dorstfeld, dann das Gastspiel bei Schlusslicht Bergkamen.

In Senden solle sich sein Team „bestmöglich verkaufen“. Koch hoffe auf ein Ergebnis, „das die Moral intakt lässt“. Ein Telefonat mit seinem Großcousin André Alter, Co-Trainer des FC Nordkirchen, machte wenig Hoffnung: „Nordkirchen hat 1:5 verloren vergangene Woche. Die Spielen laut André auf einem anderen Niveau“, so Koch, dem am Sonntag auch noch auf die Stammkräfte Oliver Hilkenbach, Tim Gehrmann und Victor Maly fehlen.

 

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