Derby für Oberaden / Prüfstein für VfL-Damen

Handball

Auf Handball-Verbandsligist SuS Oberaden wartet Freitagabend eine besondere Aufgabe. Das Team um Trainer Ralf Weinberger muss beim ewigen Rivalen HC TuRa Bergkamen zum Lokalderby antreten. Für die Verbandsliga-Frauen des VfL Brambauer wartet auswärts eine ebenso knifflige Aufgabe.

LÜNEN

, 18.09.2014, 15:52 Uhr / Lesedauer: 3 min
Martha Rykowski (am Ball) spielt mit dem VfL beim TV Arnsberg.

Martha Rykowski (am Ball) spielt mit dem VfL beim TV Arnsberg.

Sein Team kennt Bergkamen bestens, weiß, dass es auf Spielertrainer Thomas Rycharski aufpassen muss. Nicht zu unterschätzen ist auch Kreisläufer Tom Trost, der zuletzt noch beim VfL Brambauer in der Bezirksliga spielte, körperlich und spielerisch aber einen großen Fortschritt gemacht hat und in den letzten beiden Spielen insgesamt 14 Treffer vom Kreis erzielte. TuRa baut zudem auf Alexander Blicker, der von Hamm kam und als Linkshänder stets torgefährlich ist. Mit Blick auf das eigene Personal fällt weiter Tim Fehring (gesperrt) aus. Der Einsatz von Pascal Stennei (Fuß) ist noch fraglich. 

Der Gastgeber setzte sich mit zwei Siegen aus den ersten beiden Spielen an die Spitze der Tabelle. „Arnsberg ist nun mal Meisterschaftsfavorit. Es hat eine eingespielte Mannschaft und zwei starke Rückraumspielerinnen. Wir kennen das Team und sind gewarnt“, äußert sich VfL-Coach Uli Richter. Doch sein Team braucht sich nicht zu verstecken, holte im ersten Saisonspiel ebenfalls ein Sieg gegen die HSG Menden-Lendringsen II. Dabei zeigte Brambauer eine spielerisch und kämpferisch gute Leistung. An diese Partie will der VfL nun anknüpfen. „Wir fahren nicht nach Arnsberg, um die Punkte dort zu lassen. Wir werden alles geben“, verspricht Richter. Seine Mannschaft hat nichts zu verlieren, will nur schnellstmöglich die Punkte für den Klassenerhalt einfahren. „Wir fahren völlig befreit und locker nach Arnsberg und schauen dann, was wir erreichen können“, so Richter. Mit Blick auf die Personalie sieht es gut aus. Bis auf die Langzeitverletzten sind alle Spielerinnen an Bord.

„Eigentlich liegt uns der Bochumer HC“, berichtet LSV-Trainer Marcel Mai und legt nach: „Das Team hat einige erfahrene Spielerinnen in seinen Reihen, die recht langsam und kaum über Tempo spielen.“ Auf eine Spielerin muss Lünen aber besonders aufpassen: Auf die Akteurin im rechten Rückraum, die stets wurfgefährlich ist. „Für uns heißt es, sie unter Kontrolle zu bekommen. Wir wollen zudem zügig nach vorn spielen und wieder mit unserem Tempo überzeugen“, fordert Mai. Dass die LSV-Frauen mit 0:4 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz stehen, stört sie im Moment noch nicht. „Wir können die Situation sehr gut einschätzen. Wissen, dass es personelle Probleme gab. Bedingt durch die vielen Ausfälle und Abgänge sind wir einfach noch in der Findungsphase“, berichtet Mai. Dennoch gab es aber im Vergleich zum ersten Spiel eine kleine Steigerung zu sehen, an die die Rot-Weißen nun festhalten und sich entwickeln wollen. Erfreulich ist, dass fast alle Spielerinnen gegen den Bochumer HC auflaufen können. Einzig Michelle Holz ist privat verhindert. Der Einsatz von Lena Seidel, die an einer Daumen-Verletzung laboriert, ist allerdings noch fraglich.   

„Wir haben die Fehler analysiert und wollen zeigen, dass wir es besser können“, fordert Trainer Ingo Nagel. Seine Mannschaft trifft nun auf einen Gegner, der individuell sehr stark ist. Coach Nagel machte sich selbst ein Bild von Neheim und berichtet: „Das Team ist sehr gut im Rückraum besetzt, hat einen guten Linkshänder im rechten Rückraum. Wir müssen einfach eine Schüppe drauf legen.“ Und vor allem in der Abwehr zulegen. 38 Gegentore zuletzt waren einfach zu viele. „Das ist aber abgehakt. Wir konzentrieren uns auf Neheim“, so Nagel. Mit Blick auf die Personalie wird Christoph Ruch, der krank ist, fehlen. Ebenfalls nicht an Bord ist der Langzeitverletzte Christian Neve.  

Dafür muss der LSV die Partie beim TuS Eintracht Overberge aber erst gewinnen. Ein Sieg sei Pflicht, wie Spieler und Vorsitzender Stefan Gores berichtet. Der Gastgeber will um den Klassenerhalt spielen. Für den Lüner SV, der oben angreifen möchte, sollten also die beiden Punkte machbar sein. Mit Blick auf die personelle Situation sieht es gut aus. Außer Linkshänder Dennis Kirchner, der sich im Urlaub befindet, sind alle Mann an Bord. Auch mit dabei ist wieder Spielertrainer Jürgen Weber, der zuletzt schmerzlich im Rückraum vermisst wurde.

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