„Cobras“ treffen auf den Zweiten - Die Vorschauen

Handball

Nach zwei Niederlagen in Serie hat sich Handball-Verbandsligist SuS Oberaden fest vorgenommen, zurück in die Erfolgsspur zu kommen. Am Samstagabend empfängt das Team zu Hause den Tabellenzweiten OSC Dortmund. Derweil warten die Damen des VfL Brambauer auf ihren ersten Sieg seit dem 7. November.

LÜNEN

, 14.01.2016, 17:58 Uhr / Lesedauer: 3 min
Mats-Yannick Roth (l.) und der SuS Oberaden wollen gegen den OSC Dortmund Vollgas geben.

Mats-Yannick Roth (l.) und der SuS Oberaden wollen gegen den OSC Dortmund Vollgas geben.

Frauen-Verbandsliga 2

HSG Schwerte-Westhofen – VfL Brambauer (Samstag, 19.30 Uhr, Appelhof 1a, Schwerte)

Die letzte 23:27-Niederlage gegen TuRa Halden-Herbeck hinterließ bei den Spielerinnen und bei Trainer Uli Richter einige Spuren. Martha Rykowski musste einen bösen Schlag am Oberschenkel einstecken. Sorgen bereitet dem Trainer auch Angelina Pötters Fuß. Pötter knickte vor der Partie gegen Halden-Herbeck um und laboriert an einer Bänderdehnung. 

Da auch einige andere Spielerinnen unter der Woche verhindert waren, Richter zudem keine Torfrauen zur Verfügung hatte und Sanja Lasshof einen Autounfall hatte, bei dem sie Prellungen erlitt, musste er die Trainingseinheit am Dienstag absagen. 

Knapper 23:21-Sieg

Der VfL (15:11-Punkte) trifft auf ein junges, dynamisches Team, das vier Zähler Rückstand hat (11:15). Im Hinspiel fuhr Brambauer einen knappen 23:21-Sieg ein. 

Mischa Quass, Trainer der HSG Schwerte-Westhofen, schätzt den VfL Brambauer als „unangenehm zu spielenden“ Gegner ein. Quass weiß, dass es seiner jungen Mannschaft an Erfahrung fehlt: „Wir haben in der Vergangenheit knappe Spieler oft verloren, weil bei uns diese Routine einfach nicht vorhanden ist. Da ist uns Brambauer voraus.“  

Verbandsliga 2

SuS Oberaden – OSC Dortmund (Samstag, 19.45 Uhr, Legionärstraße, Bergkamen)

Den „Cobras“ fehlte es in den letzten beiden Wochen an Durchschlagskraft im Angriff. Jeweils 20 geworfene Tore bei der 20:27-Niederlage gegen RSVE Siegen und bei der 20:28-Pleite beim HSC Haltern-Sythen sind eindeutig zu wenig. „Wir wissen, wo wir den Hebel ansetzen müssen“, sagt SuS-Kapitän Mats-Yannick Roth. Er leitete unter der Woche gemeinsam mit Pascal Stennei das Training, da Coach Ralf Weinberger noch nicht wieder fit war. Gegen den OSC Dortmund wird Weinberger aber wieder an der Seitenlinie stehen.

Auch bei den Gästen lief es in den letzten Wochen überhaupt nicht gut. Die letzten drei Spiele gingen alle verloren, das Team rutschte auf Platz zwei ab. 

Die „Cobras“ sind hoch motiviert, endlich wieder zu punkten. In den nächsten Wochen warten mit dem HC TuRa Bergkamen und SV Westerholt zudem zwei starke Gegner. „Umso wichtiger, dass wir jetzt anfangen zu punkten“, sagt Roth. Es fehlen weiter die Langzeitverletzten Pascal Stennei und Benny Neureiter.

Frauen-Landesliga 3

Lüner SV – Hammer SC  (Sonntag, 18 Uhr, Kurt-Schumacher-Straße 41-49, Lünen)

Nach dem starken Punktgewinn am Mittwochabend beim SV Teutonia Riemke II wartet auf Frauenhandball-Landesligist Lüner SV die nächste hohe Hürde. Der Tabellenzweite Hammer SC ist zu Gast beim LSV. Im Hinspiel setzte es noch eine deutliche 21:30-Pleite. Damals hatten die Lünerinnen besonders Probleme mit Lena Böttcher, die achtmal traf.

