Bülent Kara holt mit Ahmed Ersoy einen seiner Wunschspieler zur SG Gahmen

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Ein „echter Strafraumstürmer“ hat Bülent Kara bei der SG Gahmen noch gefehlt. Diesen hat er nun mit Ahmed Ersoy verpflichtet. Der will nach langer Verletzungspause in Gahmen zu alter Form zurückfinden.

von Carl Brose

Gahmen

, 22.05.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon häufig war Bülent Kara an ihm dran, nun konnte er endlich seinen Wunschstürmer Ahmed Ersoy für eine seiner Mannschaften gewinnen. Bisher verpassten sich die beiden in ihrer Karriere stets. Bei der SG Gahmen finden sie aber zur kommenden Saison zueinander. Bereits zu seiner Zeit als Trainer von Türkspor Dortmund versuchte Kara, den gebürtigen Brambaueraner zu holen. Doch damals war Ersoy noch nicht bereit, den VfL Kemminghausen zu verlassen.

Ausgerechnet als Kara dann bei Türkspor entlassen wurde, zog es Ersoy doch noch zu dem Dortmunder Verein. „Bei Türkspor hat es mir aber nicht so gut gefallen. Ich habe relativ wenig Spielzeit bekommen, deswegen wollte ich auch wieder weg“, erklärt der 23-Jährige. Kara bemühte sich weiter und überzeugte ihn zu einem Wechsel in die Kreisliga A.

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„Er ist ein Spielertyp, der uns bisher etwas gefehlt hat – einfach ein richtiger Strafraumstürmer. Wir haben viele quirlige Spieler, aber ein typischer Neuner hat noch gefehlt. Die gibt es immer seltener. Ich bin ein Trainer, der immer gerne mit einem Stürmer vorne im Zentrum spielt. Ich bin froh, dass es endlich geklappt hat“, sagt Kara über seinen Neuzugang.

Für 20 bis 30 Tore pro Saison gut

Wenn es um Ersoy geht, kommt der Trainer regelrecht ins Schwärmen. Entsprechend groß sind auch seine Erwartungen an den neuen 1,90 Meter großen Offensivmann: „Er ist sehr talentiert und auf jeden Fall für 20 bis 30 Tore jede Saison gut.“ In der bisherigen Spielzeit war Halil Elitok mit neun Toren Gahmens Toptorjäger.

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Allerdings hat Ersoy gerade erst eine längere Verletzungspause hinter sich. Im September des vergangenen Jahres zog er sich eine Schambeinentzündung zu. „Das ist eine richtig beschissene Verletzung. Man weiß einfach nicht, wann man wieder fit wird, sondern kann nur abwarten. Ich wurde gerade wieder fit, dann kam allerdings Corona und ich musste jetzt noch länger pausieren“, sagt Ersoy.

Mehrmonatige Leidenszeit endet nun

Nun neigt sich die mehrmonatige Leidenszeit ohne Fußball aber langsam dem Ende zu. Trotzdem sieht der Stürmer noch viel Arbeit vor sich: „Es war sehr, sehr ärgerlich. In der langen Zeit habe ich sicherlich an Form und Kondition verloren. Jetzt muss ich erstmal wieder reinkommen und zur alten Form zurückfinden.“

Ahmed Ersoy (r.) spielte lange Zeit für den BV Brambauer.

Ahmed Ersoy (r.) spielte lange Zeit für den BV Brambauer. © Foto: Timo Janisch

Dafür zog es Ersoy, der bereits in der Landesliga spielte, bis in die Kreisliga A zurück. Was für ihn auch eine Rückkehr nach Lünen bedeutet. In seiner Jugend spielte er für den BV Brambauer, wo er auch seine ersten Herrenjahre absolvierte. Dazu kommt auch noch eine kurze Zeit beim Lüner SV. Für seine vergangenen beiden Stationen beim VfL Kemminghausen und Türkspor Dortmund verließ er den Lüner Fußball zuletzt.

Bei der SG Gahmen wartet nun eine sehr junge Mannschaft auf ihn. „In einem so jungen Kader habe ich bisher noch nicht gespielt. Aber das ist ja auch das Ziel – mit einem jungen Team den Aufstieg schaffen. Die Mischung ist allerdings wichtig, es braucht auch erfahrene Spieler. Von denen sich die jungen Spieler etwas abgucken können und die die Ruhe bewahren, wenn es mal nicht so läuft“, so Ersoy. Inzwischen zähle er sich auch selber zu der Kategorie der älteren Spieler: „Ich möchte in der Mannschaft auf jeden Fall Verantwortung übernehmen und etwas weitergeben.“

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