Dennis Kirchner: Der mit der linken Klebe ist zurück

LÜNEN Handball-Landesligist Lüner SV hat bereits nach zwei Spielen viel Freude an Dennis Kirchner. Der Rückraum-Akteur weilte für ein halbes Jahr in Australien und Thailand. Nun ist der nervenstarke Linkshänder zurück und steuerte beim 29:28-Sieg des LSV in Höchsten gleich drei Tore bei. Ein Porträt.

von Von Carina Püntmann

, 03.03.2009, 14:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dennis Kirchner: Der mit der linken Klebe ist zurück

Linkshänder Dennis Kirchner (rotes Trikot) meldete sich erfolgreich beim Landesligisten Lüner SV zurück.

Kirchner überzeugte vor allem im Deckungsbereich und durch sein gutes Auge für seinen Mannschafts-Kameraden Jan Richter am Kreis. Auch in der Partie gegen das Kellerkind SG Massen (35:30) markierte er fünf Treffer und präsentierte sich besonders in der Abwehr bärenstark.

"Da Höchsten zu den Topteams gehört, hatte ich mich auf das Spiel gefreut. Dass wir auch gewonnen haben, freut mich umso mehr", strahlt er. Kirchner, der am 31. Mai 20 Jahre alt wird, begann seine sportliche Laufbahn mit fünf Jahren - allerdings beim Fußball. Er versuchte sich bis zu seinem zehnten Lebensjahr auf dem Platz des VfB 08 Lünen.

In der Schule begonnen Anschließend kam er durch die Handball-AG des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums zu seinem jetzigen Hobby. "Durch meine Mitschüler Jan Richter und Daniel Lüger bin ich zum VfL Brambauer gekommen", plaudert er. Dort ging er im C-Nachwuchs, die in der Bezirksliga vertreten war, auf Torejagd. Bis zum Ende der B-Jugend lief er für die Mannschaft aus der Sporthalle an der Diesterwegstraße auf.

Anschließend holte ihn sein jetziger Trainer Ralf Lange in die A-Jugend des ASV Hamm. Dort spielte Kirchner zwei Jahre lang in der Oberliga und lief sogar im zweiten Seniorenteam, das damals von der Landes- in die Verbandsliga aufstieg, auf. Nach Beendigung seiner Jugendzeit wechselte er zu den Senioren des LSV. Allerdings nahm er sich nach dem Abitur mitten der Saison eine Auszeit, nutzte seine Freiheit. Er ging für vier Monate nach Australien, für weitere sechs Wochen nach Thailand.

"Ich bin ins Ausland gegangen, weil ich dachte, dass ich so eine Chance nie mehr bekomme. Ich wollte vor dem Studium noch einmal die Zeit genießen", erzählt der Sportler. Auf dem fünften Kontinent und in Asien hielt er sich durch Kraftübungen, Joggen, Schwimmen, sowie Surfen und Tauchen fit. Kirchners Stärken liegen praktisch in seinen Genen: Er ist Linkshänder, zudem ist der Rechtsaußen- und Rückraum-Spieler sehr ehrgeizig und ein sehr guter Verteidiger.

Mehr Verantwortung

Woran kann bei solchen Voraussetzungen noch gearbeitet werden? Kirchner antwortetet schnell: "Ich will versuchen, noch mehr Verantwortung zu übernehmen, in entscheidenden Drucksituationen die richtige Einstellung haben und noch mehr an meinem Wurf arbeiten."

Was er studiert, weiß er noch nicht. Aber Kirchner versucht zum Wintersemester einen Platz in Dortmund zu bekommen. Auch im Studium sucht er den guten und schnellen Abschluss. Gleichzeitig will er handballerisch so weit wie möglich kommen. Mit seiner Klasse stehen ihm sicher bald einige Türen offen.

ZUR PERSON Dennis Kirchner wurde am 31. 5. 1989 in Werne geboren. Er besuchte das Stein-Gymnasium. Seine Eltern, Ines und Joachim Kirchner, unterstützen den 19-Jährigen bei seinem Sport, wo sie nur können. Neben Handball trifft sich der Linkshänder mit Freunden und übt jegliche Art von Sporttechnik aus.

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