Brambauers Damen springen an die Tabellenspitze - und auch beim Lüner SV wird gejubelt

Handball in Lünen

Was für ein Abend für die Handballerinnen des VfL Brambauer. Dem Team von Trainer Andre Schwedler gelang ein Sieg gegen den Spitzenreiter. Auch die anderen Lüner Teams freuten sich.

Lünen, Brambauer

, 03.02.2019, 18:59 Uhr / Lesedauer: 4 min
Brambauers Damen springen an die Tabellenspitze - und auch beim Lüner SV wird gejubelt

Neuer Spitzenreiter: Der VfL Brambauer, hier mit Sarah Bauer (schwarzes Trikot), hat am Samstag den Tabellenführer Vorwärts Wettringen gestürzt. © Günther Goldstein

Frauen-Verbandsliga 2

VfL Brambauer – FC Vorwärts Wettringen 21:19 (10:11)

An den vergangenen Samstagabend werden sich die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer bestimmt noch lange gerne zurückerinnern. Im Topspiel der Liga gelang dem VfL in der heimischen Halle ein 21:19-Erfolg gegen den bis dato souverän auftretenden Tabellenführer FC Vorwärts Wettringen. Dank des knappen Erfolgs grüßt der VfL nun selbst von der Spitze.

Da der SC Westfalia Kinderhaus, Tabellendritter, auch Federn ließ, führt der VfL mit 20:6 Punkten, dicht gefolgt vom Zweiten SG TuRa Halden-Hebreck (ebenfalls 20:6-Punkte) nun die Tabelle an. Wettringen belegt nach der Niederlage den vierten Tabellenplatz.

Starke Abwehrreihen

Zuvor waren alle vier Teams punktgleich. „Das war das erwartet schwierige Spitzenspiel“, sagte Brambauers Trainer Andre Schwedler. Diese Partie war von zwei starken Abwehrreihen geprägt, was auch das Endergebnis aussagt. „Das war ein Spiel auf Augenhöhe“, so Schwedler. So hätte auch durchaus Wettringen als Sieger vom Feld gehen können.

Das große Plus war aber auf VfL-Seite. Denn mit Karen Jaschewski stellte der VfL Brambauer die beste Torhüterin der Partie. Sie parierte sieben von neun Siebenmetern. „Diese Leistung war schon herausragend“, sagte Schwedler. Jaschewski selbst trug sich als Torhüterin auch in die Torschützenliste ein. „Am Ende haben die Mädels das ganz cool und souverän heruntergespielt“, lobte Schwedler.

VfL Brambauer: Wulf/Sindermann/Jaschewski (1) – Holz (4), Holste (1), Sahage (1), Trippe (1), Leismann, Neumann (2), Bauer (3), Lasshof (8/6), Umbescheidt, Gamradt

Frauen-Verbandsliga 2

HSG Hohenlimburg – Lüner SV 27:37 (15:19)

Eine gute Reaktion auf die knappe und unnötige Derbyniederlage zuletzt gegen den VfL Brambauer zeigten die Verbandsliga-Handballerinnen des Lüner SV am Samstag auswärts bei der HSG Hohenlimburg. Sie siegten mit 37:27.

„Generell bin ich sehr zufrieden“, sagte Trainer Marcel Mai und weiter: „Wir haben mit zehn Toren Unterschied verdient gewonnen.“ Dennoch wurmt ihn eine Tatsache aus der zweiten Halbzeit: „Da haben wir Mitte der zweiten Hälfte einen riesigen Hänger gehabt, waren auf sechs Tore weg und haben Hohenlimburg unnötig wieder herankommen lassen.

„Das war ärgerlich“

Das war etwas ärgerlich.“ Dennoch riss sich der LSV am Riemen und übernahm wieder deutlich das Zepter. „Das war eine sehr gute Reaktion auf das Derby. So einfach war dieses Spiel nicht zu bestreiten. Wir hatten an der Niederlage gegen den VfL Brambauer noch zu knacken“, so Mai.

Für den LSV waren diese Punkte wichtig. Er setzte sich nun auf fünf Punkte auf Hohenlimburg ab. Ein starkes Spiel lieferte Doreen Hülsewede, die sich in jeden Ball schmiss und mit ihren sechs Toren auch beste LSV-Werferin war. „Das war schon eine tolle Leistung“, so Mai, der auch für die Mannschaft ein Lob fand: „Die Mädels haben das richtig gut gemacht.“

Lüner SV: Preuss/Klostermeier – Schröder (4/1), Lieneke (4/1), Hülsewede (6/2), Koeppen, T.-C. Schmidt (2/2), Püschel (5), Lohölter, C. Schmidt (2), J. Krause (4), A. Schmidt (3), Rempe (2), Geisler (5)

Oberliga

SuS Oberaden – TSG AH Bielefeld 21:33 (13:16)

Die Oberliga-Handballer des SuS Oberaden kassierten am Samstag gegen TSG AH Bielefeld eine böse Niederlage. Ärgerlich war diese vor allem, weil die Cobras sich wieder einige Minuten erlaubten, in denen nahezu nichts funktionierte.

