Derby SVP gegen VfB - Vorschau auf den Spieltag

Fußball-Kreisliga A

Der Spieltag der Fußball-Kreisliga A am Sonntag, 23. Oktober, steht im Zeichen des Derbys zwischen dem SV Preußen und dem VfB Lünen. Gegen wen und in welcher Verfassung die heimischen Mannschaften antreten, lesen Sie hier in der Vorschau.

LÜNEN

von Von Steven Roch und Marco Winkler

, 21.10.2011, 14:16 Uhr / Lesedauer: 4 min
Derby SVP gegen VfB - Vorschau auf den Spieltag

Beim VfB sind Torhüter Jörg Lemke (Knochenabsplitterung im Finger) und Matthias Zimny (Beruf) verletzt. Anatoli Weissbrodt fehlt bis zum Jahresende. Auch Dennis Gauda und Arif Bagriacik sind weiter verletzt. Die Personalsituation wird auch beim SVP immer enger. Lukas Fluder ist wegen seiner Roten Karte gesperrt (bis zum 13. November). Auch Kevin Glaap hat sich erneut verletzt, nachdem er sich wieder im Training befand.

Das Duell der Tabellennachbarn steht an. Die SG Gahmen zeigte zuletzt überzeugende Leistungen gegen die Top-Teams Scharnhorst und Kemminghausen. Aber auch Hannibal ist nicht zu unterschätzen: „Sie stehen oben, über uns, und spielen guten Fußball“, erklärt Trainer Milan Mikuljanac. „Wir wollen sie mit Zweikämpfen ärgern.“

Personell sieht es allerdings alles andere als rosig aus. Zwar wird sich Medhi Ayoub zumindest wieder auf die Bank setzen können. Doch Wjatscheslaw Wilenskij, Arslan Aslan (beide Leistenprobleme) und Dimitri Sawelew (Fußprellung) fallen weiter aus.

„Jeder gewonnene Zweikampf, jeder abgeschlossene Angriff und jeder verhinderte Angriff von Scharnhorst bekommt eine andere Wertigkeit“, erklärt Thomas Heimann. Denn die Schwarz-Weiß-Roten reisen zu einem der Top-Favoriten in der Liga. Und das mit einer sehr dünnen Personaldecke. „Da kommt Scharnhorst natürlich genau richtig“, sagt Heimann ironisch. „Wir versuchen möglichst glimpflich aus dem Spiel zu kommen.“

Neben den vielen angeschlagenen Spielern fehlt nun noch zusätzlich Michael Pella wegen einer Knieverletzung. Außerdem kämpft Kai Finke mit Rückenproblemen.

Beim Derbysieg gegen Brambauer tankte die Elf von BV-Trainer Thomas Voigt Selbstvertrauen. Das gilt es nun mitzunehmen ins Spiel gegen den Aufsteiger. „Wir wollen da weiter machen, wo wir aufgehört haben. Wir spielen mit zwei Spitzen, wollen eine schnelle Entscheidung erzwingen“, erklärt Voigt, warnt aber auch: „Kirchderne ist nicht zu unterschätzen, hat gegen Preußen gewonnen.“

Marco Prates fällt zwei bis drei Wochen wegen einer Bänderdehnung aus. Juri Buch laboriert an einer Oberschenkel-Zerrung. Andreas Koll ist privat verhindert. Fraglich ist der Einsatz von Benny Schild (Innenbanddehnung).  

Neun Spiele, neun Niederlagen, 73 Gegentore. Der SVP, der erst kurz vor dem Saisonbeginn zusammen gestellt wurde, rast mit großen Schritten auf die B-Liga zu. Doch die Verantwortlichen hoffen noch auf die Wende. „Ich bin mir sicher, dass wir uns noch steigern können“, so der Sportliche Berater Peter Serges. Dafür müssen die Horstmarer vor allem in der Abwehr sicherer werden. „Wir machen in jedem Training Fortschritte, auch die Stimmung steigt langsam an“, so Serges.

Es steht der Kader der vergangenen Wochen zur Verfügung.  

„Eigentlich wollten wir schon vor sechs Wochen das Spiel verlegen“, erklärt TuS-Coach Erik Sobol. „Wir haben unsere Blau-Weiße Nacht. Doch Kamen lehnte ab. Ich hoffe, dass die Spieler ihre Wut, da sie nicht dort hingehen können, auf dem Platz gegen den Ball richten.“ Die Niederadener planen diese drei Punkte fest ein. Der Kamener SC ist ein unbeschriebenes Blatt. „Da sind viele Spieler gegangen, aber auch sehr viele Neue dabei“, so Sobol. Torgefährlich ist vor allem Tim Gehrmann, der vom BV Lünen nach Kamen wechselte.

Alexander Mai befindet sich zwar schon wieder im Training, wird aber noch nicht spielen können. Deann Williamson ist im Urlaub. Zusätzlich fehlt der Langzeitverletzte Sascha Südmeyer.

Mit einer Glanzleistung bezwangen die Grün-Weißen in der vergangenen Woche den Tabellenführer SG Massen. Nun geht es zum punktlosen Schlusslicht TSC Kamen. „Wenn wir 1:0 gewinnen, werde ich gefragt, warum so niedrig. Sollten wir 4:0 gewinnen, wird jeder sagen, dass es klar war. Ein Unentschieden oder gar eine Niederlage wäre eine Sensation“, erklärt SuS-Coach Frank Lewandowski. „Beim Training habe ich mit Engelszungen auf die Jungs eingeredet, die Konzentration hochzuhalten. Das ist wie bei einem Bundesligisten, der erst Champions-League und dann in Augsburg spielt.“

Die personelle Situation der Oberadener sieht sehr gut aus. Florian Knepper fällt nach der Schulter-OP weiter aus. Felix Nowazik und Robin Reimann befinden sich im Trainingsaufbau.  

Die Blau-Weißen werden versuchen, nach dem Sieg der vergangenen Woche auch mindestens einen Punkt in Ascheberg zu holen. „Das ist unser Minimalziel: zum ersten Mal zwei Spiele hintereinander ungeschlagen bleiben“, erklärt Co-Trainer Thomas Audehm. „Das ist auch wichtig für das anstehende Derby gegen Wethmar. Da wollen wir mit möglichst breiter Brust reingehen.“ Ascheberg ist zwar keine spielstarke Mannschaft, aber nicht zu unterschätzen. Die TuS-Zweite findet über den Kampf ins Spiel, machte auf eigenem Platz schon Bork und Wethmar das Leben schwer.

Martin Balcer und Kai Schinck fallen weiterhin aus. Fehlen wird außerdem Dennis Hohlweg, der an einem Achillessehnen-Anriss laboriert.

Eine Woche vor dem Derby gegen Alstedde wollen die Grün-Weißen nach der Zurückeroberung der Tabellenspitze ihre Heimstärke ausnutzen. „Werne ist mir unbekannt“, so Coach Alexander Lüggert. „Aber wir können aus dem Vollen schöpfen, sind schwierig zu schlagen zuhause.“ Die TuSler greifen nun auch zu technischen Mitteln um ihr Spiel zu verbessern. So wird mittlerweile jede Partie der Westfalia gefilmt. Angedacht ist außerdem, in Zukunft Balljungen einzusetzen, um das Spiel schneller zu machen.

Die personelle Situation sieht im Vergleich zur vergangenen Woche deutlich entspannter aus. Unter anderem ist Spielertrainer Lüggert wieder dabei. Julian Helmus hingegen ist am Knie verletzt, hat erst in der kommenden Woche einen Termin zur CT.

Lesen Sie jetzt