C-Mädchen hoffen in Spenge auf das Wunder

Handball in Lünen, Brambauer und Oberaden

Die Ausgangslage ist schlecht vor dem Halbfinal-Rückspiel der Westfalenmeisterschaft. Schlecht ist die Ausgangslage auch bei den LSV-Herren und in Oberaden. Auch Brambauer muss noch punkten.

Lünen, Brambauer

, 21.03.2019, 14:52 Uhr / Lesedauer: 3 min
C-Mädchen hoffen in Spenge auf das Wunder

Die C-Juniorinnen des Lüner SV geben sich trotz deutlicher Hinspielpleite vor dem Rückspiel nicht geschlagen. © Goldstein

Weibliche C-Jugend, Halbfinal-Rückspiel
um die Westfalenmeisterschaft
JSG Lenzinghausen-Spenge – Lüner SV

Die C-Mädchen des Lüner SV stehen vor ihrem Rückspiel des Halbfinals um die Handball-Westfalenmeisterschaft. Sie treten am Samstag, 23. März, auswärts bei Favorit JSG Lenzinghausen-Spenge (16.45 Uhr, Immanuel-Kant-Straße, Spenge) an.

Das Hinspiel ging deutlich mit 19:30 verloren. Die Niederlage war aber schnell aus den Köpfen der LSV-Mädchen. „Wir haben gut trainiert, wissen, was wir besser machen müssen. Wir wollen in erster Linie ein vernünftiges Spiel dort abliefern“, sagt Trainer Marcel Mai.

Seine Mannschaft bekam im Hinspiel die herausragende Leni Ruwe nicht in den Griff. Sie netzte nach Belieben ein. Auf sie gilt es besonders aufzupassen.

Mit Blick auf die eigene personelle Lage sieht es sehr gut aus. Lea Schaf kehrt nach Klassenfahrt zurück ins Team. „Wir wollen es definitiv besser machen als im Hinspiel und zeigen, dass wir aus dieser hohen Niederlage gelernt haben“, sagt Mai.

Auch wenn der LSV nun die schlechteren Karten für das Erreichen des Halbfinals hat, will es sich nicht geschlagen geben. „Wir werden bis zuletzt kämpfen. Wer weiß, vielleicht kommt der Gegner ja noch einmal ins Straucheln.“

Oberliga

TuS Möllbergen – SuS Oberaden

Handball-Oberligist SuS Oberaden steht vor seinem Auswärtsspiel beim TuS Möllbergen mächtig unter Druck: Nur bei einem Punktgewinn am Samstag, 23. März, um 19.30 Uhr (Schierholstraße 8, Porta Westfalica) haben die Cobras noch die Chance auf den Klassenerhalt.

Die Ausgangslage ist alles andere als gut. Vier Spieltage vor Saisonende steht der SuS Oberaden als Schlusslicht der Tabelle vor dem ersten richtigen Endspiel um den Klassenerhalt. Der Gegner ist der Tabellendrittletzte TuS Möllbergen, der aber nach drei Siegen in Serie einen Lauf hat und fünf Punkte vor Oberaden steht. Bei einem Sieg würde Möllbergen auf sieben Zähler davon ziehen und der SuS Oberaden wäre abgestiegen, kann in drei Spielen nämlich nur noch maximal sechs Punkte holen.

„Wir wissen alle, worum es geht, und werden alles geben“, verspricht Spielertrainer Alexandros Katsigiannis. Seine Mannschaft hat jetzt nur noch Endspiele vor der Brust.

Der SuS Oberaden wird aber höchstwahrscheinlich in Bestbesetzung antreten, was in den vergangenen Wochen nicht immer der Fall war. Katsigiannis selbst ist noch angeschlagen, ebenso wie Kapitän Mats-Yannick Roth. Beide wollen es aber in Möllbergen versuchen.

Der SuS reist wieder mit einem Bus nach Möllbergen. Abfahrt ist am Samstag um 16 Uhr vom Museumsplatz in Oberaden. Für zehn Euro kann mitgefahren werden.

