Die Defensive beim Lüner SV passt - Chapeau, Taktikfuchs Marc Woller!

mlzKommentar

Das erste Saisonspiel hat der Lüner SV erfolgreich gestaltet. Trumpf war dieses Mal eine eigentliche Schwäche der Lüner, mit der sich der LSV die ganze Vorbereitung über herumschleppte.

Lünen

, 12.08.2019, 12:38 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Defensivleistung des Lüner SV stimmte in der Vorbereitung überhaupt nicht. 19 Gegentore kassierte der Westfalenligist in sieben Testspielen – ein Schnitt von 2,7 Gegentoren pro Spiel. Und das gegen teilweise unterklassige Mannschaften. Die LSV-Verantwortlichen hatten ob eines Stotterstarts also allen Grund zur Sorge. Die LSV-Mannschaft belehrte am Sonntag aber alle eines besseren – und das dank – man mag es kaum glauben – einer grundsoliden Defensivleistung.

Trainerfuchs Marc Woller hatte auf die jüngste Gegentor-Flut reagiert und seine Mannschaft ein wenig umgestellt. Allen voran auf der Linksverteidiger-Position erkannte er Handlungsbedarf und wählte eine eher überraschende Lösung. Daniel Mikuljanac, zuletzt im zentralen Mittelfeld unterwegs, bekleidete am Sonntag die Position. Zuletzt wirkte Mikuljanac vor über zwei Jahren als Linksverteidiger mit – aber der Plan ging auf. Neheim schaffte es nicht, seine Stärken über die Flügel auszuspielen. Gut taktiert, Marc Woller!

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Im Zentrum hielt Innenverteidiger Noel Lahr den Laden dicht, der ein ausgezeichnetes Spiel machte und später auch noch den Siegtreffer zum 1:0-Endstand erzielte. Zu Null also, das erste Mal unter Marc Woller. In der Defensive hat sich der LSV also vorerst gefangen. Das ist extrem wichtig nach dieser komplizierten Vorbereitung und bringt etwas Ruhe in die Mannschaft und in den Verein.

Im Spiel mit dem Ball haben die Lüner jedoch Nachholbedarf. Am Sonntag klappte im eigenen Ballbesitz für eine Spitzenmannschaft noch zu wenig. Drei Chancen in einem Spiel reichen bei weitem nicht gegen jeden Gegner in der Westfalenliga zu einem Sieg.

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