Der Mädchenfußball-Boom - das sind die Gründe

LÜNEN / DORTMUND Im Fußballkreis Dortmund boomt der Mädchenfußball. Waren 2003 noch 550 Mädchen zwischen 12 und 16 Jahren aktiv, sind es 2008 mehr als doppelt so viele gewesen. Wir haben uns in den Lüner Vereinen umgesehen und sind auf die Suche nach Ursachen für den Boom gegangen.

von Von Carina Püntmann

, 11.03.2009, 20:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Mädchenfußball-Boom - das sind die Gründe

Im Januar jagten die Mädchen der Lüner Schulen bei der Schulstadtmeisterschaft über das Hallenparkett. Der Mädchenfußball erlebt einen Boom.

Den Anfang vor etwa zwölf Jahren machten die Geister. Damals stellten sie ein U17-Team. Durch die Heim-WM der Männer 2006 und die Frauen-WM 2007 kamen immer mehr junge Spielerinnen zum Sportplatz in die Geist.

Den Anfang vor etwa zwölf Jahren machten die Geister. Damals stellten sie ein U17-Team. Durch die Heim-WM der Männer 2006 und die Frauen-WM 2007 kamen immer mehr junge Spielerinnen zum Sportplatz in die Geist.

40 Spielerinnen beim BV 05...

Aufgrund der zunehmenden Anfragen gründete der BV zwei U14-Teams. Diese wurden anschließend aufgrund des Alters wieder gespalten: Nun vertreten rund 40 Akteurinnen in der U12 und U14 die Geister. "Leider konnten wir in dieser Saison keine U17 stellen. Aber wir haben auf jeden Fall vor, für das kommende Jahr eine in die Meisterschaft zu schicken", berichtet Jugend-Geschäftsführer Detlef Eppmann.

Der Lüner SV ist mit zwei U17-Teams bestückt. Das ist womöglich auch der Verdienst von Andreas Witte, der sich seit einigen Jahren intensiv mit dem Mädchen-Fußball beschäftigt. "Ich bin der Meinung, dass die Spielerinnen dies einzig für sich selbst machen. Außerdem spielt der Freundschafts-Aspekt eine große Rolle", sagt Witte. Einen direkten Zusammenhang zwischen der Nationalmannschaft und dem Boom in Lünen sehe er nicht. Bei den Rot-Weißen laufen rund 40 Akteurinnen auf.

... 50 Spielerinnen beim TuS Niederaden... Erfolgreiche Arbeit leistet auch der TuS Niederaden. Auch durch den Antrieb von Thomas Poppe und Klaus-Peter Hansmeyer hat der TuS eine U14- und eine U17-Mannschaft aufgestellt. "Es sind 50 junge Spielerinnen bei uns, die gefördert werden wollen. Ich ziehe den Hut vor jedem Verein, der Mädchen-Teams hat", sagt Poppe ganz selbstlos.

Auch beim BV Brambauer war das Thema Mädchen-Mannschaften schon lange im Gespräch. Allerdings fehlten die entsprechenden etatmäßigen Trainer. Doch mit Burkhard Stoltefuß und Claudia Damer verpflichteten die Schwarz-Weiß-Roten zwei im Mädchen-Fußball bekannte Gesichter.

Eine U14 und eine U17 gehen für den BVB an den Start. "Und unsere U12 ist noch im Aufbau. Wir gehen in die Grundschulen und machen Werbung", berichtet Stoltefuß, betont aber auch: "Immer mehr Akteurinnen kommen von selbst zu uns."

... und ein leichter Rückgang beim SuS Oberaden Der Boom ist aber nicht in allen Vereinen angekommen. Beim SuS Oberaden ist die Zahl der Interessentinnen etwas zurückgegangen. Womöglich auch, weil der Römerberg etwas außerhalb liegt. Trotzdem schicken die Grün-Weißen derzeit eine U15 mit 16 Spielerinnen ins Rennen. Vielleicht dreht sich der Trend auch dort im Jahr 2011 wieder.Eine Grafik zur Entwicklung der Zahlen im Fußballkreis Dortmund von 2003 bis 2008 und ein Hintergrundgespräch mit er Frauenfußball-Beauftragen des Kreises finden Sie in der Donnerstagsausgabe (12. März) der Lüner Ruhr Nachrichten.

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