Landesliga 3

TuS Borussia Höchsten – VfL Brambauer

Sechs Spiele sind in dieser Saison noch für Handball-Landesligist VfL Brambauer zu meistern. Aus diesen Partien muss der VfL noch Punkte holen, um die Klasse zu sichern. Der Anfang soll am Sonntag, 24. März, um 19.15 Uhr beim TuS Borussia Höchsten gemacht werden (Kreuzstraße 161, Dortmund).

Die Wunden aus dem bitteren 24:24-Remis in letzter Sekunde gegen den SV Westerholt sind geleckt. Der Blick richtet sich nach vorn. „Die Jungs haben unter der Woche vorbildlich gearbeitet. Die richtige Einstellung ist da“, sagt VfL-Trainer Nadim Karsifi.

Seine Mannschaft muss bei einem starken Gegner antreten, der individuelle Klasse hat. Auch wenn das Hinspiel mit 31:25 gewonnen wurde, warnt Karsifi trotzdem vor Höchsten: „Eine wirklich gute Mannschaft, die gerne Tempo geht und viele technische Aushandlungen hat.“ Doch wie sagt man so schön? Weniger ist manchmal mehr. Und genau das hat sich der VfL Brambauer fest vorgenommen. Er will keinen Handballleckerbissen zeigen, will nicht in jedem Angriff einen neuen Spielzug spielen. Er will diese Partie von Beginn an zu seiner machen und über einfache Tore in Führung gehen. Karsifi fordert die richtige Einstellung, den richtigen Kampfgeist und eine mannschaftliche Geschlossenheit. „Nur so können wir erfolgreich sein“, so Karsifi.

Höchsten zuletzt schwach

Dass Brambauer auf eine Mannschaft mit sehr viel Gegenwehr treffen wird, macht auch der Blick vom vergangenen Wochenende deutlich: Dort verlor Höchsten nämlich bei Kellerkind ETG Recklinghausen und ließ die bereits zurückgefallene ETG wieder auferstehen. Zuvor unterlag das Team beim ATV Dorstfeld ebenfalls. Höchsten ist also auf Wiedergutmachung aus und will zuhause zurück in die Erfolgsspur kommen. Der VfL Brambauer muss sich auf einen Gegner einstellen, der mit allen Mitteln versuchen wird, die Punkte zu Hause zu lassen.

Besonders in Acht sollte der VfL sich vor Robin Albert nehmen. Er zählt zu den Haupttorschützen von Höchsten. Zudem ist der Gastgeber in der Defensive sehr variabel, spielt eine defensive 6-0-Formation oder auch gerne einmal eine offensive 3-2-1-Formation. Mit Blick auf das Personal sieht es gut aus. Karsifi muss aber weiter auf Burak Kurt verzichten, der verletzt ist.

Bezirksliga Hellweg

TV Ennigerloh – Lüner SV

Die Bezirksliga-Handballer des Lüner SV haben den wichtigen Sieg zuletzt im Kellerduell gegen den direkten Tabellennachbarn Ahlener SG III verpasst. Am Samstag, 23. März, tritt der LSV auswärts beim TV Ennigerloh an. Dort wird die Aufgabe noch einmal um einiges schwieriger (18.30 Uhr, Berliner Straße, Ennigerloh).

Sechs Punkte beträgt der Abstand zum Vorletzten Ahlener SG III. Zudem hat der LSV den direkten Vergleich verloren. Sechs Spiele sind noch zu absolvieren. Dass der Lüner SV den Klassenerhalt noch schaffen kann, ist unter der Berücksichtigung der aktuellen Bedingungen äußerst fraglich. Immer wieder hatte Trainer Christian Neve personelle Ausfälle. Oft fehlte auch das Quäntchen Glück. Mit dem Tabellenzweiten TV Ennigerloh kommt auf die Lüner Sieben erneut eine große Herausforderung zu. Neve hofft aber, dass seine Mannschaft sich bis zuletzt gut präsentiert.

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