Der Lüner SV verliert nach Zottl-Abgang noch einen Stammspieler - aber erst im Sommer

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Philipp Herder ist weg, Marcel Ramsey auch und nun auch noch Johannes Zottl. Doch damit nicht genug: Eine weitere Stammkraft verlässt den Lüner SV - allerdings erst im Sommer.

Lünen

, 31.01.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Personalkarussell beim Fußball-Westfalenligisten Lüner SV hat sich in dieser Winterpause noch einmal gehörig gedreht. Vier Spieler sind dazugestoßen (Nikolas Friedberg, Talha Temur, Marcel Milosz und Robin Gordon), vier Spieler sind gegangen (Johannes Zottl, Marcel Ramsey, Philipp Herder und Emanuel Lucau). Nun bestätigte der LSV Gerüchte, dass ein weiterer Stammspieler den Verein verlässt.

Dominik Deppe, erst im Sommer vom FC Iserlohn zum Lüner SV gewechselt, wird ab der neuen Spielzeit nicht mehr für die Rot-Weißen auf dem Feld stehen. Das bestätigten sowohl der LSV in Person von Christian Hampel, Trainer und Sportlicher Leiter sowie der Spieler selbst. Der Außenverteidiger wechselt zum Ligakonkurrenten FC Brünninghausen. Doch eigentlich wollte Deppe gar nicht wechseln.

„Ich bin mit dem Umfeld zufrieden“

„Für mich kam eigentlich kein Vereinswechsel innerhalb der Westfalenliga in Frage. Trotz der Hinrunde fühle ich mich in Lünen wohl und bin mit dem Umfeld zufrieden“, sagt Deppe. Dass der 25-Jährige nach gerade einmal einer Spielzeit beim LSV trotzdem den Verein verlässt, hat spezielle Gründe.

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Deppe verändere sich beruflich, zudem wohnt der Außenverteidiger gerade einmal 150 Meter entfernt vom Sportplatz der Brünninghauser. Für Deppe war klar: Wenn Brünninghausen Interesse bekundet, dann überlegt er - und das Interesse folgte prompt.

Dominik Deppe spielt ab der neuen Saison für den FC Brünninghausen.

Dominik Deppe spielt ab der neuen Saison für den FC Brünninghausen. © Timo Janisch

„Ich bekam einen Anruf von Florian Gondrum (Trainer Brünninghausen, Anm. d. Red.). Ich habe mir das Angebot dann ein paar Tage überlegt, war aber eigentlich sofort Feuer und Flamme“, sagt Deppe und nennt Brünninghausen neben dem ASC 09 Dortmund den „interessantesten Klub“ in Dortmund. Aufgrund der Nähe seines Wohnorts zum Sportplatz und des Ansehens des Vereins in Dortmund habe sich Deppe zu diesem Schritt entschlossen.

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Dominik Deppe beteuert: „Das ist keine Entscheidung gegen Lönen. Ich bin auch eigentlich nicht der Typ, der nur eine Saison irgendwo spielt, deswegen finde ich das auch schade. Trotzdem freue ich mich auf die neue Aufgabe“, sagt Deppe, der mit dem LSV noch ein klares Ziel für die Rückrunde hat: „Der Klassenerhalt ist mir sehr wichtig. Der Abgang von Joey (Johannes Zottl, Anm. d. Red.) hat es nicht leichter gemacht. Wir haben aber die Qualität, das schaffen.“

Hampel kann Deppe verstehen

Christian Hampel, Coach der Lüner, kann Deppes Wechsel nachvollziehen. „Er wohnt ja nur 100 Meter entfernt zum Platz. Er kann zu Fuß zum Training gehen“, sagt Hampel, der betont: „Diese Saison wird er aber auf jeden Fall bei uns zu Ende spielen“.

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