Corona: Kevin Lange erlebt Hamsterkäufe hautnah mit und erklärt seinen Vereinswechsel zum VfB Lünen

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Kevin Lange hütet in der kommenden Saison für den VfB Lünen das Tor. Zuvor muss er aber eine lange Fußballpause überstehen und trifft immer wieder auf Hamsterkäufer.

Lünen

, 23.03.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Coronavirus hat in Deutschland viele Leben verändert. So ruht beispielsweise momentan der Spielbetrieb im Amateurfußball. Viele Unternehmen haben auf Homeoffice umgestellt, manche vorübergehend komplett geschlossen.

Die Veränderungen und Maßnahmen betreffen auch Kevin Lange. Der Keeper des Fußball-B-Ligisten BV Lünen muss auf die Sportart mit dem runden Leder vorerst verzichten. Ob Lange, der den BV05 im Sommer verlässt, noch einmal ein Spiel für die Geister bestreiten wird, ist unklar. Zu seiner täglichen Arbeit fährt der 27-Jährige trotzdem weiterhin. Doch auch dort gibt es Einschränkungen.

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Kevin Lange ist Fleischer. Der Keeper arbeitet in einem großen Supermarkt in der Lippestadt, versorgt seine Kunden Tag für Tag mit Allerlei vom Schwein, Rind und Huhn. In Zeiten der Coronakrise jedoch erlebte er auf seiner Arbeit eine Art „Ausnahmezustand“.

„Die Anfangszeit mit dem Coronavirus war schon sehr belastend auf der Arbeit. Wir sind mit der Produktion gar nicht hinterher gekommen und täglich quasi leer gekauft worden - so wie bei den Klopapier-Regalen“, beschreibt Lange die typischen „Hamsterkäufer“.

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Aktuell habe sich die Lage im Supermarkt wieder etwas entspannt. Lange hat einen Verdacht, wieso: „Es ist ruhiger geworden, da die Leute entweder genug gehamstert haben oder auch verstanden haben, dass man Kontakt vermeiden sollte“.

Rutsche für Ware

Im Supermarkt, in dem Lange arbeitet, achte das Personal darauf, dass sich Kunden nicht weiter infizieren. So gebe es im Supermarkt gekennzeichnete Abstände für die Kunden. Des Weiteren sei die Distanz zur Fleischertheke ausgebaut worden.

Eine Rutsche, die die Waren direkt an den Kunden bringt, soll dabei helfen, Personal und Kunden zu schützen. „Wir haben einen Auffangkorb mit einem Sicherheitsabstand von 1,5 Metern von der Theke entfernt, aufgestellt. Die Ware kann dann die Bretter herunterrutschen - bis in den Korb“, beschreibt Lange, der betont, dass die Hygienevorschriften ohne immer schon sehr hoch seien.

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Während Kevin Lange auf seiner Arbeit also trotz Krise weiterhin gut zutun hat, sieht es bei seinem Hobby - dem Fußball - ganz anders aus. Der Spiel- und Trainingsbetrieb ruht weiterhin. Als wir mit Lange für das Interview sprechen, schnürt er sich gerade die Laufschuhe.

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„Ich ziehe mir jetzt meine Laufsachen an und gehe eine Runde laufen, damit man zumindest ein bisschen fit bleibt“, sagt er. Ansonsten muss er pausieren - und das fällt ihm schwer. Es ist gut möglich, dass Lange erst wieder in einem neuen Fußballtrikot auf den Platz zurückkehrt. Der 27-Jährige wechselt im Sommer nämlich zum VfB Lünen.

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Lange, zu dem VfB-Co-Trainer Daniel Skubich den Kontakt geknüpft hatte, beschreibt seine Entscheidung wie folgt: „Nach einem Gespräch mit den Trainern war mir eigentlich recht schnell klar, dass ich diesen Schritt gehen werde, um noch einmal eine neue Herausforderung anzugehen“, so der künftige Süder.

In der Jugend hat Lange beim VfB nämlich seine ersten Schritte im Fußball gemacht. „Ein verlorener Sohn kehrt Heim“, sagt der Keeper, der mit dem VfB um den Aufstieg mitspielen und möglichst viele Spielanteile sammeln möchte.

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