Die Gesetze des Derbys

LÜNEN Am heutigen Freitag (21. 9., 20 Uhr) steigt in der Römerberg-Sporthalle in Oberaden das große Volleyball-Derby zwischen dem SuS Oberaden und dem Lüner SV.

20.09.2007, 17:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die RN-Mitarbeiter David Karski und Marco Winkler sprachen vor dem Duell mit SuS-Trainerin Anja Giering und LSV-Coach Andreas Josch.

Bereits am dritten Spieltag treffen Sie auf ihren Lokalrivalen. Wer ist Favorit?

Giering: Wenn der LSV sich wirklich so gut verstärkt hat, wie ich es gehört habe, dann hat Lünen ganz klar die besten Karten.

Josch : Ich sehe uns auch vorne. Wir haben viele gute Spieler bekommen. Der SuS hat dagegen personelle Probleme.

Hat diese Begegnung einen besonders hohen Stellenwert?

Giering: Auf jeden Fall! Alle Spieler sind hochmotiviert. Die Halle wird voll und ordentlich laut sein.

Josch: In diesen Spielen ist immer sehr viel Gift im drin. Beide Mannschaften schauen ständig auf die Tabelle, ob sie vor der anderen stehen.

Wie wird Ihr Team die Aufgabe bewältigen?

Giering: Wir werden volle Pulle geben müssen, gerade weil die letzten Vergleiche immer hart umkämpft waren.

Josch: Ich glaube, dass der Aufschlag entscheidend ist. Wir versuchen Oberaden mit unserem Service unter Druck zu setzen.

Was passiert, wenn Ihre Mannschaft die Partie verliert?

Giering: Ich werde den Jungs sicherlich nicht den Kopf abreißen. Ärgern würde ich mich nur, wenn wir die Punkte aus Dummheit abgeben würden. Lünen ist, wie gesagt, stärker besetzt, wir haben uns mit jungen Akteuren gerade erst gefunden. Aber im Derby herrschen andere Gesetze...

Josch: Da kann ich nur zustimmen. Ein Derby läuft immer anders, als man denkt. Wir wären über eine Niederlage sehr enttäuscht. Aber für uns war es erst das zweite Spiel. Es wird sicher keine Welt zusammenbrechen.

Frau Giering, Sie trainieren als Dame eine Herren-Mannschaft. Wie reagieren die gegnerischen männlichen Verantwortlichen auf eine weibliche Kollegin? Wie steht Ihre Truppe zu Ihnen?

Giering: Die Coaches aus der Nähe haben sich mittlerweile daran gewöhnt. Treten wir allerdings in weiter entfernten Städten auf, sind die Kollegen immer sehr überrascht, gerade jetzt, wo ich auch noch schwanger bin und einen dicken Bauch habe (lacht). Ich denke aber, dass ich meine Männer gut im Griff habe.

Herr Josch, ist es für Sie etwas besonderes, gegen eine Frau anzutreten?

Josch: Trainer ist Trainer, egal ob es ein Mann oder eine Frau ist. Ich denke, dass Anja Giering und ich beide die richtigen Worte kennen, um unsere Teams zu motivieren. Was und ob sie etwas anders macht, weiß ich natürlich nicht.

Wo wollen Sie in dieser Saison landen?

Giering: Durch unsere umformierte Mannschaft wollen wir den schnellen Klassenerhalt.

Josch: Durch unsere vielen guten neuen Spieler können wir viel mehr erreichen, als noch im Vorjahr.

Vervollständigen Sie bitte folgenden Satz: Wir gewinnen das Derby, weil...

Giering: ...wir die Besseren sind!

Josch: ... wir die besseren Qualitäts-Spieler haben!

Lesen Sie jetzt