BVB-Keeper Jörg Lemke: „Ich hoffe auf ein Finale mit dem BV Brambauer und VfB Lünen“

mlzLüner Hallenstadtmeisterschaften

Der beste Torwart der Lüner Hallenstadtmeisterschaften 2018 war Jörg Lemke vom BV Brambauer. Dieses Jahr muss der 28-Jährige passen - seine Auszeichnung gönnt er einem Kollegen.

Lünen, Brambauer

, 19.12.2019, 10:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zum ersten Mal verpasst Torwart Jörg Lemke vom BV Brambauer die Lüner Hallenstadtmeisterschaften. Der 28-Jährige wurde im vergangenen Jahr zum besten Torwart des Turniers gekürt, würde es dieses Mal aber auch jemand anderem gönnen.

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„Kevin ist ein super Torwart“, sagt Lemke über BV Lünens Schlussmann Kevin Lange. „Er wird es sicherlich nicht leicht haben in der Gruppe, jedoch hat er dort die besten Chancen, um seinem Anspruch gerecht zu werden.“ Denn auf kleinerem Feld und Tor darf sich Lange in seiner Gruppe auf viel Arbeit gegen zwei der Favoriten des Turniers freuen: Westfalenligist Lüner SV und Bezirksligist Westfalia Wethmar. Lange hatte sich vor einigen Wochen bei einem Arbeitsunfall am Finger verletzt (wir berichteten). „Aber zur Hallenmeisterschaft bin ich wieder da. Das würde ich mir auch nicht entgehen lassen“, sagte Lange damals. „Ich freue mich vor allem auf den Lüner SV.“ Welchen Keeper Lemke als Favoriten für die Auszeichnung sieht, kann er nicht sagen: „Das ist sehr schwer zu beantworten.“

Comeback noch ungewiss für Jörg Lemke

Lemke selbst muss hingegen definitiv passen. Ende Oktober hatte es bei ihm bei einer Meisterschaftspartie mehrfach im Knöchel geknackt. Die Diagnose: Das Sprunggelenk ist verletzt. Im Detail: ein knöcherner Ausriss der Außenbänder und ein Riss im Innenband. Langsam ist jedoch Besserung in Sicht: „Der aktuelle Stand ist durchaus positiv“, sagt Lemke. Wie lange er ausfallen wird, kann er noch nicht abschätzen: „Das entscheidet sich noch. Je nach dem, was die Ärzte und der Physiotherapeut sagen.“

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Leicht wird es für den 1,89 Meter großen Brambaueraner nicht, das Traditionsturnier lediglich als Zuschauer verfolgen zu dürfen. „Ich habe schon seit frühester Kindheit immer gerne in der Halle gespielt und daran hat sich auch bisher nichts geändert“, sagt Lemke. „Wenn man zusehen muss, dann ist es sicher für niemanden leicht, der lieber gerne mitgewirkt hätte.“

Trotz der momentanen Schieflage beim Westfalenligisten, sieht Lemke den Lüner SV weiterhin als den Favoriten. Die Hinrunde schlossen die Lüner wegen ihrer zahlreichen Verletzungssorgen nur auf Tabellenplatz 13 ab, gefährlich nah am Abstieg. „Alleine schon, weil es der klassenhöchste Verein ist, liegt der Favoriten-Druck natürlich beim LSV“, sagt Lemke.

Jörg Lemke (l.) nahm nach dem letztjährigen Turnier die Auszeichnung des besten Torhüters von Sascha Holz entgegen. Damals wurde der BV Brambauer Dritter.

Jörg Lemke (l.) nahm nach dem letztjährigen Turnier die Auszeichnung des besten Torhüters von Sascha Holz entgegen. Damals wurde der BV Brambauer Dritter.

Die Qualität der Lüner Vereine sei aber hoch genug, um das Turnier interessant zu halten. „Ich denke, fast jede Mannschaft ist in der Halle in der Lage, sich mit dem Titel zu krönen, wie die Überraschungssieger in den vergangenen Jahren auch gezeigt haben“, sagt Lemke. „Ich denke es wird sehr spannend.“ Sein BV Brambauer werde in diesem Winter „wieder eine starke Truppe haben und um den Einzug in die K.o.-Runde kämpfen“. Lemke wünscht sich am Ende ein Finale zwischen Ausrichter und Ex-Verein VfB Lünen und dem BV Brambauer.

Jörg Lemke weiß Aufwand zu schätzen

Die Lüner Stadtmeisterschaften sind eine Tradition. Anders als beim Spiel mit elf Spielern auf großem Feld, ist hier vielmehr technisches Talent und konstante Bewegung gefragt. Ein Augenschmaus. Dennoch gehen die Zuschauerzahlen zurück, Lüner beschweren sich über das „falsche Bier“, Unruhen in den vergangenen Jahren sorgten für ein Gefühl des Unwohlseins in der Halle (wir berichteten).

„Ich kann mich ehrlich gesagt auch an bessere Zeiten erinnern, aber nichtsdestotrotz haben sich die Verantwortlichen ja einiges einfallen lassen, um dem Ganzen wieder ein Stück weit Glanz zu verleihen“, sagt Lemke. „Lassen wir uns überraschen.“ Genau wie Nico Hoffmann vom BV Lünen, wünscht sich auch Lemke den „Krieger-Cup“ zurück: „Ich finde es sehr schade, dass dieses Turnier nicht mehr stattfindet und ich wäre definitiv dafür, dass es wieder eingeführt wird.“

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