BVB-Coach Nitsche korrigiert Saisonziel nach oben

Fußball: Bezirksliga

Mit diesem starken BV Brambauer-Lünen hatte kaum jemand gerechnet – Platz zwei nach 17 Spielen, nur vier Punkte hinter dem Spitzenreiter Werner SC. Der Fußball-Bezirksligist ist trotz des großen Umbruchs im Sommer ein Topteam. Und für Trainer Thorsten Nitsche ist mit der Hinrundenbilanz die Zeit gekommen, die Saisonziele zu ändern.

LÜNEN

, 14.12.2016, 11:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
15 Mal freute sich Coach Thorsten Nitsche (3.v.r.) über Tore von Marcel Bieber (3.v.l.).

15 Mal freute sich Coach Thorsten Nitsche (3.v.r.) über Tore von Marcel Bieber (3.v.l.).

„Unser Ziel war es, nicht gegen den Abstieg zu spielen und einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen“, blickt Nitsche zurück. „Das muss man jetzt schon korrigieren. Wir wollen definitiv unter den ersten Drei landen.“ Der Aufstieg sei jedoch kein Thema in der Brambauer Glückauf-Arena. Nitsche: „Die Jungs müssen sich erst noch finden. Zudem spielt Werne in einer anderen Liga, auch wenn es jetzt nur vier Punkte Rückstand sind.“

Für den Titelkampf hat der BVB-Trainer allerdings noch ein weiteres Team auf der Rechnung: den Nachbarn Westfalia Wethmar. Zwar liegt der TWW bei 13 ausstehenden Spielen zehn Punkte zurück. „Doch Wethmar hat eine spielstarke Mannschaft. Für die tut es mir fast leid, dass die Winterpause jetzt kommt. Es lief ja zuletzt alles für Wethmar.“

Den Schwarz-Weiß-Roten tue die Pause jedoch gut. In den letzten drei Spielen der Hinrunde blieb Brambauer ohne Sieg. Die starke Bilanz der Nitsche-Elf drohte zu verwässern. „Das waren unnötige Niederlagen. Da haben wir nicht die zuvor gezeigte Leistung gebracht. Wir mussten umstellen, es herrschte Unruhe auf dem Platz und die Luft war raus“, so Nitsche.

„Zum Glück ist diese Ruhe in den letzten beiden Spielen vor der Winterpause zurückgekehrt.“ Mit den Siegen in Ascheberg und gegen Kamen endete die einzige BVB-Schwächephase seit dem Sommer. Brambauer verschaffte sich so eine komfortable Ausgangslage für die Rückrunde.

Das starke Abschneiden des Vorjahres-Vierten kam umso überraschender, da im Sommer ein größerer Umbruch vollzogen wurde. Einige Leistungsträger und auch Trainer Dirk Bördeling verließen den Klub. Dazugestoßen sind überwiegend Spieler der eigenen Zweiten, die zuvor zwar eine bessere und dennoch mittelmäßige Kreisliga-Spielzeit absolviert hatte.

„Die U23-Spieler haben sich super eingefügt. Ich muss einfach die Zusammenarbeit mit Rainer „Blacky“ Schwarz und Mario Kranich hervorheben. Vor allem Blacky hat die U23 aufgebaut und dafür gesorgt, dass die Jungs eine Chance bekommen“, lobt Nitsche. „Wir haben die Punkte nicht geschenkt bekommen. Wir haben auch Topteams geschlagen. Man sieht, dass Qualität vorhanden ist.“

Einer der Leistungsträger ist Rechtsverteidiger Matthias Klemt. Der ehemalige U23-Akteur hat als einziger alle 17 Saisonspiele bestritten. Gut eingeschlagen sei auch Daniel Kronenberg, meint Nitsche. Er behauptete sich zuletzt als Stammkraft auf der Sechser-Position. Und dann ist da ja noch Goalgetter Marcel Bieber. 15 Treffer hat er bereits auf dem Konto, fast die Hälfte aller BVB-Tore. Dabei wäre er im Sommer fast zur SG Selm gewechselt.

Was wäre der BVB bloß ohne seinen Torjäger Bieber? „Es hätten ja sogar noch mehr Buden für ihn sein können“, sagt Nitsche. „Ohne ihn hätten wir vielleicht jemand anderen, der in seine Rolle schlüpfen würde.“ Doch darüber nachzudenken ist müßig für Nitsche: „Marcel fühlt sich wohl hier in Brambauer.“

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