„Der Punktgewinn gegen Riemke hat uns Selbstvertrauen gegeben. Chancenlos sind wir auch gegen Hamm nicht“, sagt LSV-Trainer Marcel Mai. Dafür müssen Lünen am Sonntagabend aber äußerst konzentriert auftreten. Die Gäste hingegen benötigen unbedingt einen Sieg, um Spitzenreiter Borussia Dortmund III dicht auf den Fersen zu bleiben.

Bezirksliga

VfL Brambauer – TV Neheim  (Samstag, 19.30 Uhr, Diesterwegstraße 7a, Lünen)

Die Bezirksliga-Handballer des VfL Brambauer haben mit dem TV Neheim noch eine Rechnung offen. Im Hinspiel verlor Brambauer 30:31. 

„Wir wollen uns rächen, wollen die Punkte unbedingt zu Hause behalten“, fordert Trainer Nadim Karsifi. Seine Mannschaft ist derzeit gut drauf, ist seit sieben Spielen ungeschlagen. „Die Männer trainieren gut. Allmählich stoßen auch die Verletzten wieder hinzu“, sagt Karsifi und spricht dabei Björn Benden und Tobias Eder ein Sonderlob aus: „Beide sind richtig gut drauf. Sowohl im Spiel, als auch im Training. Sie geben Vollgas.“

Der TV Neheim ist Tabellenfünfter und hat sechs Zähler Rückstand auf Brambauer. „Wir müssen besonders auf deren Linksaußen aufpassen. Er erzielt seine Tore über Tempo und ist sehr treffsicher“, sagt Karsifi. Er betont aber, dass sein Team in erster Linie nur auf sich schaue. Mit Blick auf die personelle Situation sieht es gut aus. Karsifi hat keinen Ausfall zu vermelden. Angeschlagen gehen Tim Lasdowsky und Leo Langmann ins Spiel.   

SuS Oberaden II – TuS Jahn Dellwig (Samstag, 17.45 Uhr, Legionärstraße, Bergkamen)

Die Bezirksliga-Handballer des SuS Oberaden II haben am Samstag mit dem TuS Jahn Dellwig das Schlusslicht der Liga zu Gast. Dabei will das Team von Björn Grüter die Punkte unbedingt zu Hause behalten. „Wir müssen definitiv eine bessere Einstellung an den Tag legen als zuletzt gegen Overberge“, fordert Grüter. Sein Team fand im letzten Spiel in der ersten Halbzeit kaum ins Spiel, gewann am Ende dennoch knapp mit 26:25. 

Gegen die Spitzenteams RSV Altenbögge und gegen den Soester TV II verlor Dellwig zwar, gestaltete die Partien aber lange ausgeglichen. „Wir haben uns ordentlich auf Dellwig vorbereitet. Die Mannschaft weiß, dass sie mit einer besseren Einstellung agieren muss. Wenn wir zu unserem Spiel finden, dann bin ich guter Dinge“, so Grüter. Der Coach muss weiter auf die Langzeitverletzten Paul Schuchtmann und Vincent Vetter (beide Schulter) verzichten. Dennis Gonschewskis Einsatz (Leiste) ist fraglich. 

Soester TV II – Lüner SV (Sonntag, 14.30 Uhr, Geschwister-Scholl-Straße 1, Soest)

Den Bezirksliga-Handballern des Lüner SV gelang mit dem 33:31-Sieg gegen Spitzenreiter RSV Altenbögge eine große Überraschung. Jetzt folgt die Partie beim Tabellendritten Soest, ebenfalls ein Top-Team. „Chancenlos sind wir sicher nicht“, macht Trainer Jürgen Weber deutlich. Seine Mannschaft kann Top-Leistungen abrufen, wenn sie denn nur will.

„Wenn wir als Team auftreten und alle Spieler die richtige Einstellung haben, dann können wir in dieser Liga jeden schlagen. Wenn dies aber nicht der Fall ist, können wir auch gegen jede Mannschaft verlieren“, sagt Weber. Der Trainer hofft, dass Marcel Mai aus der eigenen Zweiten wieder aushelfen kann. „Dadurch hätten wir die Option mit drei Linkshändern zu spielen“, sagt Weber. Fraglich sind noch die Einsätze von Dennis Lammeck und Kai Maurer. 

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