Doppelpack von Göke bringt Lüner SV gegen Lennestadt noch einen Punkt

mlzFußball: Westfalenliga

Das Team von Christian Hampel zeigt im letzten Heimspiel des Jahres Moral und dreht ein verloren geglaubtes Spiel noch. Aus einem 0:3 wurde gegen den FC Lennestadt ein 3:3-Unentschieden.

Lünen

, 01.12.2019, 21:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fußball-Westfalenligist Lüner SV dreht ein schon verloren geglaubtes Spiel gegen die Sauerländer aus Lennestadt und macht aus einem 0:3-Rückstand noch ein 3:3 in den Schlussminuten.

Der im letzten Spieldrittel von LSV-Trainer Christian Hampel nach vorne beorderte Matthias Göke rettete den Lüner Löwen mit seinem Doppelpack zumindest noch einen nicht mehr für möglich gehaltenen Punkt.

Hampel: „Hätten führen müssen“

„Wir waren die Mannschaft, die das Spiel gemacht hat. Wir hatten vier Abschlüsse und hätten 1:0 oder sogar 2:0 führen müssen“, widersprach Hampel seinem Trainerkollegen Jürgen Winkel, der sein Team zunächst als das aktivere gesehen hatte und folgerichtig auch die Führung erzielte.

Gleich zum Start setzte Fabian Pfennigstorf eine Flanke von Ali Bozlar per Kopf knapp über die Latte (3.). Johannes Zottl, dessen Jugendfreund und BVB-Profi Julian Weigl als einer der wenigen Zaungäste zuschaute, vergab danach aus sieben Metern (16.). Auch Marcel Ramsey (18.) und kurz danach erneut Pfennigstorf scheiterten mit weiteren Kopfballversuchen (19.).

Kopfballtreffer nicht gegeben

Lennestadt kam im weiteren Verlauf einmal vors Tor und Samuel Eickelmann spitzelte den Ball unter dem herausstürmenden LSV-Keeper Daniel Dreesen zur Führung hindurch (23.). Den Unmut der Zuschauer zog der Schiedsrichter auf sich, als er einen Kopfball-Treffer von Göke, nach Ecke Bozlar, nicht gab. Ramsey hatte im Fünfmeterraum Daniel Schmidt mit dem Ellenbogen gecheckt (33.).

Zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt der fiel der nächste Nackenschlag. Moritz Thöne zog aus 27 Metern ab. Dreesen parierte den scharf geschossenen Aufsetzer, doch der Ball trudelte mit Effet ins lange Eck zum 0:2 (44.). Auf der Tribüne diskutierten die Zuschauer ob des Missgeschicks.

Lennestadt zieht davon

Als Lennestadt direkt nach dem Wechsel sogar auf 3:0 durch Friedrich (48.) erhöhte, schien die Partie gelaufen. Lennestadt lauerte jetzt auf Konter und den Lünern fiel nicht viel ein. Erst mit der Hereinnahme von Mehmet Kara, der die letzten Wochen wegen eines Knorpelschadens nur zwei Mal trainieren konnte, kam wieder mehr Struktur ins Spiel.

Weiteren Unmut gab es, als der Schiedsrichter einen Abstauber des eingewechselten Sefa Ayaz wegen Abseits nicht gab. Ramsey zwang FCL-Keeper Kevin Schulte zuvor zu einer Glanzparade. (66.). Als der Schiedsrichter einen ausgesprochenen Strafstoß, nach Foul von Schmidt an Zottl knapp an der Strafraumgrenze nach Intervention des Linienrichters wieder zurücknahm, gab es „Schieber“-Rufe von der Tribüne.

Gökes Doppelpack bringt das Unentschieden

Kurz danach zeigte der Referee erneut auf den Punkt, als Felix Rudolf sich in den Strafraum drängte und zu Fall kam. Zottl hämmerte den Strafstoß in die Mitte. Die Lüner rannten weiter an und zeigten Moral. Matthias Göke sorgte mit seinem Doppelpack (88./89.), ein Alleingang und eine Direktabnahme, für Beifall auf der Tribüne – auch bei BVB-Profi Julian Weigl.

Westfalenliga 2

Lüner SV – FC Lennestadt 3:3 (0:2)

Lüner SV: Dreesen – Reis (60. Ayaz), Rudolf, Drees, Ramsey, Ernst, Pfennigstorf, Bozlar (72. Kara), Deppe, Göke, Zottl

Tore: 0:1 Eickelmann (23.), 0:2 Thöne (44.), 0:3 Friedrichs (48.), 1:3 Zottl, Foulelfmeter (78.), 2:3, 3:3 beide Göke (88./89.)

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