Der Aufstand der Amateure organisiert sich

AUS DER REGION / LÜNEN Die heimischen Fußballer haben einen Verein zur Förderung des Amateurfußballs im Fußballkreis Unna/Hamm gegründet. Das Ziel ist klar: "Wir müssen dem Amateurfußball mehr Aufmerksamkeit verschaffen", sagt der frisch gewählte Vorsitzende Michael Schröer vom SSV Mühlhausen.

von Ruhr Nachrichten

, 25.03.2009, 08:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Aufstand der Amateure organisiert sich

Die heimischen Amateure, hier ein B-Liga-Spiel des BV Lünen II gegen Türkspor Dortmund, kämpfen gegen das dritte Sonntagsspiel in der Bundesliga.

Nachdem Rechtsanwalt Andreas Habbes zunächst die Formalien abgehandelt hatte, sprachen sich alle für Schröer als Vorsitzenden aus. Neben Vereinsvertretern sitzt mit Michael Zahorodnyi (Germania Hamm) auch der Hammer Schiedsrichter-Obmann mit im Boot.

Nachdem Rechtsanwalt Andreas Habbes zunächst die Formalien abgehandelt hatte, sprachen sich alle für Schröer als Vorsitzenden aus. Neben Vereinsvertretern sitzt mit Michael Zahorodnyi (Germania Hamm) auch der Hammer Schiedsrichter-Obmann mit im Boot.

"Ich möchte keinen zweiten Reinfall erleben" Schröer stellte zu Beginn klar, dass es dem neuen Verein zunächst darum gehe, seinen Interessen Gehör zu verschaffen. "Ein Boykott ist im Dezember an zwei Vereinen gescheitert, ich möchte keinen zweiten Reinfall erleben, dann verbrennen wir uns. Wenn es einen Protest gibt, dann sollte der landesweit laufen", machte der der neue Vorsitzende deutlich. Das drohende Sonntagsspiel könne man wohl nicht verhindern.

Dies sah Reinhard Grundmann vom FC Schaffrath, der aus Gelsenkirchen angereist war, anders: "Solange nichts entschieden ist, müssen wir kämpfen." Neben ihm saßen weitere Vertreter vom VfB Hüls und des ETuS Bismarck. Grundmann: "Noch gibt es kleine Brandherde, die können zu einem Flächenbrand werden."

Habbes: Was DFB und DFL fürchten Soweit soll es zunächst aber wohl nicht kommen. Vielmehr will der Förderverein zunächst noch mehr Sportler für die Problematik sensibilisieren. Mit einer möglichen Klage gegen die Änderung des Grundlagenvertrags, der die Anstoßzeiten in der Bundesliga regelt, will man sich aber noch zurückhalten. Habbes: "DFB und DFL fürchten vielmehr, dass sich die Amateurvereine organisieren."

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