BV Brambauer glaubt nicht, dass das Derby gegen den FC Brambauer im vierten Versuch stattfindet

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Das Brambauer-Derby soll am Samstag endlich ausgetragen werden. So ganz glaubt aber zumindest beim BVB noch niemand dran. Bei einer weiteren Absage droht der Staffelleiter einzugreifen.

von Carl Brose

Brambauer

, 21.02.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Austragung des Derbys zwischen dem FC Brambauer und dem BV Brambauer II hat sich zu einer regelrechten Posse entwickelt. Bereits zum vierten Mal wird am Samstag (Anstoß 15 Uhr, Zum Karrenbusch, Lünen) versucht, das Spiel auszutragen. Zuletzt fiel die Begegnung vor zwei Wochen dem Sturmtief „Sabine“ zum Opfer.

So richtig scheint beim FC Brambauer aber auch diesmal niemand daran zu glauben, dass es nun endlich funktioniert. „Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass wir spielen werden“, sagt BVB-Trainer Patrick Botta am Tag vor dem Spiel. Der Grund für das Misstrauen auf Seiten des BV Brambauer ist eine Anfrage der Gastgeber vom FC Brambauer, das Spiel an dem Samstag auf eine spätere Uhrzeit oder auf den Sonntag zu verlegen.

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Doch der BVB lehnte das ab. „Wir würden uns dadurch nur selber schwächen, weil wir dann auf mehr Spieler verzichten müssen, und das würde ja auch kein Sinn ergeben“, erklärt Botta die Entscheidung. FC-Trainer Baskim Gavazi kann das Verhalten der Gegenseite nachvollziehen: „Natürlich wollen sie auch das Spiel endlich hinter sich bringen. Es wurde ja schon oft genug verschoben.“ Gabazi werden am Samstag allerdings einige Leistungsträger berufsbedingt fehlen, deswegen probierte er das Spiel etwas später anzusetzen.

Seine Mannschaft werde aber dennoch antreten, versichert der Coach: „Wir haben genug Mann für das Spiel. Wenn nicht Mutter Natur dazwischen kommt, wird das Spiel stattfinden.“ Dafür musste der FC Brambauer sogar unter der Woche auf das Training verzichten. „Der Platzwart hatte den Platz unter der Woche komplett gesperrt. Wir durften gar nicht drauf, damit der nicht kaputt geht und das Spiel auf jeden Fall stattfindet“, so Gavazi. Viel Hoffnung auf einen Punktgewinn mache sich der FC Brambauer vor dem Spiel aber nicht. „Der BVB ist klarer Favorit. Im Normalfall ist da für uns nichts zu holen. Ich bin einfach nur erleichtert, wenn das Spiel vorbei ist“, sagt Gavazi.

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Auch der BV Brambauer will das Derby nun hinter sich bringen. „Mittlerweile ist man schon genervt. Man nimmt sich immer extra das Wochenende frei und dann spielt man nicht. Dazu laufen wir in der Liga deswegen die ganze Zeit hinterher, während die anderen ihre Spiele machen“, sagt Botta. Mit einem Derbysieg würde seine Mannschaft an die Tabellenspitze der Kreisliga B springen, die Möglichkeit dazu hätten sie auch bereits bei der ersten Ansetzung der Partie Anfang Dezember gehabt.

Auch für die BVB-Spieler ist die Situation nicht leicht. „Vor so einem Spiel versuchen wir natürlich immer mit der Anspannung etwas hochzufahren. Das ist nicht so einfach, wenn dann das Spiel immer wieder abgesagt wird“, sagt Oliver Szewczyk, spielender Co-Trainer beim BV Brambauer. „Man weiß auch nicht, was man davon halten soll. Du schaust dir den Platz an und denkst: Besser kann ein Ascheplatz fast nicht sein. Und dann wird das Spiel abgesagt.“

Staffelleiter schaltet sich bei weiterer Absage ein

Wenn das Derby auch am Samstag nicht ausgetragen wird, steht wohl eine Verlagerung des Austragungsortes auf dem Programm. „Bei wiederholter Spielabsage hat der Staffelleiter laut Spielordnung das Recht, ein Spiel auf einem neutralen Platz auszutragen. Davon werde ich Gebrauch machen, falls das Spiel am Samstag erneut abgesagt wird“, erklärt Volker Schneeloch, Staffelleiter der Kreisliga B3 Dortmund.

Vorgesehen sei dafür ein Platz im Großraum Lünen am kommenden Donnerstag. „Die Gemengelage ist auch für uns ziemlich undurchsichtig. Bei einer erneuten Absage ist aber davon auszugehen, dass eine baldige Besserung der Platzverhältnisse nicht in Sicht ist“, so Schneeloch. Eine Alternative, mit der sich im Zweifelsfall auch beide Trainer anfreunden könnten, falls es am Samstag doch nicht klappen sollte.

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