Drei heimische Vertreter kämpfen beim DFB für die Amateure

LÜNEN Kommt es für die Amateur- und Jugend-Fußballer noch dicker? Es könnte sein, dass die Bundesliga in Zukunft schon nach dem Frühstück live im Fernsehen läuft. Mit diesen Gedanken kehrten Werner Kretschmer, Horst Weischenberg und der Wethmarer Karl-Heinz Schulze vom 2. DFB-Kongress aus Frankfurt zurück.

von Von Bernd Janning

, 10.03.2009, 17:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Drei heimische Vertreter kämpfen beim DFB für die Amateure

Werner Kretschmer (v. r.) , Horst Weischenberg, Vorsitzender der Fußball-Kreise Lüdinghausen und Unna/Hamm, sowie Karl-Heinz Schulze, zweiter Vorsitzender und Schiedsrichterobmann des Fußball-Kreises Lüdinghauen.

Die Landesverbände Süd, Südwest und West tagten im Hotel Marriott in Frankfurt. Thema unter anderem: Die Spielpläne und die TV-Vermarktung der Bundesligen ab der Saison 2009/10. 800 Gäste diskutierten teils emotional mit Hermann Korfmacher (DFB-Vizepräsident Amateurfußball) Holger Struk (DFB-Vizepräsident, Liga-Beauftragter) und Holger Hieronymus (Beauftragter der DFL).

Dies galt besonders nach einer Wortmeldung von Weischenberg zur Umsetzung des Fernsehvertrages mit dem Pay-TV-Sender Premiere. "Allein die DFL ist für die Erstellung des Spielplanes und die Anstoßzeiten - auch sonntags um 15.30 Uhr - verantwortlich", erklärte Hieronymus und ließ dabei die Frage unbeantwortet, ob auch Bundesligaspiele am Sonntagsmorgen geplant seien. Durch vermehrte Sonntagsspiele befürchten die Amateurvereine vor allem in unserer Region einen Zuschauerschwund.Verkürzte Bundesliga-Winterpause führt zu weniger Überschneidungen Hieronymus führte an, dass die Profiklubs weiterhin einen Betrag an die Landesverbände zur Unterstützung der Amateure abführten. Der Funktionär betonte auch, dass es aufgrund der verkürzten Winterpause in den Bundesligen nur zu 22 Kollisionen von Profis und Amateuren komme. Beginn der Rückrunde soll schon am 15. Januar 2010 sein.

Es sei geplant, dass jeder Verein der Bundesliga zwei oder drei Spiele pro Saison zur neuen Anstoßzeit habe. Dabei spiele keine Rolle, ob zuhause oder auswärts.

Gesonderter Premiere-Vertrag für die Amateurvereine Aus der Versammlung kam die Forderung, der DFB möge Kontakt mit dem Bezahlsender Premiere aufnehmen, um einen gesonderten Vertrag für die Vereine in deren Klubheimen anzubieten. So sollen die Zuschauer während des Spiels der Amateure die Möglichkeit haben, die Profis live zu verfolgen.

Das heimische Trio Kretschmer, Weischenberg und Schulze wunderte sich, dass aus dem Plenum nur Wortmeldungen der Vertreter aus den Ballungszentren Ruhrgebiet und Rhein-Main- Schiene kamen. Schulze: "Offensichtlich interessieren sich die anderen Landesvertretungen nicht so sehr für dieses Thema."

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