Bis zur Pause blieb der SuS Oberaden dran, führte sogar mehrfach. Erst zwischen der 27. und 33. Spielminute geriet das Spiel aus den Händen. „Da haben wir wieder zu einfache Fehler gemacht, den Abschluss zu früh gesucht und kassierten im Gegenzug einige leichte Tore“, resümierte Spielertrainer Alexandros Katsigiannis. Dieses Ereignis, dass der SuS sich immer mal wieder zehn Minuten Auszeit in einem Spiel gönnt, zieht sich bereits durch die gesamte Saison. „Das sind solche zehn Minuten, die uns um ein besseres Ergebnis bringen“, so Katsigiannis.

Unnötig hohe Niederlage

Dass es gegen die TSG AH Bielelfeld schwierig werden würde, war jedem bewusst. Dennoch war die hohe Niederlage unnötig. „Man hat einfach gesehen, wer um den Aufstieg mitspielen will und wer definitiv um den Abstieg spielt“, so Katsigiannis. Trotz der hohen Niederlage zeigten die Cobras aber auch gute Aktionen, die vom Gegner sogar nach dem Spiel lobend erwähnt wurden. Stark parierte zudem Keeper Börge Klepping. „Dennoch stehen wir am Ende mit leeren Händen da. Wir müssen weiter Gas geben, weiter unser Ziel verfolgen und dürfen nicht aufgeben“, sagt Katsigiannis.

Kapitän Mats-Yannick Roth sprang als Coach auf der Bank ein, damit Katsigiannis selbst auflaufen konnte. Roths Fazit sah ähnlich aus: „Wir haben 28 Minuten lang bis zum 13:13 eine sehr gute Leistung gezeigt. Da waren wir am Leistungslevel ganz oben. Dann haben wir aber drei Tore hintereinander kassiert. Nach der Pause haben wir uns noch mal viel vorgenommen, haben aber drei leichte Gegentore reinbekommen. Das war der Knackpunkt.“

SuS Oberaden: Klepping/Makus – Lauber (2/1), Hajduk, Noe, Herold (3), Katsigiannis (3), P. Stennei (5), Maschewski, Braach, B. Stennei (2), Holtmann (1), Rossfeld (1), Wagner (4)

Landesliga 3

ASV Hamm-Westfalen III – VfL Brambauer 28:30 (11:12)

Das war ein wichtiger Sieg für den Handball-Landesligisten VfL Brambauer. Dank des 30:28-Erfolgs am Samstag setzte sich der VfL Brambauer auf vier Punkte auf ASV Hamm-Westfalen III ab und rutschte in der Tabelle nicht ab. Stattdessen bleibt der VfL im Mittelfeld.

Entschieden ist trotz des Sieges aber noch nichts. Die Mannschaft von Trainer Nadim Karsifi muss weiter punkten, um den Klassenerhalt perfekt zu machen. „Unterm Strich war das Spiel in Hamm kein schönes. Es war ein hart umkämpftes und schwieriges Spiel für uns“, lautete das Fazit von Karsifi.

Starke VfL-Abwehr

Den besseren Angriff stellte der Gastgeber, der unter anderem mit Lucca Antoni einen starken Mann in seinen Reihen hatte. Doch die bessere Abwehr kam ganz klar vom VfL Brambauer, die hinten stark ackerte.

„Das war auch der Schlüssel zum Erfolg“, sagte Karsifi, der in einem ausgeglichenen Spiel eine geschlossene Teamleistung sah. „Die Punkte sind für uns enorm wichtig“, so Karsifi. Bester Werfer war Sebastian Pohl mit sieben Toren.

VfL Brambauer: Sträde/Welski – Richter (3), Lüke (1), L. Langmann (2), Baggemann (1), Ruch (4), Kurt, Gärtner, P. Langmann (1), Freitag (5), Maurer (6/3), Pohl (7)

Bezirksliga Hellweg

TuS Jahn Dellwig – Lüner SV 29:29 (12:19)

Da ist der dritte Saisonpunkt für die Bezirksliga-Handballer des Lüner SV. Die vom Abstieg bedrohte Mannschaft von Trainer Christian Neve holte am Sonntagabend im Auswärtsspiel beim TuS Jahn Dellwig ein 29:29-Unentschieden.

Zwischenzeitliche Führung

Auch wenn der dritte Saisonpunkt auf dem Konto ist, am Ende muss sich der Lüner SV ein wenig ärgern. In der ersten Halbzeit lag der LSV nämlich zwischenzeitlich mit acht Toren vorne (19:11) und präsentierte sich stark. Etwas unerklärlich war daher der Einbruch im zweiten Durchgang, den die Lüner klar verloren. Bester Werfer auf LSV-Seite war Robin Stroscher, der insgesamt elf Tore erzielte.

Lüner SV: Karanski – Hangebrock, Hadac (4), Gores, Dornseifer, Donat (2), Leder (2), Stroscher (11), Olschewski (1), Miehle (6), Schmidt (3)

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