Der Lüner SV revanchiert sich für den Ausrutscher

Fußball-Westfalenliga

Der Lüner SV hat sich nach dem schwachen Auftritt in der Vorwoche rehabilitiert – mit einem 3:1-Sieg gegen Westfalia Wickede. Ein Lüner hätte das Ergebnis aber höher gestalten können.

Lünen

, 24.02.2019, 20:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Lüner SV revanchiert sich für den Ausrutscher

Torschützen unter sich: Milan Sekulic (l.) und Talha Temur trafen für den Lüner SV. .goldstein © Günther Goldstein

Krise abgewendet: Fußball-Westfalenligist Lüner SV hat am Sonntag im ersten Heimspiel des Jahres direkt den ersten Sieg gefeiert. Im kleinen Derby gegen Westfalia Wickede gelang dem LSV ein verdienter 3:1-Erfolg.

Westfalenliga 2

Lüner SV – BV Westfalia Wickede 3:1 (2:0)

LSV-Trainer Mario Plechaty und auch seinen Spielern fiel nach der Partie ein Stein vom Herzen. Die deftige 1:4-Niederlage in der Vorwoche beim BSV Schüren hatte den LSV bis tief in die Woche begleitet. Entsprechend engagiert ging es im Training zur Sache. Die Frage aller Fragen war vor dem Wickede-Spiel nur: Schafft der LSV es auch im Meisterschaftsbetrieb wieder, die nötige Qualität aufs Feld zu bringen? Er hat es geschafft.

Die Lüner Mannschaft, die Plechaty auf sechs Positionen veränderte, nahm von Beginn an das Heft in die Hand. Gleich mit der ersten Tormöglichkeit ging der LSV in Führung. Nach einem schönen Zusammenspiel zwischen Milan Sekulic und Yasin Acar landete der Ball bei Talha Temur, der Gästekeeper Dennis Wegner ausspielte und zum 1:0 einschob.

LSV lässt Chancen aus

Die erste gute Chance der Gäste erspielte sich ein Ex-Lüner. Sven Ricke traf nach 40 Minuten allerdings nur das Außennetz. Besser machte es auf der Gegenseite Fabian Pfennigstorf, der wiederum von Yasin Acar in Szene gesetzt wurde. Im Fallen spitzelte er den Ball an Wegner vorbei in den Kasten – zum 2:0-Pausenstand. „Die Mannschaft hat Charakter gezeigt. Diese Woche hat man bei jedem Spieler Laufbereitschaft und Aggressivität gesehen“, so Plechaty.

Etwas besser wurde es aus BV-Sicht in Hälfte zwei. Zwingende Tormöglichkeiten sprangen dabei jedoch kaum für Wickede heraus. Die Lüner verpassten ihrerseits zunächst die Entscheidung, als Talha Temur (62./64.), Ömer Karsli (64.) und Mirza Basic (70.) gute Möglichkeiten ausließen. Erst Milan Sekulic (72.) machte später alles klar – 3:0. „Natürlich müssen wir Wickede da viel früher ausknocken“, sagt Plechaty.

LSV kurz vor Schluss noch in Unterzahl

Zumindest den Ehrentreffer durften Sven Ricke und der Gast aber noch bejubeln. Nachdem sich Lünens Viktor Siljeg im Strafraum verdribbelte, nutzte Justice Agyeman den Fehler aus und traf zum 1:3-Endstand. „Da darf Viktor natürlich nicht so ins Dribbling gehen. Das weiß er aber auch“, so Plechaty nach dem Abpfiff.

Zehn Minuten vor dem Ende der Partie schwächte sich der LSV dann noch unnötig selbst. Wegen wiederholten Foulspiels musste Ersin Kusakci das Feld vorzeitig verlassen. Er wird im kommenden Spiel beim SC Neheim, 10. März, also nicht mit an Bord sein, sodass Plechaty seine Viererkette abermals umbauen muss. Dank des Erfolgs springt der LSV auf Rang sieben der Tabelle, hat vier Punkte Rückstand auf den Vierten Wanne-Eickel.

Lüner SV: Fischer – Denizci, Siljeg, Drees, Acar (68. Basic), Sekulic, Ibeme, Kusakci, Pfennigstorf (58. Karsli), Temur, Rustige (46. Memic)

Westfalia Wickede: Wegner – Lüder (66. Toetz), Großkreutz, Homann, Dieckmann, Ricke (78. Fels), Jcen (46. Lewandowski), Dietz, Heinings, Agyeman, Konya

Tore: 1:0 Temur (6.), 2:0 Pfennigstorf (43.), 3:0 Sekulic (74.), 3:1 Agymean (76.)

Bes. Vorkommnis: Gelb-Rote Karte Kusakci (80.) wegen wiederholten Foulspiels

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