Die SG Gahmen hat große individuelle Qualität - Disziplin fehlt dem Team aber noch

mlzHinrundencheck

Als Aufsteiger hat die SG Gahmen in der Kreisliga A2 Dortmund bislang für Furore gesorgt - und mischt im Aufstiegskampf mit. Das letzte Spiel in diesem Jahr wird richtungsweisend.

Gahmen

, 24.11.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Hinrunde ist in den meisten heimischen Amateur-Fußballligen beendet. Zeit, um auf die Leistungen der Lüner Vereine zu blicken, ihre Stärken und Schwächen zu beleuchten. Wir machen den Hinrundencheck. Jetzt an der Reihe: A-Ligist SG Gahmen, der als Aufsteiger gerne den direkten Durchmarsch in die Bezirksliga feiern würde.

Aktuelle Lage: Eine Hinrunde mit Höhen, aber auch Tiefen absolvierte Aufsteiger SG Gahmen. Die Gahmener rangieren zur Saisonhalbzeit auf Platz drei mit 27 Punkten, haben nur zwei Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz, den der VfB Lünen aktuell innehat. Während des Saisonverlaufs haben die Gahmener den Trainer gewechselt. Semistan Tikici musste nach der Niederlage beim TuS Neuasseln im Oktober gehen, Bülent Kara beerbte ihn.

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Stärken: Der SG Gahmen kann man einige Stärken zuschreiben. Der Tabellendritte hat in der Sommerpause mehrere Spieler vom Bezirksliga-Aufsteiger Lüner SV II verpflichtet. Der Kader ist qualitativ in der Spitze und Breite gut aufgestellt. Zudem zeigte sich die SGG vor allem unter Trainer Bülent Kara, dass sie bis zum Schlusspfiff alles für den Sieg gibt. So feierte die SGG schon mehrere Last-Minute-Siege. Manchmal überdreht die Mannschaft bei ihrem Ehrgeiz aber etwas und das führt zu Problemen und Baustellen.

Baustellen: Ohne jeden Zweifel kann man der SG Gahmen in manchen Spielen fehlende Cleverness und Disziplin vorwerfen. Vor allem das heiße Derby gegen BW Alstedde, in dem Gahmen die bessere Mannschaft war, warf die SGG durch Undiszipliniertheiten weg. Der Platzverweis gegen Kapitän Ahmet Aktas zerstörte den Gahmener Spielfluss, sodass Alstedde noch einmal herankam und einen Punkt entführte. Verwunderlich ist daher auch nicht, dass die Gahmener in der Fairnesstabelle der Kreisliga A2 Dortmund den letzten Platz belegen. 40 Mal sehen die Gahmener schon die Gelbe Karte, zwei Mal den Gelb-Roten Karton und gleich acht Mal die Rote Karte. Das muss besser werden.

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Beste Partie der Hinrunde: Auch wenn die SG Gahmen das Topspiel gegen BW Alstedde nicht gewonnen hat, zählt ein Großteil dieser Partie sicherlich zu den Gahmener Sternstunden in der Hinrunde. Die Blau-Gelben dränten den souveränen Tabellenführer an den Rand einer Niederlage, spielten auf heimischer Asche dominant und selbstbewusst auf.

Schlechteste Partie der Hinrunde: Die Niederlage beim TuS Neuasseln kostete die SG Gahmen drei sicher eingeplante Punkte im Kampf um den Aufstieg und letztendlich auch den Job von Ex-Trainer Semistan Tikici. Zuletzt verpasste Gahmen durch fehlende Cleverness zwei Siege und spielte gegen Alstedde und in Kirchhörde „nur“ remis.

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Bester Torjäger: Die Stärke der SG Gahmen ist, dass praktisch jeder Akteur im Verein Tore schießen kann. Der Tabellendritte ist somit auch nicht von einem einzigen Stürmer abhängig. Jeweils sechs Tore haben Tolga Dedeagili und Ahmet Karaduman erzielt, Halil Elitok folgt mit fünf Toren knapp dahinter.

Spieler der Hinrunde: Die Auswahl ist groß, da Gahmen auch als Kollektiv gut funktioniert hat. Ein Spieler, der häufig Dreh- und Angelpunkt im Gahmener Spiel war, heißt aber Ali Özkan. Der Sechser überzeugte mit Ruhe am Ball, mit guten Zuspielen und seiner Zweikampfstärke. Überzeugen konnten zudem auch die beiden Kiymaz-Brüder Furkan und Ramazan.

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Ausblick und Prognose: Gahmen erwartet wohl bis zum letzten Spieltag der Saison ein heißer Kampf um den angestrebten Relegationsplatz. Für die SG Gahmen wird es wichtig sein, vor der Winterpause noch sechs Punkte zu holen. Brisant: Am 8. Dezember kommt es noch zum direkten Aufeinandertreffen gegen den Tabellenzweiten VfB Lünen. Gewinnen die Gahmener dieses Spiel, dann haben sie wieder bessere Karten.

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