Der Lüner SV nutzt eine andere Sportart, um kontaktlos zu trainieren

Handball

Während der Handballkreis Hellweg seinen Spielbetrieb bis Januar aussetzt, scheint es beim Handballverband Westfalen überkreislich zunächst weiterzugehen. Trainer Marcel Mai vom Lüner SV plant mit der Ungewissheit.

Lünen

, 26.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Lüner SV um Trainer Marcel Mai hat Mittel und Wege gefunden, um kontaktlos aber vor allem effektiv zu trainieren.

Der Lüner SV um Trainer Marcel Mai hat Mittel und Wege gefunden, um kontaktlos aber vor allem effektiv zu trainieren. © Weitzel

„Scheint so, als ob das so bleibt, ich würde aber nie sagen, dass es safe ist“, sagt Marcel Mai, Trainer bei den Oberliga-Handballerinnen des Lüner SV.

Zu ungewiss sei für ihn die Situation bei den steigenden Corona-Zahlen im Sektor. Während der Handballkreis Hellweg seinen Spielbetrieb bis Januar aussetzt (wir berichteten), verfolgt der Handballverband Westfalen eine andere Marschroute. „Westfalen geht einen anderen Weg, den richtig richtigen Weg zu finden ist halt schwierig“, sagt Mai. „Das ist so ein Durcheinander – Wahnsinn!“


Aktuell zwei Nachholspiele

Die Partie gegen den SC DJK Everswinkel werde laut Mai Anfang Januar nachgeholt, gegen die SG TuRa Halden-Herbeck trete seine Mannschaft noch 2020 unter der Woche an. Unsicherheit herrsche auch bei der Frage, ob Mai nächste Woche mit seinen Mädels mit Kontakt trainieren soll.

„Das warten wir noch ab. Ich habe meinen Spielerinnen auch gesagt, dass wir jetzt von Situation zu Situation denken“, sagt Mai. „Man muss sich ein Stimmungsbild machen. Die eine oder andere will ja vielleicht auch gar nicht spielen, dann hat man vielleicht kein Team.“

Denn am kommenden Wochenende steht der TVE Netphen auf dem Liga-Kalender der Oberliga. Ein Verein, der laut Mai zuletzt durch einen Corona-Vorfall Probleme gehabt habe. „Wenn am Wochenende gespielt wird, dann müssen wir auch trainieren“, sagt Mai.

Fitnessstand: „gut“

Das Fitness-Niveau seiner Akteurinnen sei „gut“; die Erfahrungen aus dem langen Lockdown kommen den Trainern offenbar zugute. Mai: „Das funktioniert super. Die Mädels kriegen eigentlich immer Hausaufgaben: Workouts, Laufen, Fitnessstudio.“

Wenn der Trainer, wie zuletzt, Kontakt beim Training vermeiden möchte, spielen die Lünerinnen häufig und gern Badminton. „Da sind die Bewegungsabläufe auch ähnlich: viele schnelle kurze Bewegungen und man hat genügend Abstand“, sagt Mai.

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