Die Cobras des SuS Oberaden können Abstiegskampf - Alle Ergebnisse

Handball

Im wichtigen Kellerduell gegen Harsewinkel zeigte der SuS eine starke Leistung. Die Frauen des Lüner SV verlieren bei Borussia Dortmund III das nächste Auswärtsspiel.

Lünen, Brambauer

, 09.12.2018, 21:25 Uhr / Lesedauer: 4 min
Die Cobras des SuS Oberaden können Abstiegskampf - Alle Ergebnisse

Pascal Stennei traf im starken SuS-Kollektiv drei Mal. © Günther Goldstein

Oberliga Westfalen
SuS Oberaden – Harsewinkel 37:28 (17:11)

„Sie können froh sein, nur mit neun nach Hause gegangen zu sein“, sagte Oberadens Spielertrainer Alexandros Katsigiannis. Er war auch über eine Stunde nach dem Ende der Partie noch vollends euphorisch.

Und dazu hatte er guten Grund. Der SuS zeigte eine tadellose Leistung, überzeugte auf ganzer Linie. „Wir haben das, was wir uns vorgenommen haben, von den ersten Minuten an umgesetzt“, sagte Katsigiannis. Konzentriert und diszipliniert stellte sich der SuS Harsewinkel entgegen, die vor Anpfiff ebenso wie die Cobras nur vier Zähler auf der Habenseite hatten.

Dazu zeigte die Oberadener 6-0-Deckung mit Lukas Noe und Bastian Stennei im Innenblock die nötige Härte für so ein wichtiges Spiel. Gleich im ersten Angriff stoppten sie Harsewinkel mit vollem Körpereinsatz, sodass sich der Gegner nach Spielschluss über die Brutalität der Cobras echauffierte – lediglich vier Zeitstrafen gegen den SuS sprechen allerdings eine andere Sprache.

Offensiv zeigte Oberaden sich bestens vorbereitet. Auf die vielen verschiedenen Deckungsvarianten Harsewinkels fand der SuS immer eine Antwort. Und wenn nicht, hatten die Cobras ja auch noch ihren starken Torwart Marvin Makus. Der traf am Sonntag drei Mal ins leere TSG-Tor.

Entsprechend war der Sieg der Gastgeber auch nie gefährdet. Bis zur zwölften Minute (8:2) hatte der SuS sich schon den spielentscheidenden Vorsprung erarbeitet. Harsewinkel nahm eine Auszeit, erlangte aber nie die Kontrolle über das Spiel. „Man muss wirklich von einem Klassenunterschied sprechen. Das war von allen richtig stark“, sagte Katsigiannis.

Er zeigte sich begeistert von der Entwicklung der vergangenen Wochen: „Wie viel wir dazu gelernt haben...“ So richtig in Worte fassen konnte er das selbst nicht.

SuS Oberaden: Klepping/Makus (3) – Lauber (4), Hajduk (2), Noe, Herold (5/1), Katsigiannis (4), P. Stennei (3), Roth (1), Braach (1), B. Stennei (5), Holtmann (1), Rossfeldt (4), Wagner (4)

Landesliga 3
Brambauer – VfL Gladbeck II 28:31 (15:15)

Der VfL hatte bis knapp zwei Minuten vor Schluss noch die Chance, die drohende Niederlage abzuwenden. Doch Kreisläufer Rafael Pape verpasste es, ein Anspiel zu fangen – er hätte auf 29:30 verkürzen können. Als Mats Diergardt dann noch per Gegenstoß das 31:28 erzielte, war die Partie entschieden.

Zuvor hatte sich das Spiel meistens auf Augenhöhe bewegt. Brambauer holte zwei mal einen kleinen Rückstand auf, schien die Partie aber eigentlich zu kontrollieren. In den letzten fünf Minuten gelang dann kein Treffer mehr, während Gladbeck sich abgezockter zeigte. Es war das dritte in der Schlussphase verlorene Spiel in Serie. „So langsam fehlen mir einfach die Worte“, sagte Brambauers Trainer Nadim Karsifi.

Er bemängelte vor allem die Chancenverwertung. „Nutzen wir unsere Chancen, ist das Spiel auf unserer Seite“, so Karsifi. Seine Sieben muss zeitnah punkten, will sie nicht das volle Programm im Abstiegskampf mitmachen.

VfL Brambauer: Welski/Sträde – Richter, Lüke (5), L. Langmann (5), Bagemann (3/2), Ruch (2), Wißemann, Kurt (1), Gärtner, Freitag (1), Pape (3), Eder (4), Maurer (4)

Frauen-Verbandsliga 2
Borussia Dortmund III – Lüner SV 25:21 (15:10)

„An unserem Auswärtsgesicht müssen wir unbedingt arbeiten“, sagte Lünens Trainer Marcel Mai. Seine Mannschaft machte sich im Angriff selbst das Leben schwer. Statt die gesamte Breite des Spielfeldes zu nutzen, suchten die Lünerinnen immer wieder den Weg über die Mitte – ohne Erfolg. „Wir haben im Angriff nicht zu unserem Spiel gefunden“, sagte Mai. Entsprechend lief der LSV schnell einem Rückstand hinterher.

Die Abwehr erledigte ihren Job mit 25 Gegentreffern zwar passabel. Die größte Stärke des LSV – das Tempospiel aus der eigenen Deckung heraus – kam in Dortmund allerdings nicht zur Geltung. Die starke Dortmunderin Julia Koopmann hatte der LSV meistens im Griff, erlaubte aber auch ihr einige leichte Tore. Letztlich brachte sie es auf neun eigene Treffer.

So lag Lünen gut zehn Minuten vor Spielschluss mit zehn Treffern zurück (23:13). Angeführt von Katja Lohölters Siebenmetertoren verkürzten die Lünerinnen in der Schlussphase. Mehr als das abschließende 21:25 war aber nicht mehr drin. Mit 12:8 Punkten steht der Aufsteiger jetzt auf Rang sechs der Tabelle. Am Samstag geht es gegen Coesfeld um die nächsten Punkte.

Lüner SV: Preuß/Klostermeier – Lieneke (1), Hülsewede (4/3), Köppen, T. Schmidt (3), Püschel (1), Lohölter (5/4), C. Schmidt, Krause, A. Schmidt (3), Rempe, Dressler (2), Geisler (2)

DJK Coesfeld – VfL Brambauer 32:29 (17:15)

Damit versäumte Brambauer es nach Kinderhaus und Wettringen bereits zum dritten Mal, im Münsterland erfolgreich zu sein. In Coesfeld lief der VfL in der ersten Halbzeit permanent einem Rückstand hinterher. Beim 6:6 glich Brambauer durch Sanja Lasshof noch aus, musste dann aber zusehen wie sich Coesfeld auf 9:6 absetzte.

Nach der Pause glich Amelie Neumann zum 17:17 aus. Erneut war es Neumann, die mit ihrem Treffer zum 19:18 für den VfL Brambauer für die erste Führung im Spiel sorgte (38.). Doch Coesfeld übernahm nur kurze Zeit später wieder das Zepter und zog auf 24:19 davon, was letztendlich spielentscheidend war.

Brambauer kam nie mehr als auf ein Tor heran. „Wir haben zu keinem Zeitpunkt Zugriff in der Abwehr gehabt“, sagte VfL-Trainer Andre Schwedler. Trotz der Niederlage zeigten die Frauen sich in Weihnachtsstimmung. Am Abend stand die traditionelle Weihnachtsfeier an, die gemeinsam mit den Landesliga-Herren stattfand.

VfL Brambauer: Sindermann/Jaschewski – Ceylan, Holz, Sahage (1), Trippe (10), Leismann, Neumann (2), Bauer (6), Lasshof (10/6), Umbescheidt

Bezirksliga Hellweg
Lüner SV – VfL Kamen 19:32 (11:16)

„Man muss einfach sagen, dass man so in der Bezirksliga nicht konkurrenzfähig ist“, sagte Co-Trainer Falk Wildemann. Unterm Strich war es eine verdiente Niederlage gegen einen überlegenen Gegner, der die kleinsten LSV-Fehler mit Tempogegenstößen bestrafte. „Wir waren über 60 Minuten lang ganz klar chancenlos. Aber unsere Endspiele um den Klassenerhalt werden noch kommen“, so Wildemann. Der LSV glaubt mit vollzähligem Kader weiterhin an seine Chancen. Trotz der Niederlage wusste Keeper Leon Karanski zu überzeugen. Auch Nico Rolle und Pascal Siegeroth, setzten viele positive Akzente.

Lüner SV: Karanski – Hadac (5), Zeiger, Leder (4), Donat (2), Rolle (1), Stroscher (2), Neve (3), Miehle (1), Siegeroth (1)

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