Lüner Fußballerin sorgt beinah für die Sensation im DFB-Pokal-Finale

mlzDFB-Pokal-Finale

Die Vormachtstellungen sind im deutschen Fußball klar geregelt. Eine Lüner Fußballerin hätte dennoch beinah für eine Sensation mit ihrem Team gesorgt und den DFB-Pokal gewonnen.

von Bernd Janning

Lünen

, 05.07.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der DFB-Pokal ist in den vergangenen Jahren eine klare Angelegenheit geworden. Bei den Herren gewann der FC Bayern München seit 2013 gleich fünf Mal den Pokal und untermauert so seine Vormachtstellung im deutschen Profi-Fußball regelmäßig.

Noch deutlicher sind die Verhältnisse im Frauen-Bereich des Profi-Fußballs. Seit 2013 ging der deutsche Pokal-Titel gleich sieben Mal an den VfL Wolfsburg. Auch am Samstag (4. Juli) setzten sich die Wolfsburgerinnen im Pokalfinale in Köln gegen die SGS Essen durch.

Erst Außenseiter, dann auf Augenhöhe

Dort bewies Jacqueline Klasen einmal mehr, dass sie trotz der Niederlage die beste Fußballerin mit Wurzeln in der Stadt Lünen ist. Mit dem Bundesligisten SGS Essen stand sie am Samstag in Köln im DFB-Pokalfinale gegen Deutschlands Topteam, den Klassenkonkurrenten VfL Wolfsburg, einmal mehr im defensiven Mittelfeld ihre Frau.

Aus dem klaren Außenseiter Essen wurde dabei für Wolfsburg ein Gegner auf Augenhöhe. Essen führte 1:0 und 2:1, glich in der letzten Minute der regulären Spielzeit zum 3:3 aus. Nach torloser Verlängerung setzte sich im Elfmeterschießen Wolfsburg mit 4:2 durch. Die 1,68 Meter große Jacqueline Klasen zählte nicht zu den Torschützen, kam auch beim Elfmeterschießen nicht zum Einsatz.

Das schmälert natürlich die Leistung der 26 Jahre alten in Dortmund geborenen Spielerin absolut nicht. Sie begann als Juniorin ihre Karriere bei der SG Phönix Eving. Es folgten mit VfB 08 Lünen, BV Lünen 05, SG Beckinghausen (2005 - 2006) und TuS Niederaden (2006 - 2009) gleich vier Lüner Klubs. Letzte Station war der Nachwuchs des Hombrucher SV (2008 - 2009).

Jacqueline Klasen (l.) jubelt mit Essens Irini Ioannidou über ihr Tor zum 3:3. Im Hintergrund ist Marina Hegering.

Jacqueline Klasen (l.) jubelt mit Essens Irini Ioannidou über ihr Tor zum 3:3. Im Hintergrund ist Marina Hegering. © picture alliance/dpa

Bei den Frauen bestritt sie bei der SG Lütgendortmund (2009 - 2011) 15 Spiele, schoss dort vier Tore. Die gleiche Trefferzahl erreichte sie beim Bundesligisten SGS Essen in bisher 95 Begegnungen.

Auf zehn Spiele brachte sie es in der deutschen Nationalmannschaft, sieben in der U19 und drei in der A-Elf.

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