"Das wird etwas Besonderes" - Die Trainer vor dem Westfalenfinale

Handball

Die Handball-Westfalenfinals zwischen den beiden Lüner A-Mädchen stehen an. RN-Mitarbeiter Mats Gärtner sprach mit dem VfL-Trainer Uli Richter und dem LSV-Coach Marcel Mai über die Stimmung vor dem Spiel.

LÜNEN

von Von Mats Gärtner

, 01.04.2011, 11:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer geht als Favorit in die Partie? Richter: Lünen. Aus dem gleichen Grund, aus dem der LSV auch in der Meisterschaft Favorit war - sie haben die stärkere Bank, viel mehr Möglichkeiten, zu wechseln.Mai: Den gibt es nicht. Das ist ein Westfalenmeisterschaftsfinale, da werden die Karten komplett neu gemischt.Wie sieht die Stimmung innerhalb der Mannschaft aus?Richter: Optimal. Diesmal muss ich keine meiner Spielerinnen motivieren, das machen die Umstände schon von ganz alleine.Mai: Bei uns ist es genauso. Besser geht es nicht. Das ist der Höhepunkt der Saison. Meine Mädchen fiebern den beiden Spielen regelrecht entgegen."Das verleiht dem Finale ordentlich Zündstoff"Wo liegen die Stärken des Gegners?Richter: Die Mannschaften kennen sich seit Jahren, die Stärken sind kein Geheimnis mehr. Wir müssen versuchen, die Kreisläuferin Rabea Pein eng zu decken und frühzeitig auf die Rückraum-Schützin Sina Winter raus zu gehen.Mai: Da muss ich auch nicht lange um den heißen Brei herumreden: Viviane Vogel. Wenn wir es schaffen, die Halblinks-Akteurin früh anzugehen, sind wir schon mal einen ordentlich Schritt weiter. Allerdings müssen wir unser Augenmerk auch auf die starke, defensive 6:0-Deckung mit der meist überragenden Torfrau Lena Piepenkötter dahinter legen. Schaffen wir es, die Deckung auseinander zu ziehen, stellen wir den VfL vor Probleme.Mit einem anderen Ausgang hätte der LSV gegen Bielefeld im Finale gestanden, der VfL gegen Arnsberg. Hätten Sie einen lieber einen anderen Gegner gehabt als den Lokalrivalen?Richter: Nein. So etwas hat es in Lünen lange nicht gegeben, das verleiht dem Finale noch ordentlich Zündstoff!Mai: Ich habe mir das letzte Spiel von Brambauer gegen Bielefeld angesehen. Zunächst haben wir uns geärgert, weil Bielefeld die schwächere Mannschaft war - aber im Nachhinein stimme ich zu, das wird etwas Besonderes!

Was wird am Sonntag entscheidend für den Sieg sein? Richter: Die Tagesform. Auch, wenn ich den LSV als Favorit sehe, wenn beide Mannschaften 60 Minuten konzentriert Vollgas geben, liegen sie auf einem Niveau. Mai: Richtig! Beide Teams werden gleich gut trainiert und motiviert sein.

Einen Vergleich der beiden Mannschaften lesen Sie in der Freitagsausgabe (1. April) Der Lüner Ruhr Nachrichten. Das Spiel wird am Sonntag um 14 Uhr in der Sporthalle an der Diesterwegstraße in Brambauer angepfiffen. Beide Teams freuen sich auf eine starke Zuschauerunterstützung.

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