Der Widersacher Nummer eins des Lüner SV? Darum gehört Wanne-Eickel zu den Topfavoriten

mlzFußball-Westfalenliga 2

Immer wieder fällt der Name DSC Wanne-Eickel, wenn über den Westfalenliga-Titelfavoriten gesprochen wird. Dort kickt in Lukas Ziegelmeir ein ehemaliger Lüner. Wir haben mit ihm gesprochen.

Lünen

, 07.08.2019, 13:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Christian Hampel, Sportlicher Leiter beim Fußball-Westfalenligisten Lüner SV, legte sich schon früh - genau genommen beim Lüner Trainingsauftakt Ende Juni - fest: „Ich sehe Wanne-Eickel ganz oben. Das war in der Rückserie die beste Mannschaft. Sie sind größtenteils zusammengeblieben. Das ist ein Pfund“, so Hampel. Ist Wanne-Eickel also ein ernstzunehmender Konkurrent für den Lüner SV im Kampf um den Titel?

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Lukas Ziegelmeir, ehemaliger Spieler des Lüner SV, kann das gut beurteilen. Der Mittelfeldspieler spielt mittlerweile seit einem Jahr für Wanne-Eickel. „Ich denke, dass dieses Anspruchsdenken mit den getätigten Transfers und der vielversprechenden Vorbereitung zutun hat“, sagt der 26-Jährige. Die Vorbereitung des DSC lief wirklich fast ausnahmslos nach Plan. Vor allem der Sieg beim Cranger-Kirmes-Cup ist hoch zu werten. Dort setzte sich Wanne-Eickel zuletzt unter anderem zwei Mal gegen den ambitionierten Oberligisten Westfalia Herne (6:1 in der Vorrunde, 6:0 im Finale, Anm. d. Red.) durch. „Wir wissen um unsere Stärke, den Sieg darf man aber trotzdem nicht überbewerten“, sagt Ziegelmeir, der mit seinen Mitspielern und Etappen denken will. Am Ende solle dann ein Platz unter den fünf besten Teams der Liga herausspringen.

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Zu den Top fünf zählt Ziegelmeir auch seinen ehemaligen Klub - den Lüner SV. Die Schwansbeller, die vor dieser Spielzeit kräftig aufgerüstet und den Trainer gewechselt haben, schätzt Ziegelmeir konkurrenzfähig ein. „Lünen hat halb Iserlohn geholt und dadurch gute Qualität gewonnen. Außerdem gibt es ja noch die beiden Top-Transfers mit Mehmet Kara und Volkan Ekici, die schon in höheren Liga unter Beweis gestellt haben, dass sie eine brutale Qualität haben“, lobt Ziegelmeir das Duo. Mit Ekici selbst hat der 26-Jährige in der Vergangenheit schon beim Lüner SV zusammengespielt.

Trotz der mehr als durchwachsenen Vorbereitung der Lüner merkt Ziegelmeir an, dass eine Mannschaft mit der Qualität, die der LSV hat, dennoch schnell die Punkte einheimsen kann. Davon sprach auch schon Lünens Neuzugang Mehmet Kara, der aktuell noch im Urlaub weilt und die ersten Spiele der Lüner verpassen wird.

Verpassen wird auch Lukas Ziegelmeir die ersten Saisonspiele. Der Mittelfeldakteur des DSC laboriert aktuell an einer Schambeinentzündung, die er sich im März zugezogen hat. Seitdem darf er keinen Sport treiben. Wie lange er ausfällt? Ungewiss. „Das ist leider nicht abzuschätzen, zwei Monate aber noch mindestens, denke ich“, so der 26-Jährige, der sich beim DSC dennoch „pudelwohl fühlt“ und es nicht bereue, den LSV verlassen zu haben. Auf den trifft Wanne-Eickel übrigens erst am 3. November. Bis dahin könnte Ziegelmeir also wieder fit sein.

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