Dennis Köse lässt den BV Brambauer spät jubeln / Starker Auftritt von Westfalia Wethmar

Fußball-Bezirksliga

Emotionaler Sieg für den BV Brambauer – Köse trifft kurz vor Schluss. Westfalia Wethmar überzeugte gegen Union Lüdinghausen. Ein ehemaliger Lüdinghausener traf für den TWW sogar.

von Timo Janisch, Niklas Dvorak

Eichlinghofen, Wethmar

, 24.03.2019, 22:18 Uhr / Lesedauer: 3 min
BVB-Trainer Jascha Keller (v.l.) freut sich mit Torschütze Dennis Köse und Kapitän Joel Razancia über den späten Siegtreffer Köses in Eichlinghofen.

BVB-Trainer Jascha Keller (v.l.) freut sich mit Torschütze Dennis Köse und Kapitän Joel Razancia über den späten Siegtreffer Köses in Eichlinghofen. © Foto: Janisch

Bezirksliga 8

TuS Eichlinghofen – BV Brambauer 0:1 (0:0)

Was ein Befreiungsschlag! Nur einen Zähler hatte der BV Brambauer in der Rückrunde der Fußball-Bezirksliga bis dato geholt. Dann kam Dennis Köse: In der 90. Minute des Auswärtsspiels beim TuS Eichlinghofen drückte Köse den Ball über die Linie – 1:0 für den BVB. Dabei blieb es am Sonntag.

„Gegen so eine Truppe...“, platzte es aus Marc Risse, Trainer des TuS Eichlinghofen, kurz vor Schluss heraus. Wenige Momente zuvor hatte Innenverteidiger Köse Risses Elf in Rückstand gebracht. Einen Standard hatte der BVB gebraucht, denn spielerisch war die Partie über weite Strecken mau. So brauchten die Brambaueraner ihren spielenden Co-Trainer, der nach dem langen Freistoß und abschließendem Abtauchen des Balles als Erster an das Spielgerät kam und traf. Köse war es auch, der nach dem Treffer die vorletzte gefährliche Situation bereinigte.

Kurz vor dem erlösenden Köse-Treffer hätte die Partie allerdings noch in die andere Richtung umschlagen können. Eichlinghofen schaltete über den flinken Salomon Tshitungu Kadima, der im Eins-gegen-Eins gegen BVB-Keeper Jörg Lemke querlegte. „Eine tausendprozentige Chance“, sagte Risse. Aber der schon geschlagene Lemke rettete noch herausragend. „Ein sensationelles Gefühl. Unbeschreiblich, dass Jörg den weltklasse hält. Das sind Situationen, die die Mannschaften aufmischen“, sagte Brambauers Trainer Jascha Keller.

Für die Brambaueraner ist der nicht eingeplante Erfolg in Eichlinghofen, das Keller zu den besten drei Teams der Liga zählt, enorm wichtig. Es ist der erste Dreier seit dem Jahreswechsel und die gelungene Reaktion auf die 2:3-Derbyniederlage zuletzt gegen Westfalia Wethmar. „Das sind genau die Spiele, für die wir Fußball spielen. Das wird die Jungs in den nächsten Wochen pushen“, so Keller.

Seine Mannschaft behielt in einer ereignisarmen Partie stets die Kontrolle, stand defensiv sicher. Nach vorne gelang wenig bis nichts, Stürmer Christian Wantoch von Rekowski wurde zu oft alleine gelassen. Doch das interessierte nach Abpfiff im BVB-Lager niemanden mehr. „Wir haben gesagt: Wir müssen auch mal als schlechtere Mannschaft als Sieger vom Platz gehen“, so Keller.

TuS Eichlinghofen: Fibbe – Uphues (66. Scheibelhut), Chattibi (46. Pluck), Steinke, Maranca, Dickehut, Atalay (34. Cetinkaya), Tshitungu Kadima, Hillebrand, Desiderio, Rose

BV Brambauer: Lemke – Diekmann, Köse, Kollakowski, Klemt – Rimkus, Ehrentraut – Berger (66. Krziwanek), Razanica, Daunhauer (83. Poczkaj) – Wantoch von Rekowski (69. Christal)

Tor: 0:1 Köse (90.)

Bezirksliga 8

Westfalia Wethmar – Union Lüdinghausen 4:0 (1:0)

Fußball-Bezirksligist TuS Westfalia Wethmar holte am Sonntag den nächsten Sieg. Gegen Union Lüdinghausen gewannen die Grün-Weißen mit 4:0.

Wethmars Trainer Andreas Przybilla war in den ersten Minuten von der Herangehensweise des Gastes überrascht. „Ich hab nicht erwartet, dass Lüdinghausen uns so offensiv attackiert.“ Das stellte die Westfalia anfangs auch vor Schwierigkeiten, doch nach gut 20 Minuten hatte der Gastgeber das Spiel im Griff und erarbeiteten sich Chancen heraus. Eine davon nutzte Sören Dvorak nach Zuspiel von Till Kowalski, der nach längerer Verletzungspause von Beginn an ran durfte.

Nach dem Seitenwechsel spielte fast nur der Gastgeber. Nach einem strafbaren Handspiel im Strafraum zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Den Strafstoß verwandelte Ex-Lüdinghausener Andreas Kalhkopf sicher zum 2:0. Von den Gästen kam in der Schlussphase relativ wenig Gegenwehr. Nach einer flachen Flanke von Kahlkopf stand Nico Stork in der Mitte völlig blank und erhöhte auf 3:0 (85.). Zwei Minuten später sorgten zwei Einwechselspieler für den nächsten Treffer. Riaan Neutzner legte Alexander Podszuck auf, der das Ergebnis auf 4:0 hochschraubte. Podszuck absolvierte aufgrund von vielen Verletzungen sein erstes Spiel in dieser Saison.

„Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute nicht gut gespielt. Es war eine klare Angelegenheit“, sagte Union-Coach Tobias Tumbrink. Sein Gegenüber sah das etwas anders: „Wir hatten zu Beginn ein paar Probleme, sind dann aber über unsere Schnelligkeit gekommen und haben das sehr gut zu Ende gespielt“, so Przybilla

Westfalia Wethmar: Koprek – Kaufmann, Jankort, Dupke, Jashanica (85. Neutzner), Dvorak (77. Cillien), Kahlkopf, Kowalski, Heptner (56. Podszuck), Osterholz, Stork

Union Lüdinghausen: Fabry – Roters, Grewe (17. Weimer, 66. Hüser), Neumann, Hüser, Mangel, Schürmann, Martel, Krüger (78. Schmidt), Husken, Camara

Tore: 1:0 Dvorak (35.), 2:0 Kahlkopf (61./Handelfmeter), 3:0 Stork (85.), 4:0 Podszuck (87.)

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