Dezimierter Kader - die Liste der Spieler, die dem Lüner SV fehlen, wird immer länger

mlzFußball

Der Lüner SV muss die nächsten Hiobsbotschaften nach dem Duell gegen den TuS Hiltrup hinnehmen. Es sieht nicht gut aus für den Fußball-Westfalenligisten.

Lünen

, 29.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Christian Hampel machte seiner Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf. Die 1:3-Niederlage schien beinah nebensächlich.

„Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich stolz bin auf die Jungs. Uns haben heute elf Leute gefehlt, davon auch sieben Stammspieler. Das musst du erstmal verpacken“, sagte der Trainer des Lüner SV nach dem Spiel.

„Die Rote Karte ist absolut lächerlich“

Doch sein Blick ging viel mehr auf die nächsten Ausfälle, die sein Team verkraften muss. Zuallererst ist da die Rote Karte für Mohammad Alokla kurz vor Ende der regulären Spielzeit.

„Die Rote Karte ist absolut lächerlich“, sagte Hampel zur Entscheidung des Unparteiischen. Alokla hatte seinem Gegenspieler den Ball aus den Händen gerissen, um beim Spielstand von 1:2 das Spiel wieder schnell zu machen. Dieser fiel zu Boden, der Schiedsrichter gab Rot für Alokla und packte die Karte gar nicht erst wieder weg, sondern zeigte sie im Anschluss auch noch Hampel, der sich darüber lautstark aufregte.

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„Es ist einfach scheiße, weil der Junge uns jetzt fehlt. Der war gut drauf“, sagte Hampel über Alokla. Und Alokla wird so auf jeden Fall das Spiel kommenden Sonntag verpassen, womöglich auch noch ein Spiel mehr.

Doch nicht nur der schnelle Außenspieler wird fehlen, sondern wohl auch Marius Kröner, der eine Woche zuvor gegen den VfL Theesen die Rote Karte sah. „Da gibts ein Verfahren“, erklärt Hampel.

Neben den beiden Gesperrten blickt Hampel auf ein ganzes Lazarett beim Blick auf seinen Kader - darunter viele Stammspieler.

David Loheider hatte sich am Freitag krankgemeldet, spielte deshalb am Sonntag nicht gegen Hiltrup. Bei Daniel Mikuljanac sind es muskuläre Probleme, Sascha Ernst hat laut Hampel Flüssigkeit im Knie und musste deshalb passen.

Zudem tummelten sich mit Kapitän Matthias Drees, der sich momentan im Aufbautraining befindet, Jörg Lemke und Phil Rosenkranz noch weitere Spieler mit Stammspieler-Potenzial auf der Tribüne des Stadions Schwansbell.

Noel Lahr bekam einen Tritt ab

Zur Folge hatte dies, dass Ali Bozlar auf der etwas ungewohnten Position auf dem rechten Flügel spielte, dort aber kaum zur Entfaltung kam. Zudem fehlte der spielerische Esprit von Ricardo Ribeiro auf den Flügeln, da dieser vor allem in der ersten Halbzeit im Sturmzentrum agierte, sich aber nicht behaupten konnte.

Dennoch lieferte der Lüner SV spielerisch eine ordentliche Vorstellung ab, trotz der vielen Ausfälle, belohnte sich aber nicht gegen Hiltrup.

„Wir sind körperlich ganz gut drauf, das hat man gesehen“, sagte Hampel. Zu allem Überfluss reihte sich ein weiterer Spieler in die Verletztenliste der Lüner mit ein. Noel Lahr bekam einen Tritt in die Wade ab, musste ausgewechselt werden.

Wie lange Lahr ausfallen könnte oder ob er bereits kommenden Sonntag wieder eine Rolle spielt, konnte Hampel noch nicht prognostizieren.

„Es kam einiges zusammen, da müssen wir jetzt durch“, resümierte er.

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