Dieser Lüner Stürmer ist auf den Spuren von Robert Lewandowski

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Wenn ein Spieler ernsthaften Anspruch darauf hat, mit Robert Lewandowski verglichen zu werden, dann muss er etwas Besonderes geleistet haben. So geschehen bei einem Spiel in Lünen.

von Florian Dellbrügge

Lünen-Süd

, 29.09.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

In den letzten Wochen stand er seiner Mannschaft verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. An Mannschaftstraining war auch nicht zu denken. Und doch stand er am Sonntag im Aufgebot.

Die Rede ist von Robin Hagenmeyer vom VfB Lünen. Der Offensivspieler konnte in letzter Zeit nicht mit seiner Mannschaft trainieren und auch nicht an den Spielen teilnehmen. Doch am Sonntag vor dem Spiel gegen den VfR Kirchlinde II tauchte er auf einmal auf dem Spielberichtsbogen auf.

Erstmal nur Beobachter

Und die Zuschauer auf der Sportanlage Dammwiese konnten sich schon vor dem Spiel davon überzeugen, dass Hagenmeyer wieder bereit ist. Schon beim Aufwärmen der Ersatzspieler brachte er den Ball überzeugend regelmäßig im Tor unter.

Das Spiel gegen Kirchlinde beobachtete er aber dennoch 75. Minuten erst einmal von der Bank aus. Doch dann wurde er von Mark Bördeling von der Leine gelassen. Es dauerte nicht lange, bis der Stürmer seinem Trainer das mit Toren dankte.

Robert Lewandowski brauchte einst gegen den VfL Wolfsburg drei Minuten und 22 Sekunden, um einen lupenreinen Hattrick zu erzielen. In der Kreisliga A nimmt niemand die Zeit, jedoch wird es kaum länger gedauert haben, ehe Hagenmeyer seinen Hattrick geschnürt hat. Er traf in der 76., 78. und 79. Minute.

Robin Hagenmeyer (l.) war erfolgreich für den VfB Lünen.

Robin Hagenmeyer (l.) war erfolgreich für den VfB Lünen. © Timo Janisch

Eine Tatsache, die ihn selber fassungslos zurückließ. „Ich habe schon viele Tore geschossen und auch Hattricks erzielt, aber so schnell ist mir das noch nie gelungen“, so Hagenmeyer nach dem Spiel.

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Schnell wollte sich Hagenmeyer dann noch bedanken. Bei VfB-Co-Trainer Daniel Serges. „Daniel hat mir in meiner Pause einen individuellen Plan erstellt, sodass ich einigermaßen fit bleibe. Nur deshalb konnte ich heute überhaupt spielen“, erklärt Hagenmeyer.

Und wie soll es jetzt weitergehen? „Das müssen wir von Woche zu Woche sehen“, meint Hagenmeyer und bleibt dabei bescheiden: „Ich bin erst einmal froh, überhaupt wieder dabei sein zu können.